Wir betreiben eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis (2 Ärzte) in Berlin. Seit Anfang 2019 sind wir Tomedo-Nutzer (vorher Medistar) und benutzen die Möglichkeit des Online-Terminkalenders. Die Option, Termine online zu buchen, wird von unseren Patienten aller Altersgruppen gerne in Anspruch genommen. Diese freuen sich, nicht in Telefonwarteschleifen zu hängen.... und unsere MFA sind nicht so viel am Telefon. Die aktuelle Option, als Praxisbetreiber den Patienten nur einen Termin, zwei Termine oder aber eine unbegrenzte Zahl von Terminen pro Quartal online buchen zu lassen, ist m.E. zu wenig differenziert und wird weder den Patientenwünschen noch den Praxiserfordernissen gerecht. Ich hätte hierzu zwei Vorschläge zur Verbesserung: 1. Die Möglichkeit, in der Kartei jedes einzelnen Patienten die Anzahl online buchbarer Termine in der Praxis für diesen Patienten individuell und variabel einstellen zu können (das geht technisch, ich hatte vor Jahren ein derartiges Terminbuchungssystem bereits im Einsatz). 2. Alternativ: Eine variable Anzahl von online buchbaren Praxisterminen für Patientengruppen festzulegen. Also z.B. die Möglichkeit, für GKV-Versicherte, Teilnehmer an HzV-Verträgen und Privatversicherte eine unterschiedliche Anzahl von Online-Buchungen zu definieren. Je nach ärztlicher Fachrichtung wird es hier unterschiedliche Präferenzen geben. Zwei Online-Terminbuchunen sind für viele unserer Patienten zu wenig - ein unkritisches Freischalten der unbegrenzten Anzahl würde auf der anderen Seiten von vielen Patienten zu Ungunsten anderer "missbraucht".
Gefragt von (190 Punkte)
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Super Idee, das kann ich nur unterstützen!! Etwas mehr Kontrolle über das ungehemmte Buchungsverhalten einzelner Patienten wäre sehr zu begrüßen!! Beste Grüße!

1 Antwort

0. Diese Diskussion hatten wir schon mehrfach hier im Forum. Bis jetzt hatten Nutzer immer nur Angst das es zu eine Ausnutzung kommt. Wirklich bestätigt wurde die Angst bisher nicht.

1. Nein, dies lehnen wir strickt ab, auch wenn dies technisch möglich wäre. Wenn Sie dies machen würden, so müssten alle ihre Patienten auch auf dem Online Server liegen. Ein sehr lohnendes Angriffsziel. Bei uns gehen keine patientenbezuogenen Daten vom tomedo server nach draussen. Auf dem Onlineserver liegen nur temporär Daten die der Patient auch eingegeben hat. Diese werden nach dem "Verfall" des Termines automatisch gelöscht.

2. Die Aufteilung nach verschiedenen Suchen werden wir für die Zukunft angehen, da wird es ein größeren Umbau geben. Für die "missbrauchsvorwürfe" würde ich Sie bitten erst den Onlinekalender zu nutzen und schaun ob es wirklich zu dem Fall kommt. Ist dies so, dann werden wir und etwas ausdenken.
Beantwortet von (51.8k Punkte)
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Hallo Herr Thierfelder, wir nutzen den Online-Kalender und haben mit der "unbegrenzten" Einstellung keinerlei Probleme.

Dafür möchte ich aber ein anderes Feature vorschlagen: Es wäre super wenn man einstellen könnte, dass von einer Terminart an einem Tag nur maximal die frühesten x Termine online angezeigt werden.

Bei uns sind die meisten Onlinetermine Akuttermine, und davon gibt es oft mehr als 10 am Tag. Die Patienten buchen sich dann oft den spätestmöglichen Termin und am Vormittag entstehen Lücken ...

Vielen Dank!

Georg Handwerker
Sehr geehrter Herr Thierfelder,

Leider sehe ich mich durch ihre Antworten gezwungen, mein Anliegen zu rechtfertigen, was ich eigentlich nicht vor hatte zu tun. Es geht hier nicht um Angst vor Ausnutzung und Missbrauchsvorwürfe.
Ich bin seit über zwanzig Jahren hausärztlich tätig. Die allermeisten Patienten, die von uns versorgt werden, betreuen wir über viele Jahre und teilweise sogar Jahrzehnte. Wir kennen ihr Inanspruchnahmeverhalten genau und deswegen werden wir auf gar keinen Fall die unbeschränkte Online-Buchung freischalten. Unsere Online-Terminbuchung ist erst seit drei Wochen für die Patienten freigeschaltet und wir haben schon 140 Online-Buchungen, ohne dass wir irgendwo Werbung dafür gemacht haben. Bereits jetzt kommen die ersten Patienten auf uns zu und wollen wissen, warum sie nach zwei Buchungen keine weiteren Buchungen mehr online vornehmen können. Es geht bei der Beschränkung von Onlinetermin-Buchungen nicht nur um betriebswirtschaftliche Erwägungen. Wir müssen als Ärzte Herr des Geschehens bleiben - es kann nicht sein, dass Patienten ständig mit Befindlichkeitsstörungen unsere Sprechstunden besetzen und wir für wirklich kranke Menschen keine Zeit mehr finden. Wir versuchen die Balance zu wahren zwischen guter Erreichbarkeit auch über moderne Medien und einer gewissen Priorisierung nach medizinischen Kriterien. Dies ist nur möglich mit einer Begrenzung der möglichen Anzahl von Onlinetermin-Buchungen pro Patient. Die Beschränkung auf nur ein oder zwei Termine pro Quartal ist aus hausärztlicher Sicht zu dürftig.
Sie müssen das als Softwareanbieter ja nicht unbedingt genauso sehen. Auch werden hier unterschiedliche Meinungen bei Ärzten gleicher und verschiedener Fachrichtungen vorliegen. Aber wem schadet es, wenn Sie die Auswahlmöglichkeiten für die Arztpraxen, also Ihre Kunden erweitern?

Was meinen Sie mit „Die Aufteilung nach verschiedenen Suchen werden wir für die Zukunft angehen“? Ich würde mich freuen, wenn Sie dies etwas konkretisieren könnten. Vielleicht kann ja der ein oder andere Kollege eine Idee dazu beitragen.

Anmerkung zur Antwort des Kollegen Georg Handwerker: Wenn ich eine Privatpraxis hätte, wäre ich mit der Einstellung "unbegrenzt" auch entspannt....

Hallo Herr Criegern,

Sie haben jetzt die möglichkeit ein beliebige maximale Anzahl von Buchungen für Patienten in einem Quartal festzulegen (0 bedeutet ohne Begrenzung).

Wie Herr Thierfelder bereits sagte wird es für die Nutzerverwaltungsseite in naher Zukunft einen Umbau geben. Ziel dessen ist es vor allem die Übersichtlichkeit zu verbessern und mehr Konfigurationsmöglichkeiten für die einzelnen Terminsuchen zu bieten (eigene Bestätigungs E-Mail Texte pro Suche etc.).

In diesem Zuge könnten dann auch separate Buchungs Limits für verschiedene Patientengruppen (Selbstzahler, GKV, Privat) angeboten werden. 

 

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