Hallo, in der aktuellen Version von Gesundakte muss ein upgrade (99Cent/Monat) für den Patienten erfolgen, damit unbegrenzt Nachichten und Dokumente empfangen und gesendet werden können.

Was haben Sie sich denn dabei gedacht? Damit ist die Gesundakte App für mich gestorben. Ich kann doch nicht von meinen Patienten erwarten, dass Sie eine monatliche Gebühr für eine Kommunikations -App bezahlen, nur um mit 1-2 Praxen in Verbindung gehen zu können.

Ich bitte um eine Stellungnahme durch die Entwickler.
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Hallo zusammen,

ein kurzes Update zu dieser Diskussion:

Basierend auf ausführlichen, sehr konstruktiven Diskussionen mit einigen von Ihnen (nochmal danke für den vielen Input!) werden wir unser Preismodell für die Gesundakte wie folgt anpassen:

  • Die grundlegenden Funktionalitäten zur sicheren Kommunikation und zum sicheren Austausch von Dokumenten sowie die grundlegende ImpfPass Funktionalität werden für den Patienten zukünftig kostenlos sein.
  • Zusätzlich dazu wird der Patient weitere Features, wie z.B. die aktuell in Entwicklung befindliche Funktion zur Nachbestellung von Rezepten, durch Abschluß eines monatlichen Abos freischalten können.
  • Für die Zukunft haben wir bereits eine Reihe weiterer, solcher Zusatzfunktionen geplant.

Wir werden zeitnah ein Update der Gesundakte freischalten, das die beschriebene Änderung umsetzen wird.

Die Gesundakte ist für uns auch weiterhin ein Feld, in dem wir Neues ausprobieren wollen – sei es mit neuartigen Konzepten und Funktionen aber auch mit der Art und Weise, wie wir unser Produkt zukünftig monetarisieren wollen. Wir beobachten hierzu intensiv sowohl Markt als auch gesetzliche Entwicklungen.

Selbstverständlich werden wir in Zukunft geplante Änderungen hierzu im Vorfeld hier mit Ihnen diskutieren.

Um noch besser Ihre Wünsche und Erfahrungen mit der Gesundakte zu verstehen, arbeiten wir gerade eine Online Umfrage Thema Gesundakte aus. Ein Link folgt demnächst hier im Forum.

Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Gruß,
 Klaus Wissmann

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Richtige Entscheidung. Ich hoffe, dass bei der Tomedomiete auch ein Umdenken nach logischer Überlegung erfolgt.

Ganz wichtig vorneweg zur Gesundakte:

Das Verbinden ist zu kompliziert. Der PraxisQRcode ist meiner Meinung nach der falsche weg. Ich schalte überall die Zweifaktorauthetifizierung ein wo ich es vorfinde. Es wird ausnahmslos ein individueller QR code generiert der nur einmal verwendet werden kann um die App mit der Webseite (Praxis) und dem Account (Patient) zu verbinden. Tomedo ist da anders, es nimmt einen Praxis QR code und lässt dann zur Authentifizerung die Helferin Zahlen tippen die der Patient ansagt. Das macht wenig Spass und das versteht auch niemand auf Anhieb. Mein erster Gedanke war, "ja was ist denn das jetzt"? Eine bessere Lösung wäre es für jeden Patienten einen QR zu generieren, der Patient gibt der Helferin die geöffnete Gesundakte oder holt sich das QR selbst vom Bildschirm um zu verbinden.

Abfrage seines aktuellen PDF Passwortes, Terminerinnerung, Terminvereinbarung.
Das kann ich auch nicht nachvollziehen. Die App ist offiziell noch in der beta-Phase und es wird schon Geld verlangt? Im Endeffekt wird sich dann der Patient entscheiden müssen, mit welcher tomedo-Praxis er sich verbindet! Dann werden die Patienten einfach wieder kostenlose Emails schicken - trotz DSGVO. Es ist ja schön, dass die Funktion für Praxen kostenlos ist, sie wird dann nur nicht genutzt werden. Schade - noch nicht richtig angefangen und schon obsolet.
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Das werden die Patienten entscheiden, ob sie einen entsprechenden Mehrwert sehen... Ich würde es mal abwarten. Wieviel geben die Deutschen für Homöopathie aus? Solange man den Arzt nicht bezahlen muss, ist doch alles gut...
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Na das erklären sie ihren Patienten mal, dass sie ein Abo schalten müssen um an ihre Unterlagen zu gelangen. Mache ich als Patient sicher nicht, dann hole ich sie mir die Ergebnisse beim nächsten Besuch auf Papier. Wenn man so eine App nicht schreiben kann um Praxen als Neuekunden mit der Möglichkeit zu werben, mit Patienten DSGVO-konform zu kommunizieren dann muss man es lassen.

