Habe das notwendige Serverupdate geladen und dank professioneller Unterstützung nur knapp 1 h Zeit benötigt.

KIM habe ich seit der Ankündigung vermisst, mittlerweile sind wir aber so schnell und effektiv geworden, dass 99% unserer Berichte fertig sind, sobald der Patient den letzten Untersuchungsraum bzw. das Sprechzimmer verlassen hat.

Nach dem Update hat der LDAP Test funktioniert und das KIM Verzeichnis ist sichtbar weshalb ich tatsächlich Briefe per KIM versenden könnte. Weil aber meine Patienten mittlerweile den Brief in der Hand halten, sobald Sie die Praxis verlassen, werde ich diesen sinnvollen Dienst jetzt wohl nur selten benötigen.

Wenn ich richtig verstehe, ist eine kostenpflichtige PTV 4 Lizenz notwendig, um ePA und die Stapelverwaltung für eAU und eRez, die mir noch niemand hat demonstrieren können, zu nutzen.

Weil 90% meiner Patienten nicht (mehr) arbeiten, werden sie niemals eine AU benötigen. Die anderen schreibe ich meist nur kurzfristig krank, langfristige AU stellt der Hausarzt aus, damit habe ich also nichts zu tun. Bei kurzfristiger Krankschreibung ist in erster der Linie der Arbeitgeber interessiert, weil er den Lohn fortzahlt. Der bekommt bis 30.06.22 auch weiterhin den Ausdruck von mir. Danach sollen das die Krankenkassen übernehmen. Ich habe schwere Zweifel, ob das reibungslos funktioniert und schließe Wetten ab.

Für die ePA benötigen meine Patienten eine entsprechende Versicherungskarte mit PIN. Die Wenigsten werden sich so eine Versicherungskarte anschaffen, weil die Beschaffungshürden zu hoch sind. Also wird sich die ePA nicht durchsetzen. Warum also soll ich mir die Zeit nehmen, mich einer Totgeburt zu beschäftigen, ganz zu schweigen vom zeitlichen Aufwand der entsprechenden Datenpflege?

Bislang konnte mir noch niemand plausibel machen, wozu ich das brauche. Bitte um fundierte Aufklärung. Es reicht nicht, auf den angedrohten Honorarabzug zu verweisen. Der ist doch nur als Erpressungsinstrument notwendig, die ungeliebte TI bei uns mit Gewalt durchzudrücken.

Entwickelt wurde das von Theoretikern, die wahrscheinlich niemals in praktischen Bereich gearbeitet haben, anders ist das für mich mittlerweile nicht mehr zu verstehen.

Ich bin aufgeschlossen für jede konstruktive Beratung und Argumente mit denen man mir die Vorteile dieser Technologie plausibel machen kann.
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Sehr geehrter Herr Dr. Klaproth,

da können wir Ihnen nur beipflichten, das gesetzliche Bestimmungen kritisierbar und nicht immer in der Praxis praktikabel sind. Wir, tomedo bzw. Zollsoft, unterstützen Sie lediglich insoweit, dass wir diese Bestimmungen umsetzen müssen, damit Sie ihre Bestimmungen als Arzt erfüllen können. Unsere Handhabe ist dabei sehr begrenzt und wird durch entsprechende Zertifizierungsprozesse vorgegeben.
Vielen Dank für die klaren Worte von Ihrer Seite. Ich weiß, dass Toemdo sehr bemüht ist uns nach Kräften zu unterstützen. Bisher habe ich immer sehr professionelle und immer freundliche Mitarbeiter gehabt.

1 Antwort

Just do it.
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Klar, aber nur so weit, dass mir keiner was anhaben kann. Ich bin vorbereitet und schau mir das gespannt an.

Die viel gelobte TI hat bislang noch keinem Arzt oder geschweige einem Patienten genützt, das wird auch so bleiben. Der ganze Quatsch hat bisher nur Zeit und Nerven gekostet. Der Wechsel von CGM mit der KocoBox auf Secunet und Toemdo hat mich zusätzliches Geld gekostet aber Nerven geschont.

Dank der Exportfunktion in Tomedo, kann bereits jetzt jeder Patient all seine Daten von mir bekommen und damit machen was er will. Dafür braucht niemand eine Versichertenkarte mit PIN Funktion und funktioniert deutlich besser und einfacher. Zum Glück verordne ich kaum Medikamente und schreibe keine AU aus,deshalb hält sich für mich der Aufwand in Grenzen.
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