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die elektronische arztvernetzung für eAU und eArztbrief für AOK-BaWü HZV teilnehmer bringt uns ärzten mehr geld, die AUs müssen nicht mehr per papier an die aok geschickt werden...

eine gut sache, kollegen aus dem hausärzteverband berichten über die ersten installationen mit anderen softwareanbietern. tomedo kann das noch nicht? ab wann kommt das?

mfg
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Eigentlich bin ich völlig irritiert, dass man mit Tomedo an der elektronischen Vernetzung im HzV in Baden-Württemberg nicht teilnehmen kann. Hier eröffnet sich endlich eine wohl sinnvolle zusätzliche Nutzung der EDV. Es passt eigentlich nicht zu Tomedo dass es da nicht dabei ist.

Sollten irgendwelche rationalen Gründe gegen die Implementierung dieser IT-Vernetzung sprechen, sollte man uns natürlich entsprechend informieren.

MfG
Auch wir sind auf die Vernetzung angewiesen.Tomedo sollte das rasch installieren.

Beste Grüße

W.Hüther, auch im Namen  der anderen 3 PartnerInnen unserer Gemeinschaftspraxis (Bellert/Helas/Rönnefarth)

Liebe Tomedianer, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen, Bitte um Integration dieses wichtigen Tools, dass uns von noch mehr Papierwust erlösen hilft. Die zu erwartenden Mehrvergütungen sind auch bei uns beträchtlich und steigen von Quartal zu Quartal.

 

Jürgen Muthmann
Facharzt für Allgemeinmedizin
Ärztliche Leitung
Hausarztzentrum Schliengen
Freiburger Str. 17
79418 Schliengen
Fon: 01718621008
macjuergenmuthmann@t-online.de

 

Tomedo ist und bleibt für mich ein gutes Produkt, das den Vergleich mit anderen Systemen nicht zu scheuen braucht. Auch wenn ich nicht mehr tgl. in der Praxis bin, läuft die Arbeit mit Tomedo meist glatt und selbsterklärend. DAs soll bitte so bleiben. Dass die Zentrale priorisieren muss, ist klar.

Trotzdem frage ich mich schon, wie eine "entsprechend hohe Nachfrage" gemessen wird und wann denn das "entsprechend hoch" erreicht ist. Eine offene Kommunikation könnte da sicherlich weiterhelfen.

Allen ein schönes Sommer WE
Moin

Dieses Tool würde uns in Niedersachsen ebenfalls gut tun.

Deshalb hier meine volle Unterstützung!

Beste Grüße

Ruben Bernau
Für unsere beiden tomedo-Praxen ist die eletronsiche Vernetzung ebenfalls sehr wichtig! Es ist auch für uns ertaunlich, dass tomedo hier noch nichts umsetzt. In unserer "alten" Praxis arbeiten wir noch mit einer Uralt-Software - hier ist die Erweiterung allerdings schon verfügbar und wir können die Vernetzung nutzen..

Wir hoffen, dass tomedo hier bald eine Lösung anbieten kann.

Beste Grüße, Jonathan Buderer
Auch ich würde in Baden-Württemberg vom Anschluss profitieren, mit mindestens 3000 € im Quartal.

3 Antworten

Die HZV Anforderungen zur IT-Vernetzung sind optional, und nach Entscheidung der Geschäftsleitung wurden und werden nicht in tomedo implementiert.
Beantwortet von (3.3k Punkte)
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Wenn wir entsprechen hohe Nachfrage erhalten, machen wir das natürlich.

wir verlieren im moment ca. 5000 € pro quartal durch die nichtteilnahme. bitte überdenken sie ihre entscheidung. vielen dank.

wie viel praxen/wieviel ärzte müssen dies nachfragen, damit sie ihr „entsprechend“ kriterium als erfüllt ansehen?

danke für ihre konkrete antwort.
Da ich die von Dr. Luckner gewünschte offene Kommunikation auch sehr begrüße, lasse ich Sie gerne an meinen bzw. unseren Gedanken hierzu teilhaben:

