Wir verwenden den Online-Briefversand seit September 2020. Anfangs fand ich die Möglichkeit optimal, da wir für unsere Spezialdiagnostik (3D-MRT/3-TRUS Fusionsbiopsie der Prostata) ausführliche Arztbriefe erstellen. Zu Dokumentationszwecken werden dafür farbige Fusionspläne, MRT-Bilder und farbige 3D-Modelle der Prostata inkl. der Biopsie-Orte in den Brief eingefügt. Die Briefe sind in der Regel 3-5 Seiten lang. Den Preis des Online-Versandes hielt ich für angemessen, da es neben der reinen Dienstleistung auch noch die Materialkosten eines mehrfarbigen Briefes beinhaltete.

So weit so gut! Problem ist, dass ich nun immer wieder Anrufe meiner Privatpatienten erhalte, dass ich einen Arztbrief abgerechnet habe, sie aber keinen bekommen haben. Inzwischen sind lt. Statistik für 231 Patienten Arztbriefe (plus zahlreiche Kopien an Zuweiser, also 231 Brief plus x) per Online-Briefversand verschickt worden und leider kann ich nicht kontrollieren, wie viele tatsächlich verschickt worden sind.

Lt. Rechnung September wurden 2 Briefe in Rechnung gestellt die Tomedo-Statistik zählt aber mindestens 26 Briefe (plus x an Zuweiser)

Lt. Rechnung Oktober wurden 51 Briefe in Rechnung gestellt, die Tomedo-Statistik zählt aber mindestens 78 Briefe (plus x an Zuweiser)

Lt. Rechnung November wurden 105 Briefe in Rechnung gestellt die Tomedo-Statistik zählt mindestens 94 Briefe (plus x an Zuweiser - hier könnte es evtl. passen)

Im Dezember steht noch die Rechnung aus.

Insgesamt fehlt jede Transparenz! Wir können nicht nachvollziehen, welcher Arzt oder welcher Patient den Brief bekommen hat, oder nicht. 

Grundsätzlich ist der Online-Briefversand eine gute Idee und würde sehr viel Arbeit abnehmen. So, wie es hier aktuell gehandhabt wird, ist es aber für mich ein "Muster ohne Wert". Ich lebe von der guten Kommunikation zu den Zuweisern den Patienten. Die Qualität der Arztbriefe ist für mich die Visitenkarte. Mit der von Tomedo angebotenen Lösung gibt es aber eine immense Unsicherheit, so dass wir vermutlich wieder im neuen Jahr auf das Konventionelle umsteigen müssen.

Im Januar werden wir sämtliche Patienten aus 2020 anrufen, um zu erfahren, wie viele Briefe tatsächlich nicht angekommen sind. Zusätzlich werden wir uns nachrichtlich einen Brief zukommen lassen. Bei Kontinuität der Unzuverlässigkeit des Online-Briefversands müssen wir das Projekt beenden. In beiden Fällen würden wir in diesem Forum nochmals berichten.

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1 Antwort

Hallo Herr Dr. Seitz,

das tut mir sehr leid, sowas darf natürlich nicht passieren!

Unser Entwickler ist bereits daran, das Problem mit unserem für den Onlinbriefverstand zuständigen Dienstleister zu klären. Er wird sich dann auch ASAP mit Ihnen in Verbindung setzen um genau zu verstehen, was hier schiefgegangen ist. Er kann Ihnen im ersten Schritt  auf jeden Fall eine Auflistung der Briefe geben, die tatsächlich versandt wurden.

Gruß,
 Klaus Wissmann
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Sehr geehrter Herr Wissmann,

 

vielen Dank für das Feedback. Ihr Kollege hat sich schon gemeldet. Der Support läuft wirklich sehr gut!

Mit freundlichen Grüßen

Michael Seitz
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