Ich habe die iPad´s vor allem wegen der Option, Dokumente unterschreiben zu können, angeschafft.

Im Rahmen der Impfkampagne nutzen wir diese Funktion verstärkt. Wir hatten ein Problem mit einer sehr langsamen Datenübertragung, indem unterschriebene Dokumente erst mit großer Verzögerung in der Patientenakte aufgetaucht sind. 

In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass unterschriebene Dokumente nachträglich noch verändert werden können, wenn Sie am iPAD geschlossen werden. Das ist gefährlich!

Schließt man das gleiche CustomFormular am PC wird immer ein nicht veränderbares Dokument erzeugt.

 

Schließt man am iPAD das Formular mit dem Befehl „fertig“ kann es hinterher nämlich im gegensatz zur Bearbeitung am PC noch verändert werden. Erst wenn man es mit „sperren“ verläßt, wird das Formular so geschlossen, dass es nicht mehr veränderbar ist. Diese Logik soll laut Auskunft vom Support auch beibehalten werden, weil viele Kollegen nachträglich Änderungen an den Formularen vornehmen wollen. Vermeintlich rechtssicher unterzeichnete Dokumente werden auf diese Weise behandelt wie ein Karteieintrag. 

Bei unterschriebenen Dokumenten darf so etwas aber auf keinen Fall vorkommen, das wird jeder Anwalt bestätigen. 

 

Ich stelle das Problem hier zur Diskussion, weil meines Erachtens nur eine Kopie des Customformulars geöffnet werden darf, das Original muss unverändert als Karteieintrag stehen bleiben nur dann besteht eine Rechtssicherheit. 

Für Zollsoft dürfte es absolut kein Problem sein, beim Öffnen eines gespeicherten Dokuments zwei Optionen anzubieten, nämlich schreibgeschützt öffnen oder nicht. Nur wenn man es nicht schreibgeschützt öffnet, wird eine Kopie erzeugt, die man dann verändern kann wenn das Original bestehen bleibt. 

Meines Erachtens muss hier umgehend etwas geschehen. Bitte um Unterstützung meines Vorschlags.

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Sehr geehrter Herr Kollege Klaproth,

vielen Dank für Ihren beitrag. Ich bin ganz Ihrer Meinung. Auch wir arbeiten für Dokumente wie Patientenanmeldung, Schweigepflichtsentbindungen usw. mit dem iPad und der Patientenunterschrift. Es ist wichtig, dass diese Dokumente nachträglich nicht verändert werden können.

Ich danke dem Zollsoft Team für das Implementieren.

Beste Grüsse

Georg Bohn
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Diese Logik soll laut Auskunft vom Support auch beibehalten werden, weil viele Kollegen nachträglich Änderungen an den Formularen vornehmen wollen.  

Das glaube ich jetzt nicht, das kann doch nicht wahr sein. Wie stellt sich Zollsoft das vor? Was ist das?  Beihilfe zum Betrug durch die Praxissoftware? Was soll das? Wenn ein Patient ein Formular unterschreibt, unterschreibt er den aktuellen Zustand des Formulars. Er geht davon aus das nichts aber auch garnichts geändert wird oder geändert werden kann. Ich als Arzt gehe davon aus das nichts und rein gar nichts geändert werden kann was der Patient unterschreibt damit es möglich rechtssicher ist. Das ist genau der Punkt warum man Programme  wie EcoDMS benutzen muss, genau das ist die Definition von nicht revisionssicher was Zollsoft da macht. Nach einer Unterschrift kann es keine andere Methode geben als das Dokument abschliessen so gut es technisch möglich ist. Es kann danach keine option auf Editierbarkeit geben, das geht einfach nicht.

Was frage ich nach einer fortgeschrittenen digitalen Unterschrift oder einer qualifizierten wenn Zollsoft es nicht mal die einfachsten Grundlagen von Dokumenten einhält?

Mit der Editierbarkeit eines unterschriebenen Dokumentes gefährdet Zollsoft die Glaubewürdigkeit des ganzen Systems und allen unseren Einträgen.

Wer ist verantwotlich für die Rechtssicherheit in Zollsoft? Weiss dieser nicht, dass ein Dokument, vor allem Unterschrieben einen Endzustand darstellt der nicht geändert werden darf? Was denkt er ist Revisionssicherheit? Das ist was ich seit Monaten predige, dass Zollsoft eine Verantwortung hat.

Mir läuft es kalt den Rücken runter und Zollsoft braucht dringend juristische Hilfe. Ich kann nicht alles ausserhalb von Tomedo speichern weil Zollsoft rechtliches Freestyle betreibt.  

Bitte sofort einen Anwalt für das Rechtliche in Tomedo verantwortlich machen. Der sagt ihnen ganz schnell wie Dokumente digital state of the art gesichert ohne verändert werden zu können, zu sein haben weil er sonst kündigt. Dazu gehören Rechnungen, Aufklärungen, Verträge mit dem Patienten, Einwilligungen, Arztbriefe, OP-Berichte etc. 

Mit solchen Aktionen gefärdet sich Zollsoft selbst und seine Kunden auch. Uns.

Ich empfehle auch den Faden zu löschen bevor die Presse davon Wind bekommt und alle Anstrengungen auf die Rechtssicherheit zu konzentrieren. 

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stimme vollkommen zu. auch ich habe bei Aufklärungen/Anamnesebögen festgestellt, dass hier nichts final ist, was mehr als fragwürdig ist...
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Ich kann nur den Kopf schütteln, bin wirklich baff. Ich habe es vorhin probiert, man kann tatsächlich neben der Patientenunterschrift alles ändern was man möchte. Das ist Crazy. Die Argumentation, man könne es ja "sperren" ist absoluter Wahnsinn. Diese Option darf es nicht geben

Habe deswegen auch schon mit verschiedenen Stellen bei zollsoft gesprochen. Einhellige Meinung: rechtssicher. (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker --> der haftet)

Sogar die Unterschrift kriegt man wieder weg

Dann hat man Pech gehabt.

Ich frage mich was ich jetzt machen soll wenn meine CF alle nicht gespeichert sind, wenn ich sie am iPAD anlege. Wenn ich die CF am PC anlege sind die dagegen nicht mehr zu verändern, man kann Sie nur löschen.
https://forum.tomedo.de/index.php/38705/wie-arbeite-ich-in-tomedo-rechtssicher

drucken- scannen - drucken- scannen -drucken- scannen und in eine rechtssichere Software bringen, aber wozu haben wir dann die Ipads?

