Nun wollte ich meinem benachbarten Apotheker einen Gefallen tun und habe mal ein eRezept erstellt - über die extreme Verschwendung von Toner und Papier will ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Es geht um folgendes: natürlich habe ich mich bei der Eingabe der PIN am Cherry vertippt - die wechselnde Anordnung der Ziffern ist zwar ein nettes Sicherheits-feature, führt aber doch gelegentlich zur Falscheingabe. Nun taucht das eRezept aber als versendet auf, eine Möglichkeit, es ereut zu signieren wie bei der eAU finde ich aber nicht. Entsprechend kann der Apotheker nicht darauf zugreifen.

Ist die Möglichkeit einfach nur zu gut versteckt, oder gibt es sie (noch) nicht?
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Ich würde es stornieren und neu ausstellen. Die PIN-Verwürfelung am Cherry lässt sich abstellen!
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Ich finde die Tastaturwechsel tatsächlich gut, ein geübtes Auge erkennt bei einer Standardtastatur die PIN sonst problemlos, und da ich am Arbeitsplatz Einzel-Signaturen mache, ist mir das so ganz recht. Die Fehlerquote ist überschaubar, in dem Falle war der Fehler ganz hilfreich, um eben diese Problematik entdecken zu können. Hier interessiert mich eine Aussage von zollsoft, ob Löschen und neu wirklich die einzige Möglichkeit aktuell ist.
Guten Tag Herr Hoffmann,

verstehe ich Sie da richtig: Sie haben die PIN falsch eingegeben und das eRezept wurde trotzdem versendet?

Eigentlich ist das nicht möglich. Wenn ein eRezept versendet wurde dann wurde es auch korrekt signiert. Ein erneutes Signieren ist dann nicht möglich. Der Apotheker sollte das eRezept dann auch finden, entweder indem er den Patientenausdruck scannt oder das eRezept aus der eRezept-App des Patienten ausliest.

Zur Verschwendung von Toner und Papier: Wenn der Patient ein Smartphone besitzt und die eRezept-App installiert hat ist ein Patientenausdruck nicht notwendig. Selbst wenn der Patient kein NFC-fähiges Handy oder noch keine neue Krankenkassenkarte hat kann er die App benutzen. In diesem Fall können Sie in der Akte im Karteieintrag auf Patientenausdruck klicken, es öffnet sich das Formular und der Patient kann den Sammeltoken oben rechts mit der eRezept-App scannen. Ein Drucken ist nicht notwendig. Die eRezepte sind sofort in der App und können in der Apotheke eingelöst werden.

Viele Grüsse,
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Ja, versandt aber nicht signiert. Apotheker sieht es auch, kann es aber nicht einlösen wegen fehlender Signatur.

Die Nutzung der App wird auch in meiner Praxis die Ausnahme bleiben, da bin ich mir sicher. Meine Patienten sind überwiegend positiv gegenüber digitalen Prozessen eingestellt, dafür sorgt schon mein Patienten-Aufnahmeverfahren - ohne e-mail kein IDANA, ohne IDANA keine Aufnahme... Trotzdem hat niemand Lust, sich eine extra-App zu installieren, Patienten wollen ein Rezept und keine Hausaufgaben.
Das darf / kann eigentlich nicht passieren und ich würde mir das eRezept gerne einmal anschauen. Interessant wäre auch die konkrete Fehlermeldung in der Apotheke. Könnten Sie mir einen TeamViewer Zugang zu Ihrem Server geben (gerne per privater Nachricht hier im Forum oder über unseren Support an mich weitergeben lassen)?
Hallo Herr Wellegehausen,

nur mal so: das Abscannen ist interessant und gut zu wissen, jedoch schauen Patienten nicht auf den Bildschirm bzw. kommen sie nicht hinter die Anmeldung, so dass das direkte Abscannen meistens kein praktisches Vorgehen ist - zumindest bei uns.
So als kontruktiven Vorschlagsidee:

Man könnte doch ein Ipad als "Bildschirmerweiterung" anlegen (oder ggf. direkt über die iPad App?) und das ensprechende Fenster so schieben, dass der Patient(In diese abscannen kann (ohne hinter den Tresen zu müssen).

Vielleicht geht es aber auch direkt über die iPad App (ich verwende aktuell nur die iPhoneApp, da habe ich es nicht hinbekommen), das eRp mit dem Formular und dem QR Code zu öffnen und es dann es zum Abscannen rüber reichen.

Einfacher macht es das Vorgehen aber auch nicht - man spart sich halt Toner und Papier... (dafür ein iPad mehr...)

Vielleicht hat jemand noch eine bessere / praktikablere Idee...

