https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-880980

Eigentlich sind eRezept und ePA grundsätzlich eine gute Idee, die Umsetzung aber nicht praktikabel, schlecht durchdacht und nur für GKV Versicherte begrenzt einsetzbar und deshalb eigentlich von vornherein wertlos.
Wir Ärzte werden nicht beteiligt und nach der Praktikablität befragt. Deshalb kann ich die Bemühungen der Kollegen nicht verstehen, bestehende Fehler zu beseitigen und das System doch irgendwie ans Laufen zu kriegen. Solange niemand einen Vorteil davon hat, sollte man sich eher zurück halten und erstmal abwarten, bis alles ohne Ausfall funktioniert. Ich glaube das wird nicht so schnell eintreten, allenfalls wird es eine Option geben, das eRezept neben herkömmlichen Rezepten zu nutzen. Viele meiner Patienten nutzen solche Technologien nicht, bzw. sind noch nicht bereit dazu. Warum ein maschinenlesbarer Code ausgedruckt werden soll, um den dann in der Apotheke wieder auszulesen, erschließt sich mir nicht. Das führt zu keiner Arbeitserleichterung - im Gegenteil - denn ich kann auf dem Barcode nicht mehr rechtzeitig eventuelle Fehler erkennen und entsprechend korrigieren. 

Die Klinik nebenan hat in vorauseilendem Gehorsam für jeden Arzt einen eHBA geordert. Die wissen aber noch nicht wie Sie das einsetzen sollen. Keiner weiß, wo er seine Karte Stecken muss, außerdem existiert momentan keine funktionierende Anwendung für die Klinik. KIM Arztbriefe sind in der Klinik ein weiteres Problem, dass nicht lösbar ist. 

Gut gemeint ist eben das Gegenteil von gut gemacht.

Gefragt in Anderes von (22.6k Punkte)
Bearbeitet von
0 Punkte

1 Antwort

Good news... Aber nur solange, bis die nächste IT-Lobby-Bude neu versucht, das Gesundheitswesen oder -ministerium zu kapern oder auszuplündern und unsere Patienten und uns für dumm zu verkaufen.

Grüße aus dem stürmischen Harz
Beantwortet von (2.2k Punkte)
+1 Punkt
12,010 Beiträge
18,846 Antworten
31,421 Kommentare
6,395 Nutzer