Ich frage mich eher wie man Zollsoft dazu bringt rechtliche Vorgaben nicht vollständig zu ignorieren.

Für Zollsoft dürfte es absolut kein Problem sein, beim Öffnen eines gespeicherten Dokuments zwei Optionen anzubieten, nämlich schreibgeschützt öffnen oder nicht. Nur wenn man es nicht schreibgeschützt öffnet, wird eine Kopie erzeugt, die man dann verändern kann wenn das Original bestehen bleibt. 

Das nennt man dan Versionierung, revisionssichere Programme machen das so. Unterschriften werden hierbei aber bei Änderung gelöscht auch wenn sie nur fortgeschrittene digitale Unterschriften ohne Zertifizierungsstelle sind wie sie Tomedo nutzt. 

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Guten Morgen,

ich versuche hier mal etwas die Wellen zu glätten... ^^

Die Custom-Formulare sind ein Werkzeug um nutzerspezifische Formulare abzubilden. Und das sind nicht nur Patienten-Formulare. Man sollte - bitte nicht böse sein - nicht immer nur seinen Workflow im Fokus haben. Ich denke da nur an das Beispiel des Laufzettels, der von vielen Nutzern Schritt für Schritt augefüllt und unterschrieben wird. Hier kann man das Formular nicht komplett sperren. 

Deshalb hat hier der Nutzer (die Praxis) die Möglichkeit das Formular direkt beim Speichern zu Sperren oder nicht. (Hinweis: Das Sperren der Custom-Formulare in der tomedo macOS Anwendung passiert nur/auch dann, wie in der tomedo iOS App, wenn das Formular gedruckt wurde).

Um es den Praxen hier leichter zu machen, gibt es in den Einstellungen der iOS App den Punkt Formulare > "Speichern erlauben". Schaltet man das als tomedo Admin ab, dann können die Formulare beim Speichern nur noch gesperrt werden.

Und wenn man die Formulare beim Speichern sperrt, dann kann man Sie auch nicht mehr ändern. Das sollte der Nutzer dann auch tun, wenn das bei einem Formular benötigt wird. (tomedo ist letztlich nur ein Werkzeug. Und auch papier-basierende Formulare kann man  nachträglich ändern oder zerreißen, man sollte es bei rechtlich verbindlichen Dokumenten nur nicht tun.)

Aber wie schon bei der Diskussion bei den Pflichtfeldern und beim digitalen Signieren, verschließen wir uns auch hier nicht einer kundengetriebenen Weiterentwicklung. Wir haben das gerade in der Entwicklung diskutiert. Um alte Workflows von anderen Praxen nicht gänzlich abzukündigen, gibt es aktuell die Ideen:

  1. dass eine Unterschrift nur bestimmte ausgewählte Felder eines Custom-Formulars unterschreibt, und der Rest editierbar bleibt
  2. oder dass eine Unterschrift nur die ausgefüllten Felder eines Custom-Formulars unterschreibt, und der Rest editierbar bleibt
  3. oder der Nutzer erhält im Editor ein Formular so zu markieren, das es beim Speichern immer automatisch gesperrt wird

Was halten Sie von davon?

 

Beste Grüße, Ihre tomedo Entwickler

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Vielen dank Herr Klauke

ich hoffe Sie sind auf dem Weg das Problem zu entschärfen. Grundsätzlich darf man ein unterschriebenes Dokument nicht mehr ändern können, es Sei denn, es kommt eine zweite Unterschrift mit Datum dazu.

Meine Vorschlag ist doch nur, als Anforderung das Customformular grundsätzlich schreibgeschützt zu speichern. Wer es ändern will, muss dann eine Kopie erstellen, wobei zwingend der Inhalt aller Unterschriftsfelder automatisch gelöscht werden muss.

Herr Klauke, hat Zollsoft keine Ahnung wie man das Arztsystem rechtlich absichert?

Wenn Zollsoft rechtliche Unterstützung hätte würden sie sowas nicht schreiben dürfen.

  1. dass eine Unterschrift nur bestimmte ausgewählte Felder eines Custom-Formulars unterschreibt, und der Rest editierbar bleibt

 

Was soll das für ein Dokument sein das jemand unterschreibt und sie es dann noch weiter editieren können?  Würden sie ein Auto kaufen dessen Kaufvertrag mit Bleistift geschrieben ist (Teile gerne mit Kugelschreiber geschrieben) und der Verkäufer hat einen Radiergummi in der Hand?

Was können wir mit so einem Dokument anfangen? Das ist doch für den Mülleimer. Alleine das öffnen eines Dokumentes in einem Editiermodus grenzt an Betrug wenn die Unterschrift nicht gelöscht wird und ein neues Dokument angelegt wird. Das muss ich ihnen doch nicht erklären!

Es ist schlimm genug, dass nach 4 Jahren Ipad immer noch keine Qualifizierte oder zumindest fortgeschrittene digitale Unterschrift mit Zertifizierungsstelle vorhanden ist, nicht mal überteuert. Ich habe zwei Ipads gekauft weil ich mir dachte OK eine einfache digitale Signatur aber zumindest ist die Datei nicht änderbar, Ich habe heute mein Personal angewiesen wieder auf Papier unterschreiben zu lassen und habe alle Unterschriftenfelder aus den Tomedoformularen genommen. Warum? Weil Zollsoft Revisionssicherheit nicht zu verstehen scheint.

Papierlos ist unmöglich ohne Revisisionssicherheit und einer adäquaten elktronischen Signatur. Jeder der mit Tomedo papierlos arbeitet bewegt sich rechtlich auf ganz dünnem Eis. Das Ipad mit Tomedo IOS und Apple Pencil zum unterschreiben ist richtig gefährlich, es gaukelt vor rechtssicher zu sein. Das ist ihren Kunden gegenüber unfair.

Ich empfehle einen Anwalt in Festanstellung.

 

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Was wirklich traurig ist, die Arbeitserleichterung durch digitale Unterschrift und ohne Papier mit den Aktionsketten  ist enorm. Ohne eine rechtlich abgesicherte digitale Unterschrift und ohne klare Linie in der Revisionssicherheit, wie in diesem Faden aufgezeigt, ist das aber unmöglich und wird auch nie möglich, wenn das so bleibt.
Ich habe mir Gedanken gemacht wie man das Problem lösen kann.  Ziel der Überlegung ist es Zollsoft möglichst wenig Arbeit zu machen, uns Praxen rechtlich abzusichern und Tomedo besser zu machen. Ich glaube mit der Überlegung ist papierloses Arbeiten möglich. Ein Meilenstein für Tomedo wenn man so möchte.

ich habe jetzt dank Christian, seinen Aktionsketten und dem Ipad papierloses Arbeiten zwei Wochen lang gestestet. Die Arbeitsentlastung ist extrem und dieser Zustand ist unbedingt erstrebenswert und zwar so bald wie nur möglich. Meine Angestellten haben sichtlich aufgeatmet ohne das "non-stop scannen". In der digitalen Hybridpraxis scheint das auch die Hauptaufgabe zu sein: auf den Drucker zu warten und scannen. Und es wird kontinuierlich schlimmer, je mehr wir aufklären müssen wie zuletzt nach der DSGVO und GoBD.

