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Liebe Kolleginnen und Kollegent, wir würden gerne Ihre Erfahrungen und Tipps zu folgendem Thema erfahren:

In unserer hausärztichen Praxis gibt es einige Anwendungen die leider auf eine Windowsumgebung angewiesen sind. Im Einzelnen sind dies: SEMA3-Datenbank (EKG, Ergometrie Fa. Schiller), DarwinMedilog2 (Auswertesoftware LZ-EKG), Boso Profilmanager XD (LZ-RR-Auswertung und Datenbank), Arbene (freie arbeitsmedizinische Software).

Bislang liefen diese auf unserem altem Windows 2008 Foundation Server aus der prä-Tomedo-Steinzeit. Dieser muss jedoch nun dringend ausser Betrieb gesetzt werden aus unterschiedlichen Gründen.

Für uns ist nun die Frage: Schaffen wir uns einen neuen geeigneten Windows-Rechner (muss ja kein Server OS sein) für diese Anwendungen an und binden ihn ins Netzwerk ein (Zugang wie bisher über MS Remote Desktop) oder virtualisieren wir das Ganze über z.B. Parallels Desktop auf einem der vorhandenen Mac (es sind leistungsstarke iMacs verfügbar).

Wie sind Ihre Erfahrungen?
Gefragt von (260 Punkte) | 1 Aufruf
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5 Antworten

Ich denke, dass ein kleinder Windows-Rechner im Netzwerk einfacher zu bedienen ist, als alles über Parallels zu machen. Die Geräteanbindung ist meistens einfacher. Wir haben auch extra einen Windows-PC laufen wg. Custo (LZ-EKG und -RR).
Beantwortet von (2.6k Punkte)
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Wahrscheinlich ist das eine Glaubensfrage.

Mittlerweile habe ich von meinem Windows Laptop umgestellt auf MacMini und Parallels Desktop, weil die Anbindung an mein Netzwerk für mich einfacher ist.

Mein Administrator hat seinerzeit alles gut eingerichtet. Mit den Updates und verschiedenen Veränderungen habe ich dann Netzwerkpfade verloren, welche mir schwerfallen in Windows wiederzufinden bzw. wiedereinzurichten. Mit dem Parallels Desktop empfinde ich das einfacher: ich wechsele die Dateien auf dem lokalen Rechner vom MacOS ins Windows und umgekehrt und habe immer eine etablierte Verbindung ins Praxisnetzwerk. Zumal ich ähnliche Schritte bei Wartungsarbeiten auch immer wieder mache.

Außerdem bekomme ich die Krise, wenn sich beim Einschalten Windows zuallererst ein Update holt und der Start dauert und dauert und dauert (kann man wahrscheinlich alles abstellen).

Da Parallels Desktop eine Arbeitsspeicher-intensiv ist, würde ich allerdings keine Datenbank-Anwendungen darüber laufen lassen (ausschliessliche/ größere Patientendatenbanken beispielsweise in LZ-RR,EKG etc.). Auch bei einer größeren Anzahl an angebundenen Geräten und häufigen Wechseln der Programme hätte ich Bedenken. Auch sollte beim Wechsel der MacOS Version bedacht werden, dass auch Parallels Desktop ein Upgrade erfordert (auch das ist mir schon alles passiert ...).

Stichwort Arbene - überlegen Sie doch das tomedo zu nützen. Das tomedo ist doch eine hervoragende Datenbankanwendung mit guten Möglichkeiten auch für die Arbeitsmedizin.

Insgesamt hat mich das virtuelle Windows weitergebracht. Aber Sie werden hier auch andere Meinungen finden. Vor allem die Kollegen, die zuvor sich intensiver mit den Windows und seinen Netzwerkmöglichkeiten beschäftigt haben, werden wahrscheinlich diese Möglichkeit bevorzugen.

Freundliche Grüße

Michael Hofdmann
Beantwortet von (380 Punkte)
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Sehr geehrter Herr Hofdmann, vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Wir betreiben auch ein Windows 10 unter Parallels mit einem MacBookPro für unsere Hör- und Sehteste und ich bin immer wieder überrascht, wie schnell, einfach und effizient (gerade beim Datenaustausch zwischen den Betriebssystemen) das läuft.

