Liebe tomedianer,

aus gegebenem Anlass möchten wir Ihnen versichern, dass wir alles dafür tun, um Ihnen in den kommenden Wochen auch weiterhin in gewohnter Art und Weise zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig ist es unsere Priorität, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Nutzer und Mitarbeiter zu schützen und unseren Teil zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 beizutragen. Aus diesem Grund haben auch wir ab sofort einige technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, sodass u.a. ein Großteil unserer Mitarbeiter inkl. unserem Supportteam von zu Hause aus arbeiten kann. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls es dadurch evt. zu längeren Wartezeiten an der Hotline bzw. bei der Beantwortung von E-Mail und/oder Forumsanfragen kommt.
Hallo Tomedo-Entwickler und -User,

hat sich eigentlich in den letzten 9 Monaten etwas neues getan bezüglich Faxomat? Gilt weiterhin, dass unter Sierra und High Sierra das US Robotics Modem nicht mehr läuft und damit auch der Faxomat nicht mehr geht? Spielt es eigentlich eine Rolle, wo der Faxomat angeschlossen ist (bei uns auf dem Server, der auf OSX 10.9.5 Mavcericks läuft)? Könnte man die Client-Rechner dann updaten?

Freundliche Grüße

Josef Ettinger, München
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1 Antwort

Moin Herr Ettinger,

Sierra und Hig Sierra und wahrscheinlich auch alle zukünftigen MacOS-Versionen unterstützen nicht das Fax-Modem.

Clients können Sie updaten - so hat es bei mir zumindest immer reibungslos funktioniert.

Ich bin vor geraumer Zeot dazu übergegangen, das Modem an einen Raspberry Pi anzuschließen und auf diesem (Computer von der Größe einer Streicholzschachtel) einen Hylafaxserver zu betreieben. Das funktioniert extrem stabil und ich habe keine Probleme mehr mit dem Faxen von Arztbriefen > 2 Seiten.

Die einzige Einschränkung ist die etwas holprige Übergaben der Faxnummern aus Tomedo: derzeit stehen die in dem Format @@Fax:0431-1234567@@ im Adresskopf und werden automatisch ausgelesen. Daher meine Trittbrett-Frage:

Ist hier jemand, der sich so gut mit Linux auskennt, dass er den email2fax-Gateway für Hylafax aktivieren kann? Dann könnte man aus der Praxis oder über VPN durch klick auf "Brief per Mail versenden" per Email-Client faxen.

Grüße, Jan Wessig
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...sind leider mal wieder Dinge dazwischen gekommen.

Bei mir funktioniert das email2fax-Hylafax schon. Anleitung kommt...

Dadurch dass Starface ihren Macclient jetzt mit einer auto-Wiederwahlfunktion ausgestattet haben war es für mich insgesamt nicht mehr so akut...

Hauptproblem ist tomedo... da man die Email ja mit der Nummer und nicht mit einer email-Adresse ausstatten muss ist das faxen so doch noch etwas umständlich.. ich denke faxen per Filedump wäre insgesamt deutlich einfacher zu realisieren (die zu faxende Datei wird dazu in ein einen Ordner kopiert. Die erste Zeile der Datei enthält dabei die Faxnummer).
Eine Anleitung wäre super, wo darf ich denn dann den Rotwein hinschicken?

Die Sache mit der email-Adresse ist m.E. zweischneidig: einerseits kann man ab dem 25.05.2018 konventionelle email-Adressen ja wahrscheinlich vergessen und bei verschlüsselter email-Kommunikation braucht man meist kein Fax. Man muss also nur auf email klicken und Tomedo weiß, ob der Versand über email oder Fax laufen muss.

Und dann kommt ja noch TI. Wenn das in etwa so funktioniert wie unser KV-Safemail hier im Norden, dann werden die Safemails über die Mail-App versandt, wieder muss man bei Tomedo nur auf email klicken und Tomedo hinterlegt gleich die richtige Adresse oder eben Faxnummer in der Adresszeile.

Grüße, JAn Wessig
Die Anleitung sollte erstmal funktionieren.... ist aber noch nichts für Leute die keine Ahnung von Linux haben, da sich Paketabhängigkeiten leider sehr schnell verändern können und dann bestimmte Funktionen nicht mehr gehen....

Ich werde eine stabilere- auf Dietpi basierende Anleitung erstellen sobald mein ganzes Datenschutzgedöns fertig ist (Also frühestens im Juni). Dann kann auch ein Raspberry Pi als Faxserver benutzt werden (das habe ich noch nicht getestet..sollte aber eig. gehen)

Das Webfrontend habe ich mal so kurz zusammengeschuhstert...ist nicht perfrekt, klappt aber erstmal...