Rechtlich war die Praxis natürlich mit Tomedo auf so dünnem Eis, dass es einem schlecht wird.

 

Papierlos und rechtlich sicher ist aber möglich unter den aktuellen Mitteln die uns zur Verfügung stehen. Fiscal/Steuerlich ist das ja schon erledigt erledigt, Revisionssichere Programme wie EcoDMS liefern die rechtliche Sicherheit in der Revision und das Finanzamt nickt die Vorgehensweise schriftlich ab. Fertig. Papierlos ist hier bereits möglich.

Bei Patientenunterlagen fehlt uns genau diese Rechtssicherheit. Zwei Gründe:

- die digitale Unterschrift

- fehlende Revisionssicherheit

Die Lösung ist recht einfach. Wenn Zollsoft sich die Voraussetzungen für Revisionssicherheit genauer ansieht, weiss es recht schnell, dass Tomedo hiervon sehr weit entfernt ist. Einige Anforderungen sind technisch auch kaum und sehr schwierig umzusetzen. Für Zollsoft wäre das ein Kraftakt der in keinem Verhältnis steht. Das wird auch nicht passieren. Der zweite Punkt ist die rechtlich abgesicherte digitale Unterschrift, die ist auf dem Ipad lange überfällig ist, und der Grund ist, warum ich nie Ipads benutzt habe seit 2015 als wir auf Tomedo umgestiegen sind. Nach Gesprächen mit der Softwarefirma die für Perimed die Unterschrift absichert ist die Qualifizierte Digitale Unterschrift aktuell nicht praktikabel. Es muss rechtlich geklärt werden, aber mir scheint das derzeitige Maximum an Rechtssicherheit ist die Fortgeschrittene Digitale Unterschrift, mit einer externen Zertifizierungsstelle und dem eHBA. Die Patientenseite muss geklärt werden. Reicht der Besuch? Aber gehen wir davon aus, dass dies rechtlich möglich ist. Die digitale Unterschrift wäre geklärt bis die Qualifizierte Untershrift durch den neuen Personalausweis möglich wird.

Was nun mit der Revissionssicherheit? Tomedo hat diese Sicherheit nicht und wird sie nicht haben, und nach allem Anschein verfolgt Zollsoft auch die Politik so wenig Verantwortung zu übernehmen wie nur irgend möglich. Das ist für den schwer zahlenden Kunden nicht schön aber er muss es akzeptieren. Die Lösung ist, die Verantwortung der Revisisonssicherheit komplett abzugeben. Das ist einfach möglich indem man das unterschriebene Dokument/File sofort an eine andere Software übergibt die sich ausschliesslich mit Revisisonssicherheit befasst. Hier bietet sich wiederum EcoDMS an. Es könnte direkt über Schnittstelle mit den unterschriebenen Dateien gefüttert werden. In Tomedo könnte eine nicht änderbare Ansichtsdatei bleiben. Ein einfacher Export in einen Ordner wäre auch möglich, auch etwas was das "Export crowdfund" wollte aber rechtssicherer ist sicher der direkte Transfer über die Schnittstelle. Wieder etwas anwaltliches, das es zu klären gilt. Mit einem einfachen Filexport wäre automatisch die Nutzung aller revisionssicheren Apps möglich. Ausser EcoDMS können ja weitere Programme folgen aber ich kennen keine die so günstig ist, gut fuktioniert und vom Finanzamt sofort abgenickt wird. Alle Dokumente die eine digitale Unterschrift tragen sollte so behandelt werden. Zollsoft wird so die heissen Kartoffeln los.

Zusammenfassend ist die Lösung, dass Zollsoft eine rechtlich sichere Unterschrift anbietet, die ja schon lange überfällig ist, und die Verantwortung der Revisionssicherheit des digital vom Patienten und/oder Arzt unterschriebenen Dokumentes abgibt. Tomedo kann dann so bleiben wie es ist, verdient noch einiges über die Zertifizierung der Unterschrift und als Nebeneffekt ist das Ziel der papierlosen Praxis rechtssicher erreicht.
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Lieber Herr Klauke

Sie möchten die Wogen glätten und das verstehe ich. Aber je länger ich über dieses Problem nachdenke, umso deutlich wird mir die Gefahr, in der ich mich befinde. Und da können Wogen nur geglättet werden, wenn etwas zur Sicherheit der Nutzer getan wird. Das kann nicht bedeuten, dass wir alles auf Papier drucken und 10 Jahre aufbewahren. 

Als ärztlicher Gutachter berate ich seit mehr als 20 Jahre einen überregionalen Versicherer, der große Krankenhausträger, aber auch Arztpraxen, versichert. Wenn der gegnerische Anwalt die Dokuentensicherheit anzweifelt oder nachträgliche Änderungen zu Ungunsten  des Anspruchstellers vorträgt und das glaubhaft machen kann, ist jeder Prozeß verloren.

Nun zum eigentlichen Problem:

Bei Tomedo ist es möglich, dass ich ein unterschriebenes Dokument im Nachhinein ändern kann, das darf nicht sein! Bei Texteinträgen in der Kartei ist das wohl tägliche Praxis aber das war eigentlich schon immer verboten, es sein denn, es handelt sich um eine Ergänzung beim selben Besuch. De facto müßte man einen neuen Karteieintraanlegen oder jede nachträgliche Ergänzung besonders kenntlich machenDie Meisten unserer Kollegen gehen wohl noch mal hinterher Ihre Karteieinträge durch und machen den letzten Feinschliff, das heißt, sie fassen vieles mehrmals an und legen dafür keinen neuen Eintrag an, denn dann würden die den Überblick verlieren. Das ist überall tägliche Praxis und soll auch unbedingt so bleiben können.

