Wir haben in Tomedo eine Serienbrieffunktion. So könnte man auch an eine Gruppe ausgewählter Adressaten per KIM Serienbriefe versenden.
Es macht ja Sinn, dieses Instrument nicht nur für die Patienten-Kommunikation bei GKV Versicherten zu verwenden. Ich setze es auch für andere Fälle ein, weil mittlerweile die meisten Kollegen eine KIM Adresse haben und nur wenige diese dennoch bisher völlig ungenutzt lassen. Insgesamt sieht man aber mal wieder, dass die TI sehr viele Aspekte gar nicht berücksichtigt und von Theoretikern entwickelt wurde, allerdings nur um Verwaltungsabläufe bei den Kranken Kassen zu vereinfachen und nicht um uns Ärzten die Arbeit zu erleichtern. Zollsoft setzt sich da ganz besonders ein, das Beste daraus zu holen.
Und so hoffe ich doch, dass dieser Vorschlag von Herrn Stenger umgesetzt wird. Im Übrigen wundert es mich auch, dass bis heute in meiner Umgebung noch kein Radiologe KIM zur Befundübermittlung einsetzt. Diese Gruppe würde damit immense Portokosten sparen, die bislang nicht annähernd durch die KV Pauschalen abgedeckt werden. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die Radiologen keine klassischen PVS wie Tomedo einsetzen sondern eher so wie viele Kliniken arbeiten, die übrigens dieses Instrument auch kaum einsetzen, jedenfalls kommen dort trotz vorhandener KIM Adressen weder Briefe an, noch erhalte ich welche auf diesem Weg von Kliniken. Dabei erhalte ich die meisten Briefe und Befunde von Kliniken und deren Institutsambulanzen. Das beweist, dass wir in Deutschland insgesamt - zumindest was die Digitalisierung angeht - noch Entwicklungsland sind.