Während die "großen" Softwarehäuser i.d.R. dafür bezahlt werden (und nicht zu knapp) um solche neuen Module mit den Kassen zu "pilotieren" (und dadurch bedingt das ganze auch bereits fertig haben, wenn es "öffentlich" wird), müssen wir die Umsetzung der Anforderungen komplett selbst finanzieren. Das wiederum bedeutet, dass wir das ganze entweder aus den Mieteinnahmen aller Praxen bezahlen, oder als kostenpflichtiges Modul anbieten - und somit die Ärzte die dieses auch nutzen an den Kosten beteiligen. All die "üblichen" quartalsweisen Änderungen und Neuerungen im HzV-Bereich subventionieren wir bereits zu einem Großteil aus der "Gesamtmiete" - was ich (wie bereits an anderer Stelle hier im Forum geschrieben) auch fair für alle finde. Bei komplett neuen Vertragsbestandteilen wie der Hausarztvernetzung geht das aber nicht so leicht. Das ist nicht einfach mal mit ein paar Tagen Entwicklungsaufwand erledigt, die sich "querfinanzieren" lassen. Vielmehr gilt es z.B. für die IT-Vernetzung etwa 100 Funktionen - definiert in einem knapp 70-seitigen Anforderungskatalog - umzusetzen. Und das "erschlägt" dann halt nur die Anforderungen einer Kasse in einem Bundesland. In Niedersachsen hat die dortige AOK gerade ein ähnliches Projekt, allerdings mit einem komplett anderen technischen Unterbau und ohne jegliche technische Gemeinsamkeiten zur "Arztvernetzung" aus Baden-Württemberg. Auch in Thüringen gibt es seit einer Weile mit Armin ein hausärztliches Projekt mit vergleichbarem Umfang - wieder ohne irgendwelche Gemeinsamkeiten zu den Projekten der "Schwester-AOKen". Und die AOK Nordost wird scheinbar auch gerade aktiv was die "Digitalisierung" angeht.

Erlauben Sie mir ein Rechenbeispiel für die Umsetzung der Anforderungen der AOK-BaWü - hier haben wir inzwischen eine recht gute Abschätzung über die voraussichtlichen Aufwände: Wenn wir das "Kernmodul" zur Vernetzung (exklusive Hauskomet, welcher selbst nochmal ein extrem programmieraufwändiges Teilmodul darstellt) für 99,- pro Arzt anbieten und davon ausgehen, dass mindestens 90% der (jetzigen und zukünftigen) tomedo-Hausärzte in BaWü dieses Modul nutzen (und auch bezahlen), dann dürften wir (die voraussichtlichen Wartungs-/Pflegekosten für das Modul einberechnet) die Kosten in etwa 5 Jahren drin haben. Mal von den "Wenns" und "Abers" abgesehen ist so ein langer Zeithorizont zur Refinanzierung aus wirtschaftlicher Sicht alles andere als attraktiv - insbesondere wenn man die aktuellen Entwicklungen im Medizinbereich betrachtet kann niemand wirklich abschätzen, ob diese Art der Vernetzung in 5 Jahren überhaupt noch genutzt wird, oder das Modul bis dahin nicht schon längst obsolet ist. Da die "wirtschaftliche Attraktivität" hier für uns aber keine Rolle spielt (wir wollen ja nur die Kosten "irgendwann" drin haben), ist das ein Risiko, was wir gerne noch eingehen können. Viel größer ist bei mir jedoch offen gesagt die Sorge vor den Diskussionen die auf uns zukommen, wenn wir für das Modul zusätzlich Geld verlangen. In Anbetracht der oben erwähnten zusätzlichen Honorare sollten 99,- Euro vermutlich nicht ins Gewicht fallen, dennoch haben wir (insbesondere was Hausarzt- und Selektivverträge - nicht nur im Schwabenländle - angeht) die Erfahrung gemacht, dass es fast immer heftige (und sehr irrationale) Preisdiskussionen gibt, selbst wenn es nur um fünf Euro mehr oder weniger pro Monat geht.