Nach dem Versenden eines Briefes legt Tomedo automatisch ein pdf. an. Das müsste auch mit jeder gedruckten Rechnung passieren. Vor allem bei unterschriebenen CustomFormularen darf das nicht anders sein. Entweder ist der vom Patienten unterzeichnete Karteieintrag nicht editierbar oder muss als pdf. automatisch abgelegt werden, sobald es ein Unterschriftsfeld enthält. Da darf nicht mehr eine Zeile nachträglich geändert werden dürfen. 

 

Beweiskräftig ist nur eine fortgeschrittene digitale Unterschrift. Für den Nachweis der tatsächlich vom Patienten geleisteten Unterschrift müsste ausreichen -  wenn der Patient seine Karte steckt und mehrere Mitarbeiter bezeugen können, dass der derjenige auch tatsächlich vor Ort war. Wenn aber ein am iPAD unterschriebenes Dokument im Nachhinein veränderbar ist, dann ist die Unterschrift wertlos.

 

Den Wunsch nach einer nachträglichen Änderung von Karteieinträgen kann ich verstehen, weil die Meisten der Kollegen Ihre Karteieinträge noch einmal überarbeiten und keine Ergänzungen in separaten Karteieinträgen machen möchten. Aber alles andere ist de facto eine „Fälschung“.

 

Die Karteikarte in Tomedo sehe ich als Tabelle bzw. Datenbank, die ich nach Belieben auswerte und mir Informationen dort herausziehen kann, wo ich Sie gerade benötige. In die Karteizeilen gehe ich deshalb nur noch ganz selten. So etwas macht das Arbeiten leichter. Der Arztbrief ist dann die Gesamtzusammenfassung eines Besuchs, da steht dann alles drin und wird nach dem Versenden, egal in welcher Form, in Tomedo als pdf abgespeichert.

 

Die Karteieinträge sind in meinen Augen nur ein Überbleibsel der altgewohnten Karteikarte. Mir ist egal, wieviele Einträge dort täglich stehen. Die Anamnese wird bei mir an mehreren Arbeitsplätzen erhoben, deshalb habe ich auch entsprechend viele Karteieinträge desselben Typs an einem Behandlungstag und noch mehr in einem Behandlungsfall. 

 

Ich nutze dieses Prinzip auch, indem ich bei jedem Besuch eine Kopie des alten CustomKarteieintrags erstelle. Das passiert für die Anamnese sogar mehrmals bei einem Besuch, je nachdem wie oft wir den Patienten befragen. Dadurch habe ich 2 oder mehrere Karteieinträge für die Anamnese an einem Tag, je nachdem wer den Patienten befragt hat. Das ist für viele scheinbar umständlich, und sie denken offenbar, zu viele Einträge erschweren die Übersicht, das Gegenteil ist der Fall.

 

Routinemäßig editiere ich bei der Briefschreibung die letzte Version jedes CustomKarteieeintrags in einem Texteintrag und erst nach finalen kleinen Änderungen oder Ergänzungen werden diese verschiedenen Karteieinträge im Arztbrief übernommen. Alternativ kann ich über ein Textmakro auch auswählen, ob und welche älteren CustomKarteieinträge ich in einem beliebigen Textkarteieintrag übernehmen möchte. Das erspart mir die Suche in den Karteieinträgen. So kann ich noch Monate später einen Arztbericht erstellen, ohne die Karteikarte zu durchforsten.

 

 

 

 

 

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Genau so ist es Christian. Die fortgeschrittene digitale Unterschrift sehe ich etwas anders aber wir sind beide keine Juristen und wissen nicht, was bei einer digitalen Unterschrift aktuell genau notwendig ist um rechtssicher zu sein. Ich denke so weit wie nur technisch möglich in richtung Qualifizierte Unterschrift.

Zur Revisionssicherheit, wie ich im obigen Vorschlag geschrieben habe, abgeben! Viel zu gefährlich für uns und Zollsoft wenn Zollsoft das macht. Ein Praxissystem wird schnell unbrauchbar wenn es komplett revisionssicher ist, wir haben doch Befugnisse wie du auch schreibst und in Teilen revisionssicher geht nicht. Das Dokument muss raus aus Tomedo und in einen revisionssicheren Speicher. Alles was ein Unterschrift hat. Wäre mein Crowdfund nicht abgeschmettert worden wie in Tennisball beim Aufschlag bei Wimbledon, hätten wir das schon.
Ich hoffe es ist klar, dass der Zustand nicht so bleiben wird und Zollsoft als absolutes  Minimum und, schlecht für Zollsoft und den Kunden, dazu gezwungen werden wird, deutliche Hinweise zu setzen, wann der Kunde einen Rechtsbruch begeht und wie er ihn vermeidet und damit die Nutzung des Ipad unmöglich macht. (zum Beispiel, dass die Unterschrift nicht rechtssicher ist und keine Revisionssicherheit der unterschriebenen Dokumente in Tomedo besteht) Ich hoffe es ist klar, dass die Ärzteschaft das kann. Zollsoft fügt hier potenziellen Schaden zu.

Ich denke aber das Dilemma kann für beide Seiten ohne Aufruhr, sogar mit Vorteilen aus der Welt geschafft werden (autom. pdf Generierungen, autom. Export in die Revisionssicherheit, Qulif. dig. Unterschrift, Verdienst für Zollsoft, papierlose Praxis für den Kunden).
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Ist das Problem Zollsoft nun hinreichend klar oder soll ich weiter ausführen?

Die Praxen wollen rechtlich sicher arbeiten auch ohne Papier und ihre wichtigen Dokumente revisionssicher speichern?

Zollsoft/Tomedo möchte keine rechtliche Verantwortung in Tomedo übernehmen, gaukelt aber Rechtsicherheit bei Unterschriften und Dokumentenspeicherung vor?

Lässt sich diese Problematik nicht lösen, indem die digitale Unterschrift auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wird, alle Dokumente als pdf gespeichert werden, damit wir sie automatisch im Hintergrund, einem nachweislich revisionssicheren System zuführen können?   Tomedo kann dann weiter alles rechtlich auf den Kunden abwältzen? Wäre etwas Hilfe bei dieser "ich habe damit nichts zu tun" Einstellung nicht fair?

Schwierig dem Kunden digitale Rechtssicherheit zu ermölichen? Bleibt Tomedo ein Print&Scan Copyshop?
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Hallo aus Verden: die Formulare und Customeinträge können doch eigentlich von tomedo als PDF gespeichert werden? Das sollte in der Umsetzung einfach für Tomedo umsetzbar und für uns Ärzte rechtssicher sein? gruß Ralf Kampmann
Das ist der erste Schritt Ralf, das reicht aber bei weitem nicht wenn man das Ipad ohne Papier benutzen will. Das ist ja der Sinn des Ipads mit Unterschrift, oder nicht? Die Unterschrift hält nicht stand und die Revisionssicherheit in Tomedo auch nicht. Das heisst die Unterschrift muss besser werden und das unterschrieben pdf muss in Kopie raus aus Tomedo.
Hallo Ralf

Ich kann CustomFormulare nicht als pdf verschicken oder ausdrucken. Das klappt nur gewaltige Umweg.