Passt ganz gut in die Zollsoft Preispolitik zu der hohen Miete, den hohen Supportkosten, zur unfairen Abrechnung nach Tomedo-Installationen statt nach Userzahl. Jetzt aber noch an den Patientengeldbeutel zu gehen, keine gute Idee, nicht sympatisch weder für Zollsoft noch für den Arzt. Dann doch lieber 10 Euro vom Arzt im Monat wie es Lifetime macht, wenn man sich das überhaupt neben der hohen Tomedo-Miete trauen möchte. Lifetime macht es richtig.

Warum fragt Zollsoft nicht einfach nach der Meinung der Ärzteschaft bevor sie es einen Quatsch einführt? Die ist umsonst und kostet keine 20 Euro + MwSt monatlich pro Arzt..
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Ich kann das nicht wirklich fassen!!!

Wir haben so viele Patienten auf Geundakte App angeschlossen und immer gesagt, dass die APP kostenlos ist. Niemand hat uns von Upgrade erzählt.. Man sollte sich  erstmals darauf konzentrieren, dass der digitale Impfpass mit Gesundakte App ohne eine zweite Idintifikation freigeschaltet wird.

Schade Zollsoft.. Es wäre schön, wenn man das mit den Usern erstmals kommuniziert!!!
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Da bin ich jetzt echt mal sprachlos über soviel Dreistigkeit. Dem Patienten hier ein Monatsabo aufdrücken zu wollen ist unglaublich. Damit disqualifiziert sich die App für 99% aller Patienten. Ich rate meinen Patienten sicher nicht zu einer App, die dem Nutzer ein Abo aufs Auge drückt, um mit mir zu kommunizieren. Da nehmen Patient und Arzt doch lieber das Telefon und die email (trotz DSGVO).

6, setzen!
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Wir werden jede Werbung für die App erstmals einstellen. Ich hoffe, Zollsoft äußert sich bald zum Thema. Auch warum sowas nicht mit uns kommuniziert wurde!!!
Wenn das Stimmt mit den Kosten für die Gesundakte dann muss ich sagen dass ich es auch mehr als unverfroren finde wie Herr Zollmann hier vorgeht. Es passt meiner Meinung nach nicht zu Zollsoft wie hier vorgegangen wird.

Erst anfüttern - dann abkassieren! Man verspricht einen offene Preispolitik und dann sowas hinterhältiges.

Sowas kennt man doch nur von den üblichen APPs im Appstore - wenn man so richtig auf den geschmack gekommen ist heißtbes dann plötzlich ....zahlen sie auf mein Konto sonst funktioniert die App nicht mehr...

Da bin ich mal echt enttäuscht von der Fam. Zollmann.
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Ich gebe zu, dass ich so eine emotionale (und leider aus meiner Sicht auch etwas undifferenzierte) Reaktion nicht erwartet hätte. Die Beta-Phase sollte ja gerade dazu da sein, um auch ein geeignetes Vergütungsmodell zu finden. Der derzeitige Ansatz geht dahin, dass Patienten die es nur ein mal nutzen nicht bezahlen müssen, wer regelmäßig über die Gesundakte kommunizieren will aber mit "in die Pflicht" genommen wird.

Ich denke es ist jedem bewusst, dass eine Entwicklung wie die Gesundakte Geld kostet - und das nicht zu knapp. Ähnlich wie Sie als Ärzte wollen auch Entwickler in der Regel nicht unbezahlt arbeiten, dazu kommen weitere Kosten für Sicherheitsanforderungen und Infrastruktur. Ein nicht unerheblicher Kostenblock entsteht zusätzlich durch den Betrieb einer sicheren und zuverlässigen Kommunikationsinfrastruktur, wie sie hier benötigt wird. Vor allem letzteres sind Kosten, die stark mit der Auslastung, d.h. mit der Anzahl der Nutzer wachsen. 