Herzliche Grüße!
Lieber Kollege Schröter, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich weiß, Sie haben sich das eRezept nicht ausgedacht, aber das was Sie beschreiben ist doch der absolute Wahnsinn! Die Digitalisierung soll uns das Leben einfacher machen, uns einen Mehrwert liefern - was Sie beschreiben ist das exakte Gegenteil! Wie gesagt, nicht angegriffen fühlen, es ist schön, dass Sie Ihre Lösung hier mit uns teilen, aber ich hoffe, die Programmierer sehen an diesem Beispiel, wie irre das aktuell ist! Ich kaufe jetzt sicher keine 3 iPads und zahle drei weitere Lizenzen, damit der Patient nen QR-Code scannen kann.
Hallo zusammen,

ich möchte ebenfalls noch gerne auf die hier netterweise geschilderten Optionen und Ideen eingehen sowie eine kurze Vorabinfo geben was bereits durch die Gematik geplant ist.

Ich bin der Meinung, dass versicherte die technikaffin sind und mit einem Handy in die Praxis gehen, auch n ichts dagegen hätten eine entsprechende App für das eRp zu installieren. Dies könnte neben der Nutzung der offiziellen eRp App der gematik zukünftig auch unsere arzt-direkt App sein. Über diese werden Sie auch die Möglichkeit haben eRp zu erhalten um diese dann in der Apotheke vor Ort einzulösen oder z.B. auch an eine gängige Versandapotheke weiterzureichen.

Das Fotografieren des Data-Matrix Code in der Praxis halte für gewagt, da Sie sich dann auch immer darauf verlassen müssen, dass die durch den Versicherten erstellten Fotos eine sehr gute Qualität haben umd diese dann in der Apotheke durch den Scanner eindeutig zu lesen. hier sollte man gewiss sein, und da möchte ich niemandem zu nahe treten, dass es den einen oder die andere Rückläuferin in die Praxis geben könnte.

Aktuell befindet sich genau für die Fälle der Nichtnutzung von Apps und auch dem nicht gewünschtem Ersatzverfahren per Ausdruck die Alternative in der Planung der Umsetzung, dass das Einlösen von eRp dann auch einach per stecken der eGK in der Apotheke erfolgen kann.
Hier wäre dann zum aktuellen Stand vorgesehen, dass Sie im Gespräch mit Ihrem Versicherten glaubhaft versichern, die Verordnung erfolgreich ausgeführt zu haben. Es ist nicht vorgesehen hier wieder etwas schriftliuches oder digtales dem Versicherten zu übergeben. in dem Fall könnte man ja auch gleich wieder mit dem Patientenausdruck arbeiten.
Der Versicherte authentifiziert sich dann einfach per Stecken seiner eGK in der Apotheke und erhält noch Prüfung sein verordnetes Medikament.
Für diesen Prozess gibt es bereits eine Vorab-Spezifikation für AVS Systeme und Ende August wird die finale Version erscheinen. Aktuelle Planung ist, dass Apotheken mit Ihrem AVS dies im Laufe des 4. Quartals anbieten.

Ich kann mir mittelfristig sehr gut vorstellen, dass dieses "Ersatzverfahren" die eine oder andere Lücke in Ihren Praxen schliesst und die Akzeptanz zum eRp damit weiter steigt. Natürlich auch bei den Versicherten.

Viele Grüße,
Marc Kansy
@marckansy das hört sich doch mal gut an, licht am ende des tunnels
über eGK - das ist prima und hätte womöglich den pos. Nebeneffekt, dass in Zukunft die Karte am Mann/Frau ist.

Der Versicherte authentifiziert sich dann einfach per Stecken seiner eGK in der Apotheke und erhält noch Prüfung sein verordnetes Medikament.
Für diesen Prozess gibt es bereits eine Vorab-Spezifikation für AVS Systeme und Ende August wird die finale Version erscheinen. Aktuelle Planung ist, dass Apotheken mit Ihrem AVS dies im Laufe des 4. Quartals anbieten.

Ich kann mir mittelfristig sehr gut vorstellen, dass dieses "Ersatzverfahren"  ...

Lieber Herr Kansy!

Ich weiß, Sie können nun gar nichts dafür, aber ich bin gerade vor Lachen fast vom Stuhl gefallen ...

So sollte es eigentlich von Anfang an als Primär-Weg funktioniert haben: eRezept ausstellen, der Pat holt es mittels KVK in der Apotheke ab.

Als Luxus-Version eine App.

Es ist fast zum Heulen, dass der KVK-Weg jetzt als Ersatzverfahren nachträglich implementiert werden soll. Für die ältere Bevölkerung ist DAS der normale Weg!

Hallo Herr Cepin,

ja da sprechen Sie mir aus der Seele und ich kann nur bestätigen, dass dies auch aus meiner Sicht von Anfang an die präferierte Lösung sein sollte.
Man muss aber auch hierbei wissen, dass man als Versicherter keine Übersicht der verordneten Medikamente hat und auf diesem Weg z.B. die Wahl einer Onlineapotheke auch nicht funktioniert.
Aufgrund der fehlenden Komfortfunktionen dient dieses Verfahren nur als Ersatz. Wird sich m.E. aber auch schnell etablieren und genutzt werden.

Viele Grüße,
Marc Kansy
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