Hallo, nachdem schon einige Nutzer dieses Thema angerissen haben und wir eigentlich unsere recht umfangreichen Meldungen für das Krebsregister gerne direkt über Tomedo melden würden, möchte ich an dieser Stelle noch einmal das Thema erneuern bzw. fragen, wie denn andere Nutzer mit den Meldungen an das Krebsregister umgehen. Bisher füllen wir die Meldebögen aus, schicken sie an die Tumorduko-Stelle weiter, die verarbeiten das dann elektronisch und bekommen natürlich auch den Aufwand erstattet. Wir, die die meiste Arbeit in der Praxis damit haben, gehen natürlich leer aus, weil dieses Verfahren als "unstrukturiert" eingestuft ist. Gibt es eine Lösung aus Tomedo heraus, die uns einerseits die Arbeit erleichtert und uns somit auch die Erstattung für den Aufwand sichert? Lösungsvorschläge sind herzlich willkommen. Vielen Dank im Voraus

Mfg
Gefragt von (420 Punkte)
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In Tomedo implementiert ist derzeit schon ein Datenexport für einen selbstbestimmbaren Zeitraum, bei dem die Patientenstammdaten, die Tumordiagnose, die Besuche des Pateinten im besgaten Zeitraum und die Verordnungen aus Tomedo exportiert werden. Zu finden im Adminmenü unter Admin > Export Urogister/Onkogister. Die Datei muß dann aber noch in die Software des DIFA (Deutsches Institut für fachärztliche Versorgungsforschung) eine Tochter des SpiFa unter www.urogister.de oder www.onkogister.de importiert werden. Dort werden nach Registrierung die Meldebögen für die jeweiligen LKRs vorausgefüllt. Es müssen dann je nach Meldeanlaß und LKR noch Zusatzdaten mit der Hand eingegeben werden. Die Online-Software erzeugt dann eine ADTGEKID-Datei, die per Epican an das jeweilige LKR übertragen werden kann.

Als Urologen testen wir das Tool derzeit. Meine Erfahrung bisher ist, dass es sich um eine deutliche Erleichterung der Meldungen handelt. Der Datenschutz ist im übrigen gewährleistet. Soweit ich weiss soll das Tool auch auf Onkologen ausgerollt werden.

3 Antworten

Gut, daß Sie das Thema noch einmal in Erinnerung bringen.

Wir melden bisher mit schlechtem Gewissen nichT und warten auf die im tomedo-Newsletter vom März angekündigte DIFA-Schnittstelle:

 Es wird möglich sein, bereits vorhandene Daten aus tomedo® automatisch in das Meldeformular zu übernehmen und direkt an das zuständige Krebsregister weiter zu leiten. Diese Erweiterung befindet sich derzeit aber noch in Entwicklung.

 Wir haben auch unser Interesse daran bekundet, aber bisher keine Nachricht bekommen.

Beantwortet von (680 Punkte)
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Auch ich bin in dieser etwas wackligen Wartestellung, habe erst kürzlich Post vom Krebsregister bekommen...

Sprich: auch hier erhöhtes Intersse an einer Schnittstelle!
Ich möchte hier nur ebenfalls mein Interesse an einer entsprechenden Schnittstelle - in meinem Fall zum Krebsregister Bayern - zum Ausdruck bringen!

Mfg
Beantwortet vor von (310 Punkte)
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tomedo unterstützt den Export der Daten für die Plattform Onkogister:
https://tomedo.de/onkogister/

Eventuell können Sie über diesen Weg Ihre Meldungen an das Krebsregister Bayern vereinfachen?
Ich habe das zu dem Thema in Bayern gefunden:

Ein Export elektronischer Krebsregistermeldungen ist bereits mit einigen Krankenhaus- und Praxisinformationssystemen möglich. Solche Meldungen müssen im bundesweit einheit- lichen XML-Format des Basisdatensatzes der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) formatiert sein (siehe http://www.gekid.de/adt-gekid-basisdatensatz oder https://www.tumorzentren.de/onkol-basisdatensatz.html).
Sie können von allen Regionalzentren entgegengenommen werden. Wenn Sie elektronische Meldungen übermitteln wollen, setzen Sie sich bitte mit dem für Sie zuständigen Regional- zentrum in Verbindung, damit ein sicherer Übertragungsweg vereinbart werden kann.

 

Wäre das mit der Lösung möglich?
Sehr geehrter Herr Dr. Stößel,

über Onkogister sollte es möglich sein, die gewünschte einheitliche XML-Datei zu erzeugen.
Können Sie mir sagen, welche Kosten beim Nutzen des Onkogisters mit tomedo auf uns zukommen? Und gibt es eine Demoversion?
Mir ist nicht ganz klar wozu wieder Extrakosten entstehen sollen wenn es einen einheitlichen Datensatz gibt?

Diese zunehmende Geschäftspraxis für uns User kostenpflichtige Partnerschaften mit anderen Softwareherstellern einzugehen beobachte ich mit unbehagen. Siehe SMS-Versand, Briefversand aus tomedo heraus etc...

Ich denke dass es bei einem so sensiblen Bereich wie den Krebsregistermeldungen besser wäre eine DIFA-Schnittstelle zu implementieren und die Daten direkt in die Register einzuspielen anstatt wieder einen externen (kostenpflichtigen) Dienst zwischenzuschalten.

VG

JM
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