Die Forderung "Das muss kostenlos sein!" ist also schon mal per se unrealistisch, da etwas was Kosten verursacht (allein per Definition) nicht kostenlos ist. Die realistischere Frage wäre: "Für wen soll es kostenlos sein?" - oder umgekehrt: "Wer soll die Kosten tragen?". Lassen Sie uns ein paar Antworten versuchen:

 

1. Die Krankenkassen?

Herr Spahn hat hier mit den "Apps auf Rezept" zwar ein bisschen was auf den Weg gebracht, dennoch sind wir aktuell relativ weit davon entfernt, dass eine Kassen-finanzierte Gesundakte realistisch wäre. Gerade hierbei stehen auf Kassenseite sicherlich ganz andere Interessen im Vordergrund als eine reine "Ende-zu-Ende"-Kommuniation. Da können wir also (wenn überhaupt) frühestens in ein paar Jahren drüber nachdenken.

 

2. Der Arzt? 

Ein legitimer Ansatz, aber für eine Kostendeckung müssten wir hier deutlich mehr als „10 bis 20 Euro im Monat“ ansetzen - und schon bei geringeren Preisen gibt es ja häufig auffällig heftige Reaktionen und Widerstand aus der Ärzteschaft. Das erwähnte Lifetime ist ein gutes Beispiel, dass der Ansatz für uns vermutlich nicht funktionieren würde, da dort trotz immensem Fremdkapital-Zuschuss das "Überleben" weiterhin unklar ist, wie man z.B. hier lesen kann: Millionenschweres LifeTime kämpft ums Überleben

 

3. zollsoft?

Ebenfalls ein legitimer Gedanke, aber hier sollte man bedenken, dass wir komplett eigenfinanziert sind, unsere Einnahmen ausschließlich von unseren Kunden kommen und vollständig wieder in die Firma bzw. die Weiterentwicklungen fließen. Kurz gesagt gehen sämtliche Mehrkosten die wir haben somit zu Lasten unserer Kunden. Wir sind hier also wieder bei Vorschlag 2., nur in einer eventuell unfaireren Variante - nämlich der, dass ALLE Anwender die Kosten tragen und nicht nur diejenigen, die die Gesundakte auch nutzen. Erklären wir das mal dem Pathologen, dass er ja theoretisch mit seinen Patienten "kostenfrei" Nachrichten austauschen könnte und das somit auch mit finanzieren sollte.

Abgesehen davon gibt es hier noch den Aspekt der oben genannten Betriebskosten, die mit wachsender Nutzung steigen. Das hieße wir als Firma verantworten dann ein Produkt, dass uns immer mehr "negativen Gewinn" verursacht, je mehr Leute es nutzen. Oder anders: Je besser die App, desto schlechter für uns - offensichtlich keine gute Basis für ein erfolgreiches Produkt.

 

4. Die Werbeindustrie?

Ein Ansatz den man sicherlich überlegen kann. Wobei mir die Vorstellung nicht so richtig gefällt, dass ein Patient zusammen mit dem Arztbrief dann auch gleich ein Sonderangebot für das "+10cm in nur 5 Wochen"-Wundermittel bekommt. Die (ernstgemeinte) Frage ist: Wollen wir wirklich die Arzt-Patienten-Kommunikation mit Werbung verwässern? Aus allen Umfragen bisher hat sich für uns ergeben, dass eine Werbefreiheit in so ziemlich jedem Bereich der Arztsoftware angestrebt werden sollte. Wie sieht es hier aus?

 

5. Jemand der sich über Daten freut?

Mit der Bereitstellung von Gesundheitsdaten lässt sich bestimmt sehr viel finanzieren, aber die Implikation wäre ähnlich wie bei 4., nur noch eine Spur drastischer. Deshalb haben wir uns bei der Gesundakte von Anfang an sehr bewusst auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung festgelegt, die es jedem (auch uns) unmöglich macht die Gesundheitsdaten in irgendeiner Form zu verwerten. Die Entscheidung was mit Gesundheitsdaten passiert sollte meiner Ansicht nach einzig bei Arzt und Patient liegen. Eventuell hätte man einen Weg gehen können, bei dem die App kostenlos wird, wenn der Nutzer bereit ist "Datenspenden" vorzunehmen. Mal abgesehen von den rechtlichen Implikationen die hierbei zu klären wären, die Frage in die Runde: Wäre das denn die richtige Richtung?