Für die oben genannten Anwendungen stünde ein aktueller iMac mit 16GB RAM zur Verfügung - das sollte normalerweise ausreichen.

Stichwort Arbene: in der Tat wäre mir Tomedo viel lieber als Unversallösung. Allerdings gibt es doch einige wichtige Faktoren die Pluspunkte an Arbene darstellen (z.B. gesammelter Druck von Vorsorgebescheinigungen eines bestimmten Unternehmens, Anbindung der Untersuchungsperipherie Hören/Sehen vor Ort im Unternehmen - diese klappt mit einem Windowsrechner leider mobil zuverlässiger).
Lieber Herr Väth,

nach eigenen Versuchen kann ich von einer Virtualisierungslösung nur abraten. Ich habe mich damit 1,5 Jahre herumgeärgert. Dann habe ich 500 Euro in einen kleinen (würfelgroßen) Windows-Rechner investiert und bin seitdem sehr zufrieden. Wir nutzen darüber auch die Software der Fa. Schiller, welche leider immer noch nicht als Mac-Version verfügbar ist!

Mit besten Grüßen aus Brandenburg,

Mario Zerbaum
Beantwortet von (1.1k Punkte)
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Vielen Dank für Ihre Erfahrungen Herr Zerbaum. Ich bin gespannt was noch so alles kommt.

Ich hoffe, Sie befunden nicht ihre EKGs unter der Windows-Oberfläche - es gibt mittlerweile einen Mac-Client der auf die EKG-Datenbank zugreift. Siehe Bild. Falls Sie hier Unterstützung brauchen melden Sie sich gerne bei mir.

Da bin ich sprachlos. Damit nerve ich meinen Händler schon seit 1 Jahr und der erzählt mir immer, dass es so etwas bisher nicht gibt! Unglaublich. Den werde ich morgen anrufen. Ist der Mac Client gebührenpflichtig?
Also ich denke der hat keine Lizenzen oder Ähnliches gekostet, lediglich die Kosten des installierenden Technikers.

Kurze Beschreibung der Funktionalität: Wir rufen über einen Button aus der Patientenakte den Client auf, die Patientendaten werden automatisch an diesen übergeben und die EKGs/Ergometrien des Patienten sind in einer Übersicht zu sehen. Das EKG wird befundet, validiert, man drückt auf Speichern. Der Client generiert ein pdf des Befundes welcher in einem Lauschordner von Tomedo abgelegt wird, der Befund wird automatisch in die Akte eingefügt.

Wie geschrieben, sie erhalten gerne von uns kollegiale Unterstützung.
Beides hat seine Crux. Unser EKG kommt mit dem durchgeschleifen EKG nicht zurecht. Daher mussten wir wieder eine Windows Box (XP POS Ready 2009 auf einem iMac 24" mit Core 2 Duo :P) einrichten.

Parallels kostet ziemlich viel dafür, dass es komplett verbugt ist. Der Support ist praktisch nicht zu erreichen. Es gibt weder eine Telefonnummer, noch eine email-Adresse. Nur ein Forum mit Standardantworten.

Die einzige Version von Parallels welche zuverlässig Laufwerke an alle MacOs-Versionen bereitstellen kann ist die 12er! Also ja nicht die neueste Version kaufen wenn man Dateien intern zwischen Laufwerken hin und her schieben will!

Von Windows 10 VM's sind wir wieder abgerückt - Ständig werden gigabyteweise Updates auf die Maschinen gespielt obwohl man Sie oft nur für ein einziges Programm nutzt. Daher XP POS Ready 2009. Ist rank und schlank und erst seit April 2019 "outdated". Wenn man der Firewall sagt, dass diese Maschinen nicht ins Internet funken dürfen sind das auch sehr sichere Installationen. Welcher neue Kryptotrojaner läuft denn schon auf 32bit :P?
Beantwortet von (11.3k Punkte)
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Wir kommen mit Parallels desktop gut klar! 8 GB Ram imac 2013. Gruß Ralf Kampmann
Beantwortet von (2.4k Punkte)
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