 

VG aus Husum
@Christian Klaproth: Ich habe das Problem glaube ich noch nicht ganz verstanden. Wie Herr Klauke erklärt hat ist ja bereits praxisweit einstellbar ob die iPad-Formulare im Nachhinein editierbar sind oder nicht. Wenn Sie das bei sich entsprechend einstellen, haben Sie also genau das was Sie wollen, oder? Und Revisionssicherheit ist sowieso gewährleistet, weil auch die nachträglichen Änderungen protokolliert sind. Wenn in einem Rechtsstreit ein Gutachter Zweifel hat, kann über die Änderungs-hHistorie bewiesen werden, dass keine vom Patienten unterschriebenen iPad-Formulare nachträglich editiert wurden. Den Workflow mit den nachträglich veränderbaren Formularen benötigen wie gesagt Praxen deren Formulare Anamnese-Anteile (vom Patienten befüllt) und Auswertungs-/Diagnose-Anteile (von Arzt/MFA später befüllt) haben. Auch hier kann in einem späteren Rechtsfall über die Historie nachgewiesen werden dass die Patientenfelder nicht nachträglich verändert wurden, aber elegant ist das natürlich nicht, daher die Vorschläge von Herrn Klauke wie das separiert werden kann.

@mkgpch: Bitte beim Thema bleiben, wenn jeder Thread in einen Plug für Ihren EcoDMS-Export-Wunsch abdriftet, hat keiner meiner Mitarbeiter mehr Lust, sich das alles durchzulesen, was dann auf Kosten der anderen Nutzer geht.
Hallo Herr Zollmann,

Vielen dank für die Rückmeldung. Wenn ein CF am PC geschlossen wir, ist es anschließend nicht mehr veränderbar, am iPAD gibt es die Möglichkeit, zwischen "fertig" und "sperren" zu unterscheiden. Dadurch entscheidet man beim Schließen ob man das gleiche Formular anschließend, wie einen Karteieintrag noch bearbeiten möchte.  Dennoch wäre es besser, ein unterschriebenes Formular nicht mehr nachträglich bearbeiten zu können. Es wäre doch einfacher, eine Kopie des Formulars zu öffnen, das kann man dann bearbeiten, nur die Unterschriftsfelder müßten bei diesem Vorgang automatisch gelöscht werden. Noch besser wäre es, man würde beim Schließen bzw, Fertigstellen ein pdf. erzeugen, das man dann auch per Mail versenden könnte.

Das Thema EcoDMS ist mit Zollsoft durch Herr Zollmann, ich kenne leider keine andere revisionsichere Software und deswegen führe ich sie als Beispiel an. Es besteht nur ein Exportwunsch von wichtigen Dokumenten, in welchen Ordner ist mir egal. Ausserdem der Wunsch einer möglicht qualifizierten Unterschrift statt einer fortgeschrittenen ohne Zertifizierung in einer editierbaren Datei.

Ich habe das Problem glaube ich noch nicht ganz verstanden.

Ich bitte sie inständig einen Anwalt bezüglich Revisionssicherheit zu konsultieren Herr Zollmann. Das was sie da oben schreiben ist sehr weit weg von Revisionssicherheit. Wenn ein Patient etwas unterschreibt geht er davon aus, dass es keine Option und keine  Möglichkeit in Tomedo gibt, das Dokument zu ändern weil er einen Zustand des Dokumentes unterschreibt. Ich als Arzt möchte auch davon ausgehen, dass das Dokument nicht geändert werden kann und möglichst rechtssicher ist.  Das wollen sie doch auch wenn sie irgendwo etwas unterschreiben.

Ich gehe wieder zum 5g Blatt mit Kugelschreiber über bis Zollsoft mit den Nachhilfestunden  in Recht durch ist. 

https://www.doctors.today/a/revisionssichere-archivierung-der-patientenakte-1787959

Hier ein Artikel zu dem Thema. Die scheinen sich da mehr Gedanken zu machen für ihr Praxissystem.

Hallo Herr Klaproth,

haben Sie als Admin in den Einstellungen der tomedo-iOS-App den Punkt Formulare > "Speichern erlauben" abgeschaltet? 

PDF-Export diskutieren wir nächste Woche intern.

@ Andres Zollmann

Formulare > "Speichern erlauben"  ist erlaubt. 

Ich verstehe aber nicht den Sinn, Speicher nicht zu erlauben

Bitte auf "Speichern nicht erlauben" stellen - dann gibt es statt der Buttons "Fertig" und "Sperren" nur noch den Button "Sperren".
Vielen Dank Herr Zollmann

Das ist aber nicht selbsterklärend.

Wenn ich das speichern nicht erlaube, gehe ich davon aus, dass etwas hinterher gelöscht ist.

Diese Funktion gibt es, soweit ich das überblicke, nur am iPAD.

Jetzt wo ich das weiß, werde ich das sofort umstellen. Eigentlich sollte es dann auch nicht sperren heißen, denn denkt man, es ist nicht mehr aufrufbar, weil gesperrt.
Ich probiere das morgen aus. Wenn der Karteieintrag dann nicht mehr zu bearbeiten ist, dann sind wir einen Schritt weiter. Im nächsten update müsste die einstellung fix werden. Die Editierbarkeit darf es nicht als Option geben, solange es kein pdf und Versionierung ohne Mitnahme der Unterschrift gibt.
OK, mit "Speichern erlauben" aus ist das Customformular nicht mehr editierbar auch wenn man "Fertig" klickt. "Sperren" ist dann obsolet. Jedenfalls sehe ich keinen Sinn in dem Button. Das "Speichern erlauben" setting sollte umbenannt werden in "Karteieintrag editierbar", standarmässig auf off. Kann ja für editierbare Formulare beiben aber ohne Unterschriftenfeld. Der Patient will nichts volatiles unterschreiben, das will niemand. Ich hoffe trotzdem auf das Aufgreifen meines Vorschlages unten in diesem Faden, um Versionierung in Tomedo einzuführen und Revisionssicherheit selbst definieren zu können solange man mit der von Zollsoft nicht d´accord ist.