 

6. Der Patient?

Das ist offensichtlich der bisher von uns präferierte Weg und da die Patienten ja (neben den Ärzten) die direkten Nutznießer einer verbesserten und sicheren Kommunikation sein sollten, ist dieser auch recht naheliegend. Im Gegensatz zu Vorschlag 2. hat dieser Ansatz den Vorteil, dass man hier schon mit deutlich geringeren "Pro Nutzer"-Kosten eine Finanzierung der Aufwände erreichen kann. Wir haben hier einen möglichst niedrigen Betrag angesetzt, der sich zudem über die "Abo-Funktion" jederzeit steuern (bzw. "pausieren") lässt, wenn man die Funktionen nicht benötigt. Die (wieder ernstgemeinte) Frage: Ist eine sichere und direkte Kommunikation für den einzelnen Patienten nicht die 99 Cent wert? Ist der Mehrwert der App wirklich geringer als ein Erweiterungspaket mit Kotz-Smilies für eine Chat-App? Oder als ein Candy-Crush-Bonus-Level? Oder als die (reellen) Kosten eines Arztbriefes? Und wenn der Mehrwert wirklich so gering ist, dann gleich die Anschlussfrage: Macht es dann überhaupt Sinn, Aufwand (Entwicklungs-/Betriebskosten für uns, Zeit für Sie) in eine Anwendung wie die Gesundakte zu stecken?

 

Natürlich haben wir im Vorfeld mit Ärzten - und auch mit Patienten - gesprochen. Das aktuell in der Beta angesetzt Preismodell ist Ergebnis dieses Feedbacks. Wir haben auch sehr bewusst das Preismodell jetzt schon in der Beta eingebaut, da wir das für deutlich fairer und transparenter halten, als es erst später, wenn die App schon im Echtbetrieb ist "aufzuzwingen". Wir sind natürlich auch für Alternativmodelle zur Finanzierung offen und freuen uns über konstruktive Vorschläge und Anmerkungen.

Unser Produktmanagement wird zudem auch gerne direkten Kontakt mit Ihnen aufnehmen und Anmerkungen/Feedback einsammeln.

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Wenn ich das richtig verstehe, hat der Patient doch die Wahl: Entweder normaler Email-Verkehr oder für die Sicherheit 1€ im Monat zahlen. Wird doch niemand gezwungen. Ich verstehe die Aufregung nicht ganz...

Ich kommuniziere viel per mail mit meinen Patienten, bis auf einen Patienten hat das Thema Sicherheit in den letzten Jahren niemand gestört.
Liebe Herr Zollmann, vielen Dank für Ihre Antwort.

Unser emotionales Feedback entsteht sicherlich auch dadurch, dass dies nicht mit uns vorher kommuniziert wurde. Wenn Sie den Usern zuvor mitgeteilt hätten, dass Sie Veränderungen an der Preisstruktur vornehmen und dies auch erklärt hätten, wäre unsere Reakton sicherlich etwas differenzierter gewesen. Einige von uns nutzen die App ja tatsächlich auch schon mit Patienten. Der Patient sieht nicht, dass zollsoft 1€ im Monat bekommt. Er hat das Gefühl, dass sein Arzt das Geld für die digital Kommunikation verlangt. Und das ist peinlich!!

Sie können von uns Kunden/Ärzten keine komplett differenzierte Beurteilung verlangen/erwarten. Wir sind keine Entwickler und keine Softwarefirma. Das ist auch nicht unsere Aufgabe. Wir geben Ihnen nur netterweise Feedback aus unserer, evtl. auch aus Patientensicht, damit Sie ein solches Produkt erfolgreich an den Markt bringen können und es uns ebenso weiterhilft.

Damit wir oder die Patienten für ein Produkt zusätzliche Kosten in Kauf nehmen, müssen Sie einen Mehrwert erschaffen. LifeTime bietet diesen im Moment über die unkomplizierte Arztbriefversendung an. Wie dies sein wird, wenn der eArztbrief mehr genutzt wird, bleibt offen. Die GesundakteApp hat für mich im Moment noch keinen solchen Mehrwert, dass ich dafür mehr Geld bezahlen würde. Die Unkosten in den Arztpraxen (Datenschutz, Hygiene und allg. steigende Ausgaben) steigen im Moment so sehr, dass Kosten-Nutzen-Verhältnisse stark geprüft werden müssen.

