Liebe tomedianer,

aus gegebenem Anlass möchten wir Ihnen versichern, dass wir alles dafür tun, um Ihnen in den kommenden Wochen auch weiterhin in gewohnter Art und Weise zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig ist es unsere Priorität, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Nutzer und Mitarbeiter zu schützen und unseren Teil zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 beizutragen. Aus diesem Grund haben auch wir ab sofort einige technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, sodass u.a. ein Großteil unserer Mitarbeiter inkl. unserem Supportteam von zu Hause aus arbeiten kann. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls es dadurch evt. zu längeren Wartezeiten an der Hotline bzw. bei der Beantwortung von E-Mail und/oder Forumsanfragen kommt.

Liebes Tomedo-Team, Liebe Forumteilnehmer, 

in unserer Favoritenliste ICD-Diagnosen/ Hauskatalog haben wir sämtliche von uns gebräuchlichen Diagnosen eingetragen. Wir haben sowohl die Diagnosesicherheit hinterlegt als auch Dauerdiagnosen deklariert. Die KV verlangt zusätzlich zu den Dauerdiagnosen (DDI) auch eine oder mehrere Quartalsdiagnosen (DIA) auf dem Abrechnungschein. Kommt denn nun der Patient mit der Dauerdiagnose xy und ich möchte, weil er wegen Diagnose xy behandelt wird genau die Diagnose nochmal als Quartaldiagnose auf dem Schein eintragen haben wir ein Problem. 

Wenn nun die Diagnose im Favoritenkatalog als Dauerdiagnose (DDI) hinterlegt ist, wird sie obwohl wir sie über den Eintrag "DIA" aufrufen nicht mehr in die Kartei übernommen. Der PC nimmt die für ihn hinterlegte Dauerdiagnose und löscht sie, weil sie ja für ihn schon als Dauerdiagnose auf dem Schein steht.  Es kann ja nicht sein das man erst in den Favoriten den Haken bei Dauerdiagnose entfernen muss, um dann die Diagnose zu übernehmen. Um es dann hinterher wieder im Hauskatalog zu ändern.

Wir möchten auch nicht den über Einstellungen-Praxis-Kartei zu aktivierenden Button "das mehrfache Hinzufügen von DDI erlauben (Kartei-Zumüll-Option) aktivieren um dann hinterher wenn Diagnose xy 2 Mal auf dem Schein steht einen Haken für DDI rauszunehmen. Eigentlich ist die Funktion das Dauerdiagnosen nicht mehrfach auf dem Schein stehen sehr hilfreich, insbesondere wenn der Patient so viele Erkrankungen hat, dass es an Diagnosen zu unübersichtlich wird und man ewig scrollen muss um zu gucken ob Diejenigewelche schon enthalten ist. 

Wir möchten auch nicht in den DIA Diagnosen der Medizinischen Daten des jeweiligen Patienten stöbern, ob da vielleicht mal die gesuchte Diagnose als Quartalsdiagnose auftaucht um sie dann per Drag & Drop auf den Schein zu übernehmen! 

Die Funktion eine als DDI hintelegte Favoritendiagnose als DIA auf dem Schein zu übernehmen gab es schon, das ist noch gar nicht so lange her! Wo ist das Problem dies zu belassen? Jede Praxis macht das anders!  So etwas muss doch praxisspezifisch einstellbar sein. Haben die Tomedo Entwickler jemals Unmengen von Diagnosen eingeben müssen und die Handhabung ausprobiert? 

Wir sind nicht sehr 'amused' über die Änderung der Diagnosenhandhabung! Ist es doch eine sehr elementare Geschichte für unsere plausible Abrechnung!

Lg Praxisteam Hahne

N. Unrath

(zert. Abrechnungsassistentin)

 

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2 Antworten

Ich verstehe leider nicht, warum sie eine Dauerdiagnose des Patienten unbedingt als Akutdiagnose auf dem Schein haben wollen. Gibt es dafür irgendwelche abrechnungsrelevanten Gründe (Quelle?). Laut meinem Kenntnisstand sollten sie sämtliche behandlungsrelevante Diagnosen (und auch NUR die behandlungsrelevanten Dauerdiagnosen und nicht alle Dauerdiagnosen) auf dem Schein eintragen (https://www.aerzteblatt.de/archiv/80606/Ambulante-Kodierrichtlinien-Definition-der-Behandlungsdiagnose). Ob es sich dabei um Dauerdiagnosen oder Akutdiagnosen handelt, ist der KV meiner Meinung nach total egal. Wichtig ist nur, dass es sich um eine Behandlungsdiagnose handelt.

PS: Dass die Kassen sich nicht beschweren, wenn zu viele Diagnosen auf den Schein stehen ist auch klar, weil dadurch der Risikostrukturausgleich in Ihrem Sinne beeinflusst wird.

