Das Ziel ist die Papierlosigkeit und hierbei ist die qualifizierte Digitale Unterschrift die letzte Hürde. Fiskal ist papierlos erledigt durch ein revisionssicheres System wie EcoDMS und eine schricftliche Erlaubnis vom Finanzamt.

 Nach etwas Recherche scheint der einzige Anbieter einer akzeptablen digitalen Unterschrift die Bundesdruckerei D-TRUST mit seinem sign-me eHealth zu sein. Nach einem Telefonat mit Perimed nutzt auch "Perimed mobil" die Bundesdruckerei also D-TRUST und ist mit seinen Aufklärungen so rechtlich sicher. Zollsoft hat D-TRUST für das TSE Kassenbuch lizensiert, für Zollsoft zertifizieren sie sogar Mac für ihr TSE Modul.

Jetzt frage ich mich natürlich warum Tomedo keine digitale Qualifizierte Unterschrift am Ipad anbietet? Ich könnte natürlich sign-me eHealth lizensieren und ohne Zollsoft qualifiziert unterschreiben lassen aber ohne es angesehen zu haben is das sicher umständlicher als wenn Zollsoft es ermöglicht direkt Kostenvoranschläge und Customformulare direkt in Tomedo IOS unterschreiben zu lassen.

Zollsoft könnte mit D-Trust sicher einen Vertrag aushandeln der es für uns Praxen günstiger macht oder zumindest nicht teurer als sign-me eHealth direkt zu lizensieren. Hier muss Zollsoft aufpassen. Ich glaube allen die papierlos arbeiten wollen ist schon klar, dass es etwas kosten wird. Eine Zertifizierungsstelle will bezahlt werden. Für Zollsoft macht hier die Masse an Unterschriften den Verdienst aus. Hier muss wirklich gelten: lieber wenig von viel, als viel von gar nichts, damit es klappt.  Ob eine Praxis für paperlos mehr Geld ausgeben will kalkuliert jede Praxis über die Kostenersparnis Arbeitszeit für Scannen. Ich denke Druckerpapier und Toner fallen da kaum ins Gewicht. Zollsoft haut ganz gerne einfach einen Faktor 2 oder 3 auf die Kosten was nicht immer geschickt ist. So sieht es bei SMS aus. Ich sags nur. Ich stoppe die Zeit nicht ,die die Helferinnen pro Monat interne unterschriebene Papiere , ohne die Aufklärungen scannt (extern fällt ja hoffentlich irgendwann durch die TI weg) aber es ist sicher mehr als eine Stunde. Lieber an Zollsoft zahlen als Überstunden, bei Grosspraxen und Kliniken kann das sogar einen Arbeitspatz oder eine halbe Stelle ausmachen. Ausserdem hassen meine Angestellten scannen vor allem seit dem wir 600dpi nutzen. Todlangweilig.

Praxen könnten selbst entscheiden ob sie

  • die einfache elektronische Signatur (EES).  (hat nichts in der Arztpraxis zu suchen)
  • die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES). Bietet Tomedo aktuell an
  • die qualifizierte elektronische Signatur (QES).

 Wir würden aktuell die QES für die Impfungen, Dateschutzaufklärung, PVS Zustimmung, Wirtschaftliche Aufklärungen, Honorarvereibarungen, Wahlleistungen bei stat. Zusatzversicherung, Aufklärungen wenn uns Perimed nicht zusagt und wir sie selbst erstellen, über Tomedo unterschreiben lassen. Das ist schon einiges an Centbeträgen die Zollsoft sich durch Lappen gehen lässt, bei jedem Patienten, bei einem mehr beim anderen Weniger. 

Bei der Risikoanamnese und dem Datenabgleich reichen meiner Meinung nach die FES.

Will Zollsoft mal bei Perimed anfragen wie sie es machen und bei D-TRUST ob sie es machen? Vortiel für Zollsoft hierbei, mehr Geld was nie verkehrt ist und ein interessanter Werbeslogan: "Tomedo kann papierlos (und rechtlich abgesichert)"

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https://www.bundesdruckerei.de/system/files/dokumente/pdf/Produktblatt_sign-me_eHealth.pdf

7 Euro im Monat netto? für die letzte Hürde der Papierlosigkeit? Sofort!

Die PVS also Zollsoft ist für sign-me eHealth notwendig wie auch der eHBA. Der ist bei den meisten Kollegen ja bereits unterwegs. Der Arzt kann damit qualifiziert unterschreiben aber was ist mit dem Patienten? Das scheint mir hier etwas verschwiegen zu werden. Natürlich müssen beide digital unterschreiben können. Das sollte Zollsoft abklären bevor es sign-me eHealth anbietet. Ich lese nirgends auf der Seite etwas über den Patienten.

 

Nach rücksprache mit permied benutzt Perimed Mobil die fortgeschrittene und nicht die qualifizierte Unterschrift.

1 Antwort

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Nach Recherche beantworte ich das selber:

Die Qualifizierte Digitale Unterschrift ist nur für einige Dokumente nötig wie für Kündigungen, Arbeitsverträge, Wirtschaftliche Aufklärugen und §2 Honorarvereinbarungen also Verträge mit dem Patienten.

Umso wichtiger bleibt die Revisionssicherheit der erstellten Dokumente.
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