Situation 1: Der Patient bezahlt für die App: Dann müssen Sie für den Patienten Mehrwerte schaffen, die unabhängig von der Arztpraxis sind: Medikamentplan mit Erinnerung, Blutzuckermesswerte, Blutdruckwerte, Impfausweis (ist zum Glück schon dabei), Erinnungen für Vorsorgeuntersuchungen, Terminvereinbarungen etc.. Die reine Kommunikation (Nachrichten und Dokumente) mit der Praxis sollten kostenlos bleiben. Ich kann doch nicht eine Nachricht an einen Patienten schicken und der kann sie nur öffnen, wenn er auf Plus upgradet. Das geht in der Arzt-Patienten-Kommunikation nicht. Diese muss frei sein!

Situation 2: Die Arztpraxis bezahlt für die App: Wie gesagt. Aktuell kein ausreichender Mehrwert. Zitat hier von meinem Kollegen ohne Wertung: "dann müssen unsere Arzthelferinnen neben der direkten Kommunikation, dem Telefon, eMails auch noch über die App mit den Patienten kommunizieren."  Wenn Sie vielleicht einen Kommunikationsweg schaffen, der für uns die digitale Kommunikation (App, Mails, eArztbrief, Fax) mit Patienten und Arztpraxen bündelt, dann würde ich hier einen großen Mehrwert sehen.

Ansonsten denke ich, dass es für Zollsoft der Mehrwert sein müsste, Kauf-/Mietargumente für das doch teure tomedo zu schaffen.
Ich denke, dass nicht nur das Geld das Problem ist, sondern auch die Kommunikation. Leider hat man dies nur per Zufall erfahren. Und dann wird man evtl. von Patienten dazu befragt und ist nicht darauf vorbereitet.

Leider ist es generell so, dass man nur per Zufall auf neue Funktionen stößt und diese nicht in ausreichendem Maße kommuniziert werden. Ich würde mir gerne eine offenere Kommunikation im Bereich Entwicklung wünschen, damit man nachvollziehen kann, was neu entwickelt wurde. Vielleicht kann man das ganze in Form eines Entwicklungsblogs gestalten.

Ich äußere mich wirklich selten in diesem Forum.  Aber dieser Vorgang ist leider ausgesprochen traurig. Es zerstört auch viel von dem Vertrauen, dass Zollsoft bisher aufgebaut hatte. Klar ist die Entwicklung einer App teuer, aber wenn die Monetarisierung vom Produktmanagement am Markt vorbei entwickelt wird, dann wird sich eine App nicht halten (das allein ist der Grund warum Lifetime scheitert). Es gäbe natürlich abgesehen von den 6 Punkten oben weitere Monetarsierungsmöglichkeiten. Aber dass man schon die 1. Option und die DiGA (die weitaus lukrativer als 12 Euro pro Patient pro Jahr wäre) einfach abtut, spricht Bände. Der Gesundakte wird es mit diesem Schritt nachhaltig an Reichweite und damit Existenzberechtigung in einem ab 2020 rasant wachsenden DiGA-Markt fehlen. Auch wenn ich mich zwar ärgere, mehr noch tun mir die Entwickler leid, die aufgrund einer Businessentscheidung nun an einem Rohrkrepierer arbeiten.

Wie gehen wir nach dieser Entscheidung mit Zollsoft um?

Es gab keinen dezidierten Vertrag zur Gesundakte und zu den Bedingungen, soweit ich das weiß. Unsere Implementierung beruhte auf Vertrauen. Wir werden in der Zukunft sicherlich keine Features von Zollsoft einsetzen, über die wir keine klare und eindeutige Preisstruktur und AGB bekommen. Das monatelange Engagement die Gesundakte in der Patientenschaft einzuführen stellt sich nun als absoluter Fehler heraus.

So wie wir, haben sicherlich alle Ärzte die Gesundakte als inklusiven Service von Tomedo gesehen. Eben wie die Online-Termin-Vergabe. Die Gesundakte wurde als Feature von Tomedo angepriesen und ist ein Argument bei Zollsoft zu bleiben und nicht zum nächsten AIS-Anbieter zu wechseln. Es war leider an keiner Stelle offen kommuniziert worden, dass es sich allderdings um eine kostenpflichtige App für die Arztpraxis oder den Patienten handeln wird. Stattdessen wurde man in zahlreichen Mails ermuntert in der Betaphase die Patienten zur Gesundakte einzuladen. Sicherlich hätten viele Kollegen, wie wir, sonst zunächst das Preismodell abgewartet bevor wir über 1000 Patienten in die Gesundakte ziehen. Es gab/gibt Alternativen und wir haben, freundlich gesagt, unsere Zeit damit verschwendet die Gesundakte in unsere Prozesse einzubinden, statt die Alternativen einzusetzen.