@Herr Zollmann. Ich habe mal unsere Anwältin für Wirtschaftsrecht konsultiert und grundsätzlich ist das, was Idana macht für uns praktikabel. 

https://idana.com/beitragsreihe-arztrecht-4-was-kann-ich-elektronisch-unterzeichnen-lassen-was-nicht/

Der Schriftform, also aktuell Unterschrift auf Papier benötigen  Wirtschaftliche Aufklärungen, §2 Honorarvereinabrungen, Arbeitsverträge, Kündigungen und vielleicht einige andere Dokumente die mit der GOÄ zu tun haben. Eine Anfrage an die PVS Bayern habe ich lanciert ob auch die PVS Einwilligung  der Schriftform bedarf. Die anderen Dokumente lassen sich dann mit der fortgeschrittenen digitalen Unterschrift am Ipad erledigen. Zur fortgeschrittenen digitalen Unterschrift wollte sie sich aber noch schlau machen ob ein gebührenpflichtiges Fremdzertifikat sinnvoll ist oder nicht. 

Über die Tatsache, dass Tomedo kein PDF generiert und, dass es eine Möglichkeit gibt unterschriebene Dokumente änderbar zu speichern, war sie weniger begeistert. Eine Historie zu erstellen ohne ein Original als pdf zu produzieren und dieses zu versionieren hält sie nicht für ausreichend. Hier hat Zollsoft denke ich drei Möglichkeiten: Entweder Zollsoft bessert die Revisionsicherheit nach, oder zweitens, Zollsoft generiert PDFs und hilft uns beim Export automatisch und wir kümmern uns selbst um die Revisionssicherheit, ich nenne hier nicht erneut das Programm das ich erfolgreich und mit Begeisterung nutze, oder drittens, beides, was mir und anderen sicherheitsbewussten Kollegen mit heiklen Fachdisziplinen am liebsten wäre. 

1) Dem Patienten müssen von den Unterlagen, die er unterschrieben hat, Abschriften ausgehändigt werden.
Er sollte hier auch die Aushändigung dieser Unterlagen unterschriftlich bestätigen. Am Besten, er setzt ein "Häkchen". 

2) Grundsätzlich sind nachträgliche Änderungen, Ergänzungen, Berichtigungen zulässig. 
Zur Gewährleistung der Revisionssicherheit aber nur, wenn neben dem Inhalt der Korrektur auch deren Zeitpunkt sowie der ursprüngliche Inhalt dokumentiert sind., § 630 f Abs.1 S.2 u 3 BGB
Wenn das Programm also von dem ursprünglichen Dokument keine pdf o.ä. kreiert, dann muss das Dokument so zur Patientenakte gespeichert sein, dass Du jederzeit auf das ursprüngliche Dokument mit seinem Inhalt zurückgreifen kannst. Gleichzeitig muss erkennbar sein, dass dieses nicht nachträglich bearbeitet wurde. Dieser Nachweis kann z.B. erfolgen, indem aus der Vita der elektronischen Akte neben dem Datum des Erstellens auch das Datum einer Bearbeitung erkennbar ist. Es reicht dann, wenn hier nachgewiesen wird, dass beide Daten übereinstimmen. Diese Daten müssen neben dem Dokumentennamen erscheinen. Problematisch ist jedoch, wenn die Bearbeitung das ursprüngliche Dokument überschreibt/überlagert. Dann besteht keine Revisionssicherheit mehr. 
Notwendig wäre es, dass eine Bearbeitung ( also das neue Dokument) gesondert gespeichert wird.
 

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Eine Antwort zum Zertifikat habe ich auch schon

 

Ich gehe davon aus, dass das Zertifikat (unnötig) Geld kostet. Da Du als Arzt zwar die Aufklärung und Dokumentation beweisen musst, aber eigentlich eine Unterschrift gar nicht nötig wäre, würde ich hierauf verzichten. Das Risiko sehe ich als sehr gering an, denn Du kannst anhand deiner Historie beweisen, welche Unterlagen Du zu diesem Zeitpunkt benutzt und herausgegeben hast, notfalls durch Bestätigung des Personals sowie Vergleich mit anderen Patienten dieses Tages. Zudem machst Du ja auch Einträge in der elektronischen Akte. Erfahrungsgemäß ist das im Zweifel eh nur die Einstiegsproblematik. Interessant wird es ja erst, ob Du auch über genau diesen Aspekt, der dann moniert wird, aufgeklärt hast. Da hilft auch ein Fremdzertifikat nicht. Von daher – wenn es was kosten, würde ich drauf verzichten. 

Ich habe mir das Bearbeiten des Custom Formulars noch einmal angesehen. "Abbrechen" erzeugt kein Dokument und keine Eintrag. Drei Tasten kann man aktuell nutzen: "Sperren", "Drucken", "Fertig".

Die Taste "Drucken" sollte sofort ein PDF als Version 1.0 erzeugen, da ab hier eine Kopie durch den Druck ensteht, die meist dem Patenten mitgegeben wird. Es ist selbstverständlich, dass der Druck beim Patienten als Original in Tomedo vorliegen muss. Ab hier existiert also ein Original. Weitere Änderungee gerne so wie aktuell möglich, aber Unerschriften müssen dann gelöscht werden. Wird die Änderung gespeichert ensteht Version 1.1. Wird am Ipad geändert und erneut gedruckt ensteht auch 1.1. Das Selbe für "Fertig".

Im Endeffekt kann die Editerbarkeit bleiben, es muss nur die Unterschrift raus, die einen Zustand, ein Original unterschrieben hat. Wird für jede Änderung eine PDF-Version erstellt, ist es eigentlich in Ordnung und die PDF-Versionierung ist für Tomedo ein weiterer Schritt in Richtung Revisionssicherheit. Ich hätte nun noch gerne automatisch eine Kopie in einem Ordner meiner Wahl, jedes Mal wenn ein PDF erstellt wird, denn ich möchte diese PDFs zusätzlich anderweitig revisionssicher speichern.
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@Herr Zollmann, haben sie einen Plan wie sich das Problem lösen lässt? Sie werden ja hoffentlich zustimmen, dass die Editiermöglichkeit ohne Versionierung mit beibehaltener Unterschrift nicht bleiben kann. Wäre eine PDF Generierung möglich und eine Aktionskette PDF-Export und ein Aktionskettenauslöser  neues PDF? PDFs könnten bei Rechnungen, Kostenvoranschlägen, Arzbriefen  und an vielen anderen Stellen generiert werden und einfach in Sicherheit gebracht werden wenn man nicht mit dem derzeitigen Rechtsverständnis von Zollsoft übereinstimmt.