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Ich habe mit der KV Westfalen-Lippe und der Knappschaft endlose Telefonate geführt über Patienten bei denen wir nur behandlungsrelevante Dauerdiagnosen aber keine Akutdiagnosen auf dem Abrechnungsschein hatten. Wie sagten sie so schön "die Behandlung muss ein Bild ergeben". Wenn nur die Dauerdiagnosen auf dem Schein stehen, wissen sie nicht wieso der Patient in dem laufenden Quartal in Behandlung war, folglich sollte nach Angabe mindestens eine Akutdiagnose auf dem Schein stehen. Hat der Pat also als beh. Dauerdiagnose arterielle Hypertonie und bekommt z.B. sein regelmässiges Blutdruckmedikament verordnet, wird von uns nochmals arterielle Hypertonie als Akutdiagnose hinzugefügt, d.h. wir begründen sämtliche Verordnungen, Behandlungen etc. nochmals mit einer entsprechenden Akutdiagnose und manchmal steht sie eben schon als beh. Dauerdiagnose/ Dauerdiagnose auf dem Schein.  Wir sind Knappschaftsärzte und gehören laut Aussage der Knappschaft zu einer der bestverschlüsselten Praxen! Die Quelle ist die Erfahrung und die unzähligen Telefonate. smiley

 

 

Ab  v1.74 wird eine per DIA angelegte Diagnose die im Hauskatalog als DDI geführt ist, nicht mehr als DDI angelegt, sondern als Nicht-DDI. Dadruch findet auch keine automtische 'Verschmelzung' mit der vorhandenen Dauerdiagnose mehr statt.

Bsi dahin können Sie sich damit behelfen, die Diagnosen auf dem Schein direkt als Nicht-DDI anzulegen. Dort kann man bei der Anlange einfach den DDI-Haken entfernen. Bei Bedarf kann man die Diagnose auch in die Kartei übernehmen. Ich möchte aber anregen, die Diagnose nicht in die Kartei zu übernehmen, da sie ja nur aus Abrechnungsgründen so dokumentiert wurde und als Dauerdiagnose in der Kartei ja schon vorhanden ist.
Ich habe in diesem Bereich noch eine Inkonsistenz bzw. "zu-viel" an Automatik gefunden. Ich habe in unserem Hauskatalog für dieselbe ICD-Nummer F80.1 einmal "Late talker" als Text für F80.1V hinterlegt, und einemal den normalen ICD-Text "Expressive Sprachstörung" für F80.1G.

Bei einem Patient, der im Alter von 2;3 Jahren als "Late talker" diagnostiziert wurde, möchte ich nun die alte DDI in eine normale DIagnose umwandeln (geht), und anschließend mit aktuellem Datum "Expressive Sprachstörung" als neue DDI eingeben. Egal ob mit oder ohne "Kartei-Zumüll-Aktion", ich gebe die Diagnose ein (per "." oder per "DDI" ist auch egal, und der Diagnosetext wird nach ca. 1 Sekunde (leicht verzögert) in "Late Talker" verwandelt. Wenn ich die Diagnose als DIA eingebe passiert dies nicht.

Das Ganze ist bei mir relevant, denn es ist ein Privatpatient - der bekommt nur den Text der DIA / DDI auf die Rechnung etc., nicht jedoch die ICD. Für den Arztbericht wäre es auch relevant. Für Kassenabrechnung wäre es egal, aber verwirrend.
Beantwortet von (1.7k Punkte)
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Ich kann dieses Verhalten bei mir leider nicht reproduzieren. Was ich getan habe:

DIA-Eintrag 'Late Talker' für 15.4. in die Kartei

DDI-Eintrag 'Expressive Sprachstörung' für 20.4. in die Kartei.

Im Ergebnis wurden die beiden Diagnosen NICHT verschmolzen. Eine Verschemlzung konnte ich nur herbeiführen, wenn ich die Diagnose vom 15.4. ebenfalls als DDI dokumentiere.

Hinweis: Ein Doppelkodierung von DDIs mit einmal eigenem Text und einmal Katalogtext ist in tomedo leider nicht möglich. Die Katalogtext-Eingabe wird als Dopplung interpretiert, mit dem eigenen Freitext als prioritär zu verwendenem Text. Dadurch soll eine unbeabsichtigte Doppelerfassung von gleichen DDIs verhindert werden. Wenn die ältere Diagnose allerdings keine Dauerdiagnose ist, sollte es funktionieren.

Sie können den Diagnosentext aber auch leicht vom Katalogtext abwandeln (z.B. 'Expressive Sprach-Störung). Dann wird die Dauerdiagnose garantiert nicht mehr mit einer bestehenden DDI verschmolzen.

Hallo Herr Berg,

zwei Dinge waren bei mir anders als im "Nachstellen": 1. Es war eine Privatrechnung offen. 2. Der Eintrag "Late talker" war ursprünglich eine DDI. Diese wurde nachträglich durch entfernen des Häkchens (in der Diagnose in der Privatrechnung) in eine DIA umgewandelt.

Dann tritt das beschriebene Verhalten auf.

Ich htte mich vielleicht unklar ausgedrückt.
Der Unterschied zu meinem Minimlatestfall ist vermutlich, dass die Diagnose 'Late-Talker' auf einem abgerechneten Schein/Rechung vorhanden ist. Daher kennt tomedo auch wenn Sie die Diagnose in der Kartei von DDI auf DIA ändern weiterhin die DDI 'Late Talker' für den Patienten (da sie auf abgerechneten Scheinen/Rechnungen nicht mit geändert wird).

Als Konsequenz wird bei Dokumentation der Katalogtext-DDI der Freitext auf den alten selbst definierten Text gesetzt. Dies ist vermutlich in 99% der Anwendungsfälle auch sinnvoll. Wenn man sich einmal die Mühe gemacht hat, einem vom Katalogtext abweichenden Freitext für einen DDI zu überlegen, ist dieser auch für die aktuell mit Katalogtext erfasste DDI aktuell. In Ihrem Ausnahmefall ist dies nun leider nicht so. Wäre es zumutbar, dass Sie mit dem oben erwähhnten Workaround einer leicht vom Katalogtext abweichenden Neu-DDI arbeiten?
Danke, Workaround akzeptiert. Habe "Late Talker" mit R47.8 belegt. Damit sollte es in Zukunft keine Probleme mehr geben.
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