Diesen Fehler machen wir kein zweites Mal.

Wenn bis zum 1. April 2020 die Kostenfreiheit  dauerhaft nicht zugesichert wird, werden wir uns final von der Gesundakte verabschieden und für eine Alternative entscheiden. Wahrscheinlich wird die Alternative einfach der SIGNAL messenger sein.

Uij, was für ein brisantes Thema!!!

Ich möchte gerne eine werbefreie APP, die auch die Rezeptbestellung online regelt. Da wären 99 cent ok finde ich. Klingt auch nicht nach viel. Wir betreuen ca 3000 Patienten im Quartal und verfügen über einen Stamm von ca. 15000 PAtienten. Wenn alle unsere Patienten die App nutzen, wären das alleine für unsere Praxis ca. 15000 Euro im Monat. Die durchschnittliche Arztpraxis hat vermutlich 900 Scheine pro Arzt und einen Stamm von ca. 5000 Patienten? Sind jetzt geschätzte Daten. Bei 1000 Ärzten, die Tomedo betreut, kommen schon enorme Summen zusammen, die dann mehrere Superapps und ein absolutes Traumtomedo finanzieren könnten. (1000x5000/Monat). Könnte man locker 500-600 Programmierer von einstellen ;-)) Wenn das Geld in die Entwicklung von Tomedo fließt, würde mich das freuen. Vielleicht würden dann auch einige Kinderkrankheiten zeitnah behoben!

Aber bitte dann nicht den Laden an die Compugroup weiter verkaufen!

Die Patienten müssen aber wissen, wer das Geld erhält. Ist das transparent kommuniziert? Mir wäre es unangenehm, wenn meine Patienten denken, ich würde von der App profitieren. Andererseits wäre bei den Summen, um die es geht auch ein Cashback an die Praxis als Vermittler diskutierbar.

Bisher haben wir die App nicht genutzt, weil sie für uns keinen realen Mehrwert bietet. Wie realistisch ist den die Einbindung der online Rezeptanforderung?

Einen schönen 4. Advent an alle Tomedonutzer und an das Tomedoteam wünscht Ralf Kampmann
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Ich habe bisher noch nichts vergleichbares gesehen, eine Softwarefirma traut sich, ungefragt am Arzt vorbei, Geld von seinen Patienten zu fordern.
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Ich möchte jetzt auch einen Kommentar dazu abgeben obwohl ich mich bisher noch überhaupt nicht mit der Gesundakte befaßt habe, aber insbesondere durch den Kommentar von Hr. Kampmann bezüglich der Compugroup angesprochen fühle, da wir gerade von jener gewechselt haben. Ich weiß nicht wer der Autoren hier schon mit der Compugroup zu tun hatte, aber genau deren "Geschäftsgebaren" hat mich dazu bewegt zu Tomedo zu wechseln. Compugroup hat inzwischen eine imense Marktmacht und arbeitet völlig intransparent und komplett an den Ärzten vorbei und diktiert sowohl Ihre Software als auch Ihre Preise wie es Ihnen beliebt. Eine unabhängige Softwarefirma wie Tomedo sollte sich auf dem Markt behaupten können sonst sieht es übel für uns aus! Ich kann die wirtschaftlichen Kalkulationen in keinster Weise beurteilen bin aber persönlich gerne bereit " etwas mehr zu bezahlen" um diese "Konkurrenzfähigkeit" aufrecht zu erhalten ( natürlich gibt es Schmerzgrenzen), zumal ich es als extrem wohltuend empfinde in viele Entwicklungen und Verbesserungen einbezogen zu werden, das geht eienm vielleicht aber nur so wenn man gerade von der Compugroup kommt, aber hier hieß es " friss und stirb" bei jedem Update!

Allerdings möchte ich anmerken, dass, so wie ich es gelesen habe, eine Kostenpflichtigkeit für Patienten ohne vorherige Kommunikation sicherlich ein strategischer Fehler seitens Zollsofts ist, da hätte ich auch meine Probleme mit gehabt (wirtschaftliche Kalkulationen kann ich nicht beurteilen)!