Sie verstehen also hoffentlich unser Dilemma und unsere Zurückhaltung bzgl. der Hausarztmodule: Wenn wir ein solches nicht sofort umsetzen, dann gibt es Beschwerden seitens der betroffenen Hausärzte, dass ihnen jedes Quartal tausende von Euro entgehen. Wenn wir es umsetzen, aber die Nutzer an den Umsetzungskosten beteiligen, gibt es Beschwerden, weil wir den Hausärzten das Geld aus der Tasche ziehen würden. Und wenn wir es auf Kosten aller Praxen umsetzen, dann gibt es Beschwerden, warum wir in "solche Bundesland- und Fachgruppenspezifischen Sonder-Funktionen" Aufwand stecken, aber andere Wünsche denn nicht (oder nicht schnell genug) umgesetzt werden.
Beantwortet von (7k Punkte)
+5 Punkte
Lieber Herr Zollmann,

danke für die offenen Worte.

Damit die Diskussion so offen bleibt, sehe ich nur die Möglichkeit, dass Sie entscheiden, ob ein solches Modul allgemein, also von allen tomedo-Anwendern, finanziert werden soll oder nicht.

Im zweiten Fall sollten Sie bitte ein Angebot an die betroffenen Ärzte erstellen, das aus Ihrer Sicht tragbar ist. Wir Ärzte müssen dann gegen-kalkulieren, ob die Mehreinnahmen so hoch sind, dass es sich lohnt, Ihr Angebot anzunehmen.

Das schließt zwar natürlich nicht aus, dass es trotzdem irrationale Kommentare gibt, es eröffnet allen anderen aber die Möglichkeit, auf einer fairen und sachlichen Ebene Entscheidungen treffen zu können.

Also: Bitte machen Sie uns ein Angebot!
Lieber Herr Zollmann.

Würde, da die Implementation der HZV-Zusätze ja optional ist, es nicht einfach nur reichen die Arztbriefgeschichte einzubauen? Die restlichen 99 der 100 Funktionen müssen ja nicht umgesetzt werden.

Dieser Aufwand wäre dann sicherlich mit 10€ / Monat zu stemmen?

VG

JM
Guten Tag Herr Zollmann,

herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung und den offenen Einblick, den Sie uns geben. Als Anwender bekommen wir so eine grobe Vorstellung, was bei solchen Themen alles im Hintergrund läuft. Wir schätzen diesen offenen Umgang sehr!

Wir schließen uns dem Vorschlag von Herrn Fischer an: ein Angebot für die HVZ-Ärzte in BaWü wäre optimal.

sehe ich nur die Möglichkeit, dass Sie entscheiden, ob ein solches Modul allgemein, also von allen tomedo-Anwendern, finanziert werden soll oder nicht.

Sollte jeder Tomedonutzer das Modul zum gleichen Teil finanzieren müssen, würde ich mich wehement wehren. Wir haben Kosten die sie als Hausarzt nicht betreffen zum Beispiel als ambulant Operierender, die Einstellung eines Krankenhaushygienikers und einer Hygienefachkraft, Pflicht ab 2020, bereits jetzt von einer Begehung bei uns gefordert. Kosten etwa 5000 Euro im Jahr, bezahlt uns niemand. Sie wollen sich sicher nicht daran beteiligen.

Die Lösung ist die Finanzierung wie auch die späteren Kosten des Moduls (Modulmiete) an der Scheinzahl festzumachen. Scheinzahl (P1 P2) x Faktor errechnet durch Finanzierungskosten = Kostenbeteiligung. Genau so später bei der Modulmiete.

So zahlt ein Privatarzt mit Tomedo gar nichts von der Entwicklung, wir wenig und sie sehr viel. Das entspricht der späteren Vergütung durch die Kassen. Der Privatarzt bekommt gar nichts, wir wenig und sie sehr viel.

 

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–1 Punkt

Guten Abend, ich bin zwar Hausarzt, aber nicht in BaWü und profitiere daher (noch?) nicht direkt an der IT-Vernetzung. 

ABER: ich finde es nicht gut, wenn es jetzt die Tendenz geben soll, für jedes (größere) Feature Zusatzkosten zu verursachen. 

Warum kann t2med (auch ziemlich jung am Markt) ALLE HzV-Verträge für 15 € pro Monat anbieten? Die müssen doch auch entwickeln! Von den monatlichen Wartungs-, Miet-, Entwicklungskosten will ich gar nich reden. 

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