Im Übrigen von der PVS folgendes Statement:

hier die Anwort unserer Rechtsabteilung auf ihre Anfrage:

Wir stimmen Herrn Dr. zu, dass eine datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung keiner Schriftform bedarf, um wirksam zu sein. Daher bestehen grundsätzlich auch keine rechtlichen Bedenken, wenn die Patienten durch ihre Unterschrift an der dafür vorgesehenen Stelle in einer Datei auf einem Tablet/Ipad zum Ausdruck bringen, dass sie mit der Übermittlung ihrer Daten an die PVS einverstanden sind. 

Wir möchten aber in diesem Kontext darauf hinweisen, dass die allgemeingültigen Anforderungen auch für die digitale Einwilligungserklärung gelten. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Einwilligungserklärung von anderen Erklärungen abgegrenzt ist, also ein Unterschriftfeld nur für eben diese Einwilligungserklärung vorsieht. Des Weiteren wird in regelmäßigen Abstände analog zu der papierenen Variante eine neue Einwilligungserklärung einzuholen sein; insbesondere ist dies der Fall, wenn mit einer neuen Behandlung begonnen werden soll.
 
Der papierlosen Praxis, ausser einigen Dokumenten wie Verträgen mit Patient und Angestellten und Kündigungen, steht nun eigentlich nichts im Wege ausser einer handfesten Dokumentgenerierung als PDF und dessen Versionierung und Exportmöglichkeit. So ein unterschriebenes Dokument wie oben die PVS Einwilligung möchte ich zusätzlich anderweitig ablegen und vergessen. Was ist so schlimm daran?
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Herr Klauke ist im Urlaub, wir besprechen das nächste Woche.

Vielen Dank Herr Zollmann, eine Diskussion des Themas ist schon mal ein Entgegenkommen. Das wird sie nicht allzu sehr interessieren aber mich belastet das Thema stark. Einerseits versuchen wir die Sysiphos Arbeit durch den Papierberg zu reduzieren (Ipads) und andereseits wollen wir in unserem besonders exponierten medizinsichen Fach möglichst rechtsicher agieren. Das aktuelle Revisionierungsproblem kann ich nicht mal durch Papier lösen weil der Aufwand enorm, eine Vollständigkeit selbt bei höchster Konzentration meiner Mitarbeiter praktisch unmöglich wäre und das Hybridystem digital/Papier stark zum Aktenschrank kippen würde.

Herr Klauke soll sich warm anziehen wenn er aus dem Urlaub zurückkommt, denn wenn ein Anwalt bei der Dikussion dabei ist, wovon ich stark ausgehe, wird er richtig sauer über das was Herr Klauke oben als Vorschlag geschrieben hat.

Ich gehe dann mal in den Pause-Modus und würde zusammanfassend folgende Punkte auf den Diskussionstisch werfen

- PDF Generierung an vielen Stellen von Tomedo nicht nicht nur bei Customformularen, bei allen Dokumenten die eine Unterschrift enthalten und/oder zu Dokumenten werden. Mir fallen hier spontan ein: Rechnungen (aktuell nur manuell in Verwaltung/Privatrechnungen), Kostenvoranschläge, OP-Berichte, Arztbriefe, wirtschaftliche Aufklärungen,  Honorarvereinbarungen, Wahlleistung z.B Stationär privat, Anamnesen, Datenschutzaufklärungen, Datenaktualisierungen, alles was vom Ipad in Tomedo gespeichert wird.

- Unterschrift löschen nach Nutzung in einem PDF Dokument. Der Augenblick den der Patient oder Arzt unterschreibt ist mit dem PDF vorbei. Neues Dokument neue Unterschrift.

- Versionierung. Editieren ist ja kein Problem wenn dadurch ein neues PDF entsteht.  

- wenn ein Export kommt bitte Automatismus, das spart viel Arbeit und sorgt für vollständigkeit. Arzt/Angestellte sollten als Fehlerquelle ausgeschaltet werden. Warum nicht mit den Aktionsketten. Christian Klaproth berechnet mit Aktionsketten sowieso aktuell die nächste Mondlandung. Das Tool ist da.

 

Wenn ich so recht überlege wären Einstellungsmöglichkeiten/Checkbox "automatisch PDF generieren" "versionieren" und "automatisch exportieren" in den Einstellungen von Karteieintragstypen, Formularen, Briefen und ganz wichtig und nicht zu vergessen in Admin/Privat/Privatrechnungtypen sinnvoll und würde in den Stil von Tomedo der freien Einstellbarkeit passen. Zum Schutz von Dr. Greenhorn, der sich mit null Ahnung und rosa Sonnebrille aus der Klinik niederlässt, standardmässig an.  

Ich drücke uns die Daumen, dass das Ergebnis der Diskussion nicht nur ein schwacher Kompromiss wird sondern eine richtige Lösung für Zollsoft und den Kunden.

/PAUSE

Einstellungsmöglichkeiten/Checkbox "automatisch PDF generieren" "versionieren" und "automatisch exportieren" in den Einstellungen von Karteieintragstypen, Formularen, Briefen und ganz wichtig

Dem stimme ich absolut zu  

Abgesehen von dem vorab sehr ausgiebig kritisierten Punkten, beschriebenen Idenn und Wünschen, die wir gerade intern besprechen...

Ich glaube es gibt da noch ein paar Missverständnisse, die auf Annahmen beruhen. Deshalb schreibe ich hier mal etwas zu den Implementierungs-Details der Custom-Formulare.

Begrifflichkeiten:

  • Nutzer: MFA, Arzt oder unter iOS auch der Patient
  • Custom-Formular: ein extrem anpassbar Nutzer-designtes mehrseitiges Formular mit Feldern unterschiedlichen Typs (also nicht nur Patienten-Formulare, sondern auch Laufzettel, Check-Listen, Aufgaben, anonyme Fragebögen, ...)
  • Client: tomedo macOS Anwendung, tomedo iOS App (iPad/iPod/iPhone)
  • Formular-Vorlage: Custom-Formular erzeugt/geändert im Formular-Editor des macOS Clients
  • Formular: Custom-Formular Karteieintrag, erzeugt als Kopie der Formular-Vorlage mit den gespeicherten Nutzerdaten
  • Formular-Editor: Formular-Editor im macOS Client

Wenn Sie im Formular-Editor erstmalig ein Custom-Formular anlegen, entsteht auch die erste Version der Formular-Vorlage.