My two Cent's
Ja, das ist in der Tat ein Novum und gehört vorher kommuniziert. Insbesondere weil der Arzt im Vorfeld die App empfahl und er damit in ein schlechtes Licht gerückt wird.

Ich gehöre auch zu den Compugroup-Geschädigten und würde lieber mehr zahlen als in diese Abhängigkeiten zurück.
Ralf Kampmann
Antwort von Herrn Zollmann ist übrigens oben als Kommentar versteckt. Das Forum ist nicht linear, Gott weiss wieso. Das einzige Forum seiner Art.

Johannes, wir müssen hier zwei Positionen zusamenbringen, die Entwickler und die User und das geht meiner Meinung nach schon, aber nicht so wie ihr es macht. Ihr macht da Fehler die ihr durch gute Kommunikation vermeiden könnt.

Mein Vorschlag komprimiert:

- Gesundakte 10 Euro pro Praxis, sollte sich über die Zeit schon rechnen, Selbst bei einem Deutschen Freelancer über 6 Monate sollte die Gesundakte nicht mehr als 350.000 Euro gekostet haben. 1000*10€*12 sind 120000 im Jahr vom Kundenstamm. (Die Berechnung ist natürlich falsch und grob geschätzt aber in solch einem Rahmen bewegt sich in Deutschland die Softwareprogrammerung. Zollsoft arbeitet glaube ich nicht mit Freelancern).

- Arzeko 5 Euro pro Angestellter also User der eine Stechuhr schalten soll. (So viel haben ich bei Timeshift auch gerne bezahlt )

- Arzeko auch ausserhalb Tomedo anbieten ist doch ein isoliertes App. Warum lasst ihr diese Einkünfte aus?

- Tomedo nach Usern abrechnen und damit die Nutzung der Ipads ermöglichen. Das "zu teuer" image und den Wucheraspekt beim kaum benutzen Client loswerden. Sinnlose Einschränkung für den Kunden wie auch Zollsoft durch sparen bei weniger Clients aufheben. Viele andere Zollsoft Mieten würden dadurch besser schmecken wie eben das Arzeko, das dann ruhig etwas kosten darf. Dadurch auch Aufheben der Ungerechtigkeiten der Praxen mit besseren Konditionen, die das selbe zahlen aber Tomedo Clients und Ipads unlimitiert nutzen dürfen (die Existenz solcher Praxen beweist ja auch, dass es geht). Mehr Ärzte würden auf Tomedo wechseln.

- Transparenz. Projekte von Zollsoft darstellen und sich dadurch mit Diskussion helfen lassen, damit keine Fehler passieren wie jetzt bei der Gesundakte und dadurch grossen Unmut im Kundenstamm vermeiden. Architekturprobleme durch Kommunikation vermeiden die später nicht mehr änderbar sind. Beipiele dafür gibt es in Tomedo genug.

- Tickets. Ticketsystem mit ETA und einsehbarer Reihenfolge und Benachrichtigung bei Erledigung. Ohne ETA sind Tickets sinnlos. Die meisten von uns warten auf spezielle Feaures und wissen nicht ob und wann sie kommen oder vielleicht schon längst da sind.

Ich denke schon, dass der Kundenstamm gerne das freie Arzeko und vor kurzem die noch freie Gesundakte gegen eine faire Client und Ipad Politik eintauschen würde. Erzwingen kann man es nicht aber die meisten Praxen würden das Angebot denke ich annehmen.
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Liebe Tomedianer,

ich kann die Aufregung nur bedingt verstehen. Wenn der Gesundheitsminister die Digitalisierung vorschreibt, dann wird es so gehen wie immer. Eine wie auch immer geartete App auf Rezept werden die Kostenträger (Kassen) und ggf. die KVen (also wir) zu gleichen Anteilen zahlen. Der Kassenversicherte Patient wird eine solche App von seiner Krankenkasse zur Verfügung gestellt bekommen und dafür kein Geld zahlen. Eine App, die im wesentlichen nur mit Tomedo kommuniziert wird keine Chance haben. Der Sinn einer solchen App kann ja nur sein, dass Befunde verschiedener Ärzte und Kliniken dort gebündelt werden. Dazu bedarf es erst einmal einer standardisierten Schnittstelle für eine solche App. Solange diese Dinge von der Poltik, den Kassen und der KV nicht geregelt sind, macht aus meiner Sicht die Entwicklung einer solchen App keinen großen Sinn. Geld dafür zu Verlangen ist legitim, wird aber nicht von den Patienten akzeptiert. Bis auf weiteres werden wir in unserer Praxis abwarten.

