Von der Softwarefirma Zollsoft, mit der wir grundsätzlich sehr zufrieden sind, wünsche ich mir folgendes für 2020. Alle folgenden Punkte beziehen sich eigentlich auf die Kommunikation und Abrechnung.

1. Änderung der Abrechnung per User statt pro Installation um auch selten benutzte Macs nutzen zu können und vom Server und der Bildschirmfreigabe, wegzukommen, um Tomedo auch auf Rechnern nutzen zu können, auf denen es aktuell nicht installiert ist. Ich kenne keinen Tomdeouser der nicht so wenig Installationen laufen hat wie nur möglich. Ausnahme natürlich unverständlicherweise bevorteilte Praxen die schon so viel Tomedos installieren wie sie möchten. Nachweis der Userzahl gerne schriftlich quartalsweise durch den Steuerberater.

2  Keine Berechnung der Ipads. Die Kosten sind einfach zu hoch, eine Berechnung ist nicht mehr notwendig, wenn pro User abgerechnet wird, da es egal ist ob Ipads als Mac-Ersatz eingesetzt werden. Das war ja der Hauptgrund der Ipad-Abrechnung damit Ipads nicht als Desktopersatz verwendet werden können.

3. Besprechung von Kosten mit der Community vor der Programmierung. Wenn es keine Lösung für den SMS Versand gibt, der nur einige Cent kostet, oder gar nichts, außer vielleicht eine monatliche Gebühr von 10 bis 20 Euro, dann sollte man es lassen. Ein SMS Versand von 30 Cent netto und nach 100 SMS 15 Cent netto kann sich kein Mensch leisten. 2000+ Euro im Jahr für SMS Benachrichtigung ist Wahnsinn. Das Feature dürfte es so gar nicht geben. Gesundakte und Abrechnung am Patienten, dasselbe.

4. Besprechung der Architektur eines Features mit der Community. Wir können helfen ein Feature aus der Praxis heraus einfacher nutzbar zu machen. Es gibt zu viele Features in Tomedo die nicht zu Ende gedacht wurden. Zollsoft hat scheinbar niemanden, der Abläufe optimieren kann. Zu oft finden sich Nagscreens oder unnötige Klicks zu kleine Fenster oder ungünstige Abläufe.

5. Offenes Ticketsystem für Bugs und Features. Wir würden gerne auch sehen an welchen Bugs und Features Tomedo gerade arbeitet. Was spricht dagegen? Man hätte einen Überblick über das, was da kommt und wo es gerade hakt. Kennt man aus dem Entwicklerbereich meist bei Open Source.

6. Tickets mit ETA also "Estimated Time of arrival". Wann werden Features eingebaut, werden sie überhaupt eingebaut? Es ist mühsam nach den Features zu schauen und selbst mir passiert es, dass ein Feature längst eingebaut ist und ich es nur nicht gesehen habe.

7. Wieder am Core von Tomedo arbeiten. Tomedo ist gut, aber einige Teile sind vom Start an nicht optimal geworden wie die verzwickte Erstellung des Custom Karteieintrags, der nicht so dargestellt werden kann, wie man möchte, die Privatabrechnung die jeder neue Mitarbeiter intensiv lernen muss und anfangs viele Fehler macht weil dessen Architektur überkompliziert funktioniert und clevere Faktoren- und Begründungsfunktionen fehlen oder die Tomedoeinstellungen die wirklich mal aufgeräumt werden könnten um sich zurecht zu finden.

 

Das muss Zollsoft natürlich alles nicht machen aber der Tomedo-User braucht diese Dinge schon sehr, um besser mit Tomedo arbeiten zu können.

Ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2020 wünsche ich allen!
Gefragt von (37.5k Punkte)
Bearbeitet von
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2 Antworten

Ich kann alle Punkte nur unterstützen. Insbesondere das offene Ticketsystem wäre hilfreich. Wenn ein internes Ticket eröffnet wurde wird nie deutlich, ob denn das Problem mit dem neuen Release tatsächlich angegangen wurde. Die Changlog-Infos sind diesbezüglich kein ausreichender Ersatz.

