Moin,

wir haben nach mehrmonatiger Testphase jetzt seit 2 Wochen das eRezept für alle GKV-Patienten eingeführt. Das ganze läuft ziemlich problemlos und es bieten sich teils überraschende Erleichterungen im Arbeitsalltag. Ein Problem welches sich jetzt erst zeigt ist, dass sich die eRezepte auch gesteckte eGK und ohne Schein vorbereiten und signieren lassen. Dies birgt das Risiko dass der Patient, wenn er zum Beispiel die eRezept-App hat, nicht mehr in die Praxis kommt. Uns geht einerseits dadurch der Schein inkl. Vergütung verloren und zweitens droht meiner Auffassung nach hier auch Regress für die Medikamente vom Kostenträger.

Wenn ich an unseren Workflow denke bin ich mir noch nicht ganz sicher wie man das am elegantesten löst. Ich würde mir auf jeden Fall eine Warnung wünschen, ggf auch als Status zB "gespeichert ohne Schein" oder einfach als popup (wobei mich das wahrscheinlich Nerven würde). Weiterhin wäre ein Status "geprüft" nicht schlecht, welchen ich setzen könnte wenn ich die Liste durcharbeite. Dieser würde das Rezept noch nicht signieren, jedoch könnte ich sobald der Schein da ist ohne viel Hirnschmalz das Rezept signieren. Hier denke ich wären sicher auch Vorschlage aus der Comunity hilfreich. Wie würdet ihr das Problem gerne lösen?

Gruß von der Ostsee
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1 Antwort

Guten Tag Herr Köntges,

wir könnten beim Vorbereiten des Rezeptes prüfen ob für das aktuelle Quartal bereits ein Schein existiert. Falls nicht könnten wir dann das Rezept mit einem Attribut gesperrt versehen und das auch als Status (ggf. mit Hinweis "Schein fehlt") in der Verwaltung anzeigen. Um es zu signieren und zu versenden muss es dann erst manuell entsperrt werden (nachdem ggf. die neuen Kartendaten übernommen wurden und ein Schein angelegt wurde).

Gibt es weitere Vorschläge dazu?

Viele Grüsse,
Beantwortet von (7.1k Punkte)
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Klingt gut!
Vielleicht ginge so etwas auch für die eAU?
Ginge so etwas auch für die eAU?
Ja, sicher, aber dann würde ich die Diskussion von Anfang des Jahres wieder haben. Das betrifft vorallem BG Fälle und Patienten mit HZV die dann doch via GKV verschickt werden "sollen".
Ich verstehe das mit HZV nicht. Wird das nicht regulär verschickt? In Bayern läuft das wie eine normale GKV.
In Baden-Würtenberg wird die eAU via HZV verschickt. Wenn das nicht geht ist die GKV Variante der Rückfall. In dem fall müsste dann ein extra GKV-Schein angelegt werden obwohl nur die Kartendaten für die AU notwendig sind (welche ja schon am HZV-Schein hängen)
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