Wir lassen uns derziet im Rahmen der DSGVO von den Patienten, die einen Mailversand (PDF ) Ihrer Befunde akzeptieren, ein gesondertes Einverständnis geben. Wer nicht einverstanden ist, bekommt eben keine Mail, kann sich seine Befunde aber jederzeit in der Praxis ausgedruckt abholen. Selbstzahler und P-Patienten bekommen die ausgedruckten Befunde auch zugeschickt. Für die Pflege der Dokumente ist der Patient selber verantwortlich.

 

Frohr Weinachten und einen guten Start imns neue Jahr!
Ich habe mir jetzt mal die Gesundakte und Lifetime angesehen. Lifetime ist unglaublich einfach zu installieren und intuitiv zu benutzen. Gesundakte ist ohne Online-Anleitung über das Forum nicht einrichtbar, im Handbuch gar nicht zu finden, das Gesundakte Einrichtungsfenster ist versteckt und das Fenster kryptisch und unverständlich. Abgleich passt, was für ein Abgleich keine Ahnung, Anfragen kommen nicht an, ab zum Server dort soll ein JUS button in der config sein, ist er nicht, auf manuell Java plgins installieren habe ich grad keinen Bock. Was für den Support, toll.

Die Funktion über den Lifeteime Drucker zu senden ist wirklich clever, konnte ich in der demo aber nicht testen. Ich hatte ein Testdokument innerhalb von 10 Minuten auf meinem Handy über inklusiver aller installationen. Dokumente mit Ärzten teilen, diese Funktion sehe ich in der Gesundakte nicht. Der Patient kann mit seiner Versichertennummer das File abholen oder mit einem Code. Das ist deutlich einfacher als "zeigen sie den Code der Angestellten" die die Nummer auch noch abtippen muss, das natürlich nur einmal um für immer verbunden zu sein. Bei Lifetime muss der Patient nicht in der Praxis sein um verbunden zu werden. Ob diese zusätzliche Sicherheit der Gesundakte sein muss ist mir aktuell nicht ganz klar. Komplizierter ist es allemal.  

Was mir an Lifetime nicht gefällt ist eine weitere Fremdfirma der man vertrauen soll und auch noch eine Firma die 7 Millionen in die App gesteckt oder anders verbraten und finanzielle Probleme hat. Meine Kreditkartennummer würde ich ihnen nicht geben, lieber Einzug. Ich glaube Lifetime finanziert sich schon durch den Portounterschied der uns nicht von den Kassen gezahlt wird und kostet 10 Euro netto. Gesundakte soll mich nichts kosten aber den Patienten 1 Euro im Monat für immer. Das bedeutet, dass ich nicht sicherstellen kann, dass ich allen Patienten mit Handy mit der App erreiche, weil es die meisten Patienten gar nicht kaufen.

Lifetime ist einwegig nur in Patientenrichtung, Gesundakte auch zweiweg mit Patientenchat. Lifetime hat eine Art Arztplatform und Kommunikation zwischen den Ärzten soweit ich sehe. Ausser dem verchlüsselten Versand von Dokumenten an den Patienten sind da nicht viele Berührungspunkte.

Keine Leichte Entscheidung eigentlich wäre da nicht das 1 Euro Patientenabo.
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SIGNAL können sie praktisch nicht benutzen, sie wissen nicht wer wirklich mithört, ob Daten wirklich nicht gespeichert werden und dann nicht doch irgenwann herauskommen und sie dann den Supergau haben. Ich denke man muss nicht mit dem Patienten über Chat in realtime sprechen, konnte man früher auch nicht. Meiner Meinung nach ist die billigste, beste und für den Patienten am einfachsten zu handhabende verschlüsselte Kommunikation, die verschlüsselte PDF per Mail. In unsere Richtung unverschlüsslt darf der Patient gerne schreiben, das ist seine Sache man darf nur nicht mit dem Inhalt der Mail antworten.

Wie das gemacht am einfachsten gemacht wird hier:

https://forum.tomedo.de/index.php/24050/pdf-schlussel-per-sms?show=25749#a25749
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