Auch ich scheue mich wegen der Kosten in jeden Behandlungsraum einen Arbeitsplatz einzurichten. Den Ansatz nach Anzahl der maximal gleichzeitigen Nutzer (mittels Floating-Lizenz) oder nach Anzahl der registrierten Ärzte fände ich auch UM KLASSEN besser und würde mich deutlich zufriedener machen.

PS: Obwohl ich Tomedo schon seit Jahren kenne und spannend finde, habe ich wegen der Kostenberechnung pro Arbeitsplatz von einer Umstellung abgesehen. Erst als mein vorheriger Praxissoftwarehersteller wegen der DSGVO sein Programm abgekündigt hat, habe ich - quasi gezwungenermassen - auf Tomedo umgestellt. Vorher konnte ich auf beliebig vielen Clients meine Praxissoftware installieren - zum gleichen Preis.
Beantwortet von (770 Punkte)
+1 Punkt
Mir fällt noch etwas ein:

8. Mir fehlt in Tomedo seit Tag eins ein Fehlersystem analog zu dem Fehlersystem das bei der KV Abrechnung angewandt wird. Genau das selbe lässt sich mit Tomedomitteln mit den rudimentären Ja/Nein Feldern oder simplen Schaltern der Patientenmarkern nicht abgebildet werden, auch nicht mit Ketten.

Dazu bräuchte es einen Fall in der Kartei, analog dem Quartalsblock. Tomedo reagiert bei der Kassenabrechnung auf den Quartalsblock. Versuchen sie im neuen Quartal einen Abrechnungsposition zu setzen, ohne das Karteidatum in das Vorquartal zu ändern, geht nicht. Das ist ein Fehlermanagement. Tomedo braucht Fälle die ein definierbares System haben und durch einen Karteieintrag gestartet werden. Zum Beispiel Karteieintrag FALL startet Fall "OP Vorberietung Hüft TEP" und Fall "OP und Nachbehandlung". Die Fälle sind erst erledigt wenn definierte Karteieinträge vorhanden sind zum beispiel Arztbrief, Kostenvoranschlag, Operbericht und 100 andere Einträge.  Statistik braucht offene Fälle. Die Kartei braucht auch endlich einen Karteieintrag mit Link zu Rechnungen und Kostenvoranschlägen.

Das würde der komplette Behandlungsablauf eines Patienten vollständig sichern und kontrollierbar machen, genau wie bei der KV Abrechnung sichergestellt wird, dass sie vollständig und richtig ist. Scheinbar ist das bisher unwichtig weil die Zollsoft Praxen allgemeinmedizinisch und dermatologisch sind, also keine oder nur kleine Eingriffe haben, die kaum Vorbereitung brauchen. Anders kann ich ir das Fehlen von Fällen nicht erklären.
Beantwortet von (37.5k Punkte)
0 Punkte
Die Punkte 2-8 unterstütze ich voll umfänglich, Punkt 1 ist mir zu polemisch, aber ja, eine Quote, die sich an der Mitarbeiterzahl der Praxis und somit an aktiven Tomedoclienten orientiert, könnte die Bepreisung für die Kleinpraxen erträglich und überschaubar erhalten.
Ich weiss nicht was an Punkt 1 unsachlich sein soll, es ist unlogisch für eine Praxissoftware, die dem Arzt helfen und mit ihm zusammenarbeiten will, den Praxisablauf durch eine unglückliche Preisstruktur zu behindern. Fragen sie ihre Kollegen mit Tomedo, kaum jemand benutzt alle Tomedoclients die er wirklich braucht, da wird der eine oder andere Client weggelassen oder der Server auch über die Bildschirmfreigabe benutzt. Das ist meiner Meinung nach eine völlig falsche Herangehensweise. Zollsoft bekommt nicht mehr Geld behindert aber seine Praxen - bravo.
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