Ab diesem  Zeitpunkt ist die Formular-Vorlage in jedem Client verfügbar. Das heist, wenn jetzt ein Custom-Formular in der Patienten-Kartei als Karteieintrag erzeugt wird, so wird eine tiefe Kopie, dieser zu diesem Zeitpunkt letzten veröffentlichten Version der Formular-Vorlage, erzeugt. Der Nutzer arbeitet beim Ausfüllen auf seiner eigenen Kopie, dem Formular

Das Formular ist zunächst die Kopie der Formular-Vorlage (Formular-Vorlagen-Eigenschaften, wie Hintergrundbild, Font, Lage, …). Dazu kommen initial die vorausgefüllten Daten (z.B. aus Briefkommandos, aus tomedo Patienten-Feldern, …). Zuletzt füllt der Nutzer das Formular mit seinen Daten. Dabei werden gegebenenfalls die betroffenen Score-Felder aktualisiert.

Wird jetzt eine neue Version der Formular-Vorlage erstellt, indem der Nutzer die Formular-Vorlage im Formular-Editor geändert wird, dann hat das keine Auswirkung auf bereits erstellte Formulare. Die neue Version der Formular-Vorlage hat lediglich Auswirkung auf alle neu angelegten Formulare.

Jede einzelne Änderungen an Formular-Vorlagen und Formularen (wie auch bei allen anderen tomedo Daten) werden im tomedo System, mit Zeit und angemeldeter tomedo Nutzer vermerkt, so dass diese zu einem späteren Zeitpunkt auch leicht nachvollziehbar sind.

Vielen Dank für die Ausführungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei 

  • Nachvollziehbarkeit
  • Prüfbarkeit 

in der Definition der Revisionssicherheit, nicht die Tiefe Kopie  gemeint ist, die wahrscheinlich nicht mal jeder Tomedotechniker bedienen kann. Bitte PDFs auftauchen lassen. 

So die Woche ist vorbei, was ist das Ergebnis der Gespräche? 

Mein Vorschlag war ja:

Einstellungsmöglichkeiten/Checkbox 

"automatisch PDF generieren" "versionieren" und "automatisch exportieren in Ordner: " in den Einstellungen von 

  • Karteieintragstypen 
  • Formularen
  • Briefen
  • Admin/Privat/Privatrechnungtypen 

Damit wäre Zollsoft raus aus der Verantwortung für die Revisionssicherheit. Dokumente also PDFs und deren revisionssichere Speicherung sind überfällig in Tomedo. Ich bin fast der Meinung, dass es eine Engine geben sollte die rückwirkend pdfs erzeugt.

Aktuell hat der Tomedonutzer keine Möglichkeit ohne hohen Aufwand PDFs zu generieren und zu exportieren also seiner Pflcht nachzukommen revisionssicher zu speichern und das in seiner Verfahrensdokumentation festzuhalten. Geben sie uns die Möglichkeit selbst zu entscheiden ob wir Tomedo in Sachen Revisionssicherheit vertrauen oder eben nicht.  

 

PS: Hier wie die Firma Medidok Revisionssicherheit sieht

https://medidok.de/wp-content/uploads/2019/03/MD-QÜ-003-Revisionssichere-Archivierung.pdf

Zitat:

Bei der revisionssicheren Archivierung geht es aber nicht alleine um die „technischen Eigenschaften“ einer Softwarelösung. Es geht auch um das Verfahren, welches beim Anwender bei der Archivierung der Dokumente angewendet wird und entsprechend dokumentiert sein muss. Bei einer Bewertung, ob eine Lösung oder ein Archivierungsprozess „revisionssicher“ ist, liegt somit auch ein Teil der Verantwortung beim Betreiber, insbesondere in seiner Verfahrensanweisung.

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Wie ist der Plan Herr Zollmann? Geben sie uns PDFs unserer Dokumente, Versionierung und einen automatischen Export? Lassen sie uns doch mit unseren Dokumenten machen was wir für richtig halten. Meine Idee mit den zwei Optionen bei Formularen, Webformularen, Karteieinträgen, Briefen und Rechnungstypen, erstens PDFs zu generieren und zweitens nach der Erstellung automatisch in einen Ordner unserer Wahl zu exportieren würde das ermöglichen. Wer Zollsoft in Rechtsfragen vertraut muss die Optionen ja nicht einschalten und kann weiterarbeiten wie bisher. Die rechtliche Verantwortung der Revisionssicherheit wäre nicht mehr bei Zollsoft. Ermöglicht Zollsoft keinen einfachen automatischen Export liegt der Ball bei Zollsoft. Rechnungen können, wenn auch mamnuell und nicht userfreundlich, exportiert werden. Rechnungen sind somit was revisionssicherheit angeht in der Verantwortung des Benutzers, die anderen Dokumente nicht!

 Wir wüssten gerne wie es weiter geht.

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Ich hätte gerne eine Antwort. Wird das Problem aufgenomen und gelöst? Wurde die Lücke auf dem Ipad geschlossen, also als Standard keine Änderung des Dokumentes zu erlauben wenn eine Patientenunterschrift vorliegt, statt auf einen falsch beschrifteten Button in den Einstellungen zu verweisen, den ohne diesen Faden niemand findet? Bekommen wir endlich automatisch PDFs und einen automatischen PDF Export bei Dokumenten die wir erzeugen so wie wir es manuell umständlich schon in /Privatrechungen machen.  

Transparenz bei diesem heiklen und für Zollsoft eher unangenehmen Problem wäre angebracht. Verschwinden wird es erst mit einer Lösung. Ein Entgegenkommen wäre wichtig statt eines nutzlosen Kompromisses. Ohne einen PDF Export für  den erstmal PDFs generiert werden müssen, gefährdet Zollsoft die Praxen die papierlos arbeiten. Der PDF Export, für den es erst PDFs geben muss, ist vielleicht das wichtigste Feature um mit Tomedo sicher und entspannt arbeiten zu können.

Was spricht denn dagegen? Tomedo produziert ja Dokumente an allen Ecken und Enden nur haben sie kein Format das man revisionssicher speichern kann.

Hallo Herr Klaproth,

haben Sie als Admin in den Einstellungen der tomedo-iOS-App den Punkt Formulare > "Speichern erlauben" abgeschaltet? 

PDF-Export diskutieren wir nächste Woche intern.

 Kommentiert 18 Mai von Andreas Zollmann

 

 

 

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Hier scheint man den Kopf in den Sand zu stecken. Da kommt scheinbar nichts mehr. Dann bleibt nichts anderes übrig als das Problem mit einem PDF-Drucker selbst zu lösen. Sehr schade, wird im gegensatz zu oben eine wackelige und unschöne Lösung.
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