 

INSTALLATION DES BETRIEBSSYSTEMS

1. Zuerst brauchen wir ein Betriebssystem:

Zum Einsatz kommt Debian als eine der sichersten und solidesten Linux-Distributionen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Tutorials ist die Version 9.2.1 (Stretch) von Debian aktuell und kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: https://www.debian.org/CD/netinst/ (auf der rechten Seite - nicht unter Bittorrent - auf amd64 klicken).
Für den Raspberry Pi3 bitte das neueste Raspbian Lite benutzen. Anleitungen und Images gibt es hier https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/

Das Image muss dann mit dem Tool Etcher https://etcher.io/ auf einen USB 2.0 Stick installiert werden. Ein 3.0 Stick funktioniert nicht - oder braucht einen 2.0 USB-Hub dazwischen.

Diese Abschnitt betrifft nur Computer - nicht den Raspberry.

2. Dann den NUC/Raspberry/egal mit dem Stick booten und das System installieren.

Wir nutzen die nicht grafische Installation: Dort bewegt man sich mit den den Pfeiltasten und der TAB - Taste.
-> Install
-> German/Deutsch
-> Deutschland
-> Deutsch
-> Fehlende Firmware vom Wechseldatenträger laden: NEIN
-> Rechnername: FruityFAX
-> Domain Name leer lassen
-> root Passwort: WICHTIG!!! IRGENDWO NOTIEREN!!!
-> Vollständiger Name des neuen Benutzers: pi
-> Benutzername für Ihr Konto: pi
-> Passwort: pipasswort (falls hier etwas anderes genommen wird bitte notieren!)
-> Geführt - vollständige Festplatte verwenden
-> SCSI1 (nicht den USB Stick nehmen)
-> Alle Dateien auf eine Partition
-> Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen
-> Änderungen auf Festplatte schreiben: JA (ist nicht vorausgewählt)

Das dauert jetzt 2 Minuten...

-> Einen Spiegelserver aus der Nähe aussuchen.
-> Http-Proxy-Daten: leer lassen

Das dauert jetzt bis zu 10 Minuten

Bei der Paketerfassung nicht teilnehmen.
Anschließend wählen wir die Pakete aus. Die Auswahlsternchen kann man mit der Leertaste an- und abwählen.

-> Debian Desktop environment abwählen.
-> web server NICHT auswählen.
-> Druckserver ausgewählt lassen.
-> SSH Server auswählen
-> Standard-Tools ausgewählt lassen.
mit TAB auf Weiter.

Wenn alle Pakete heruntergeladen sind Stick herausziehen und neu starten.

Ab hier gilt die Anleitung auch wieder für Raspbian.

Beim Login: root eingeben (beim Raspberry mit pi einloggen und dann sudo su eingeben). Das Passwort wurde hoffentlich notiert :)

Das US-Robotics USR5637 in einen beliebigen USB-Slot stecken.

Das von mir bereit gestellte Shell-Script herunterladen:
cd / eingeben
wget http://www.ganjacru.de/Buschtrommel/FruityFAX.sh eingeben
chmod +x FruityFAX.sh eingeben
./FruityFAX.sh eingeben

jetzt läuft die Installationsroutine erst einmal durch - dies kann je nach Internetverbindung bis zu einer Stunde dauern.

Jetzt das Fax einrichten:
faxsetup -server -quiet eingeben und einfach jede Anfrage mit Enter bestätigen.
faxadduser -p pipasswort -u 1000 pi eingeben (bzw. das für den Nutzer pi vergebene Passwort statt pipasswort)

Dann den Mailer einrichten:
dpkg-reconfigure exim4-config eingeben
-> Internet Server
-> FruityFAX.local
-> OK
-> Liste leeren (127.0.0 ....entfernen)
-> email2fax.local
-> Domänen, für die deser Rechner... leer lassen
-> Rechner für die E-Mails weitergeleitet werden (Relay): 192.168.0.0/24 (Oder das jeweils gültige lokale Netzwerk eintragen)
-> DNS-Anfragen minimieren: JA
-> Maildir-Verzeichnis
-> Einstellungen auf kleine Dateien aufteilen: JA

chmod 777 /var/www/html/config.ttyCM0 eingeben
chmod 777 /var/www/html/FaxDispatch eingeben

reboot eingeben

Der Rest kann jetzt vom Webbrowser aus gemacht werden.
Dazu einfach http://FruityFAX.local eingeben.

Oben rechts auf Servereinstellungen klicken und Vorwahl sowie die Telefonnummer des Faxes eingeben.
Der Faxname wird beim Versenden des Faxes bei der Gegenstelle angezeigt.
Faxe werden standardmäßig nicht als email weitergeleitet. Auf Wunsch einfach anhaken und die email-Adresse eingeben.

 

Nach dem starten muss netatalk nochmal resettet werden. Also per ssh als root einloggen und: "service netatalk restart" eingeben...oder wahlweise gleich in die rc.local eintragen..
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