Wiederholt wurde die Verwendung von Scores und If-Kommandos im Forum nachgefragt.

Am Beispiel des Pulsstatus zeige ich, wie beides unter Tomedo geschickt eingesetzt werden kann. 

Ich hoffe, dass viele Andere hierdurch angeregt werden und ihre Ideen umsetzen, um diese dann aktiv im Forum zu teilen. Diese Hilfsmittel und individuellen Lösungen können durch die Entwickler von Tomedo kaum geliefert werden.

Den passenden CustomKarteieintrag „Körperl. Befund/Pulsstatus“ habe ich ins Tauschcenter geladen.

Neben komplettem Pulsstatus (nur 2 Klicks) werden darin Hauttemperatur, Venenfüllung, kapilläre Wiederaufüllung und 2 Funktionstests dokumentiert. Dafür sind entsprechend weitere Klicks notwendig.


Damit ist es möglich, den kompletten Pulsstatus an zwei Extremitäten und drei Etagen, mit nur zu 2 Klicks zu dokumentieren.Eine Differenzierung zwischen A. dors.pedis und A. tib. post. wird nicht vorgenommen. Das kann im Feld "sonstiges" gesondert dokumentiert werden.

Möglich wird das, indem 8 verschiedene 1-4 stellige Zahlenwerte für den Status, getrennt nach Körperhälften, generiert werden.

 

Feldname                                   Auswahl                             Zahlenwert

S1  (Kontrollkästchen)              Kein Status erhoben              0

                                                     path. Status erhoben             1

 

S2  (Auswahlfeld)                      Links

                                                     Fuß                                    1000

                                                     Poplitea                              100

                                                     Leiste                                    10

 

S3     (Auswahlfeld)                   Rechts

                                                     Fuß                                   2000

                                                     Poplitea                             200

                                                     Leiste.                                  20

Die Zahlenwerte werden mit Hilfe des If-Kommandos in einem zusammengesetzten Textfeld erzeugt.

Durch Addition der Zahlenwerte erhält man einen bis zu 4-stelligen Score.

ScP                                              Summe                        S1+ S2 + S3

Die verschiedenen Befundkonstellationen erzeugen einen Score, der über ein if-Kommando, in einem zusammengesetzten Textfeld, verschiedene Befundtexte erzeugt.

Die durch Summation ermittelten Werte zeigen die Durchblutungssituation an. Die Ziffer 1 verschlüsselt das rechte Bein, 2 verschlüsselt links und 3 beidseits.

Je weniger Dezimalsstellen der Score hat, umso schlechter sind die Durchblutungsverhältnisse. 

Folgende beispielhafte Scores erzeugen individuelle Befundtexte

Score 0:

Kein_Pulsstatus_erhoben.  (Der Wert aus dem Kontrollkästchen für den Status wird nicht berücksichtigt, wenn in den folgenden Auswahlfeldern eine Auswahl gemacht wird)

 

Score1:

Sämtliche_Pulse_an_den_unteren_Extremitätenten_aufgehoben.

(In diesem Fall genügt nur 1 Klick zur Dokumentation)

 

Score 3001 und 3000:

Beidseits_normale_Durchblutungsverhältnisse_der_unteren_Extremitäten_mit_kräftig_tastbaren_und_gut_gefüllten_Pulsen._Kräftige_Venenfüllung_und_prompte_Wiederauffüllung_der_Kapillaren.

 

Score 211 und 210 

Aufgehobene_Fußpulse_beidseits,_Poplitealpuls_links_vorhanden,_rechts_aufgehoben,_Leistenpulse_tastbar.

 

Score 1001 und 1000:

Aufgehobene_Leisten-Fuß-und_Poplitealpulse_links_nur_Leistenpuls_vorhanden._Rechts_normale_Durchblutungsverhältnisse_der_unteren_Extremität_mit_kräftig_tastbaren_und_gut_gefüllten_Pulsen._Reguläre_Venenfüllung_und_prompte_Wiederauffüllung_der_Kapillaren.

usw. 

 

Insgesamt gibt es 17 verschiedene Konstellationenen und damit Scores, die sich durch Addition der oben aufgeführten Zahlen ergeben. (0,1,10,20,30,100,120,200,210,300,1000,1020,1200,2000,2010,2100,3000)

 

Der CustomKarteieintrag „Körperl Befund/Pulsstatus“ ist im Tauschcenter zu finden.

Dort sieht man, wie die Scores berechnet werden. Im zusammengesetzten Textfeld befindet sich  das if-Kommando. Der zugrundeliegende Algorythmus geht davon aus, dass bei tastbarem Fußpuls alle proximal gelegenen Pulse vorhanden sind und bei aufgehobenem Leistenpuls auch an den distal gelegenen Extremitätenabschnitten kein tastbarer Puls vorhanden ist. Die Differenzerung fraglicher Tastbefunde wurde ganz bewußt nicht mit berücksichtigt. Deshalb sollen nur die sicher tastbaren Pulse angegeben werden - eine strenge Ja/Nein Entscheidung.

 

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