Katja Nicksch
Liebe Kunden,
wir hatten ja bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass das Kassenbuch im tomedo nicht den Anforderungen eines elektronisches Kassenaufzeichnungssystems i. S. d. § 146a AO i. V. m. § 1 Satz 1 KassenSichV entspricht und daher aktuell als solches auch nicht uneingeschränkt genutzt werden kann. Es dient aus unserer Sicht der Buchhaltungserfassung.
Damit Sie jedoch weiterhin unser Kassenbuch zur Dokumentation aller Barvorgänge nutzen können, ohne in zusätzliche Technik oder Software investieren zu müssen, wollen wir unser Kassenbuch fit für die gesetzlichen Vorgaben machen.
Nach längerer Suche haben wir jetzt endlich einen Partner gefunden, mit dem wir die Anbindung einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) an unser Kassenbuch umsetzen können. So kann jede Transaktion in Verbindung mit einer Barzahlung in Ihrer Praxis mit einer rechtsgültigen Signatur versehen werden.
Das ist jedoch auch mit Kosten für uns verbunden.Bei Buchung des TSE-Moduls (inkl. einer entsprechenden Buchungsbestätigung) berechnen wir pro TSE:
- 49 € Einrichtungsgebühr
- 29,90 € monatliche Nutzungsgebühr
Die Entwicklung dazu wird voraussichtlich im Februar nächsten Jahres abgeschlossen sein. Uns interessiert:
Ist das TSE-Modul für Sie immer noch interessant? Sollen wir diese Entwicklung weiter verfolgen?
Felix van Wasen
Hallo, da die TSE jetzt, entgegen Ihrer Information im tomedo-Newsletter, Geld kosten soll und dies nun auch noch monatlich, habe ich an diesem Modul kein Interesse mehr. Ich verstehe natürlich, dass Sie die Kosten weitergeben müssen. Doch in Zeiten, in denen alles in Abo-Modelle umgewandelt wird, müssen wir priorisieren.
Mann kann das Kassenbuch auch handschriflich führen. Das kostet dann ca. 10€ im Jahr und ist rechtskonform.
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Mir ist immer noch nicht ganz klar ob wir es haben müssen oder ncht. Meine letzte anwaltliche Information und die vom Steuerberater ist nun - nein. Hatte denn in letzter Zeit jemand eine Prüfung und musste TSE nachweisen oder nachrüsten? Die Nutzungsgebühren halte ich auch für zu hoch und würde das so nicht machen. Zumal ich aus den Kassenbüchern immer noch DSGVO relavantes Material (Rechnungskopien) manuell rausfischen muss bevor es an den Steuerberater geht.
Matthias Müller
Einmalige Gebühr (selbst wenn etwas höher) - ja. Abomodell nein.
Und Peters Kommentar ist sinnvoll: MÜSSEN es Arztpraxen dafür haben?
MichaelKneußel
Kein Interesse, wir führen das Kassenbuch in Tomedo, einmal im Jahr werden die Daten in unser Buchhaltungsprogramm übertragen, für Steuerberater kein Problem....
Hautärztin Lippstadt
Guten Morgen,
ich hatte das Thema Kassenbuch bereits mit Zollsoft hinter der Bühne verfolgt und auf Möglichkeiten anderer Anbieter hingewiesen. Leider hat hier Mac Grenzen aufgezeigt.
Aktuell ist das Tomedo-Kassenbuch ein solches im Sinne von § 1 KassenSichVO - und wenn der Steuerberater etwas anderes erzählt, soll er sich den §1 mal laut vorlesen - das hilft.
Wer muss ein Kassenbuch - und in welcher Form führen?
Wer nur Brötchen und Porto aus der Kasse bezahlt, benötigt kein elektronisches Kassenbuch oder eine Registrierkasse. Da reicht eine Kladde, in der die täglichen Bewegungen eingetragen werden, die sogenannte offene Ladenkasse, vom Gesetzgeber auch ausdrücklich gewollt - für Kleinunternehmer.
Wer aber 2-3.000 Belege/ Jahr für IGeL, med. Kosmetik, Botox, etc zu verzeichnen hat, tut gut daran, ein ordentliches und jetzt auch zertifiziertes Kassenbuch zu führen, weil er dann auch kein Kleinunternehmer ist. Das Kassenbuch ist bei einer Betriebsprüfung der Startpunkt für das Finanzamt. Werden hier Unregelmäßigkeiten gefunden, wird tiefer gegraben. Beispiel: Sie nehmen Geld aus der Kasse, um es bei der Bank einzuzahlen. Sie zahlen es ein, und machern dann im Kassenbuch eine entsprechende Buchung. Dieser Vorgang macht das Kassenbuch unrichtig, wenn vor der Abgangsbuchung eine Zugangsbuchung erfolgt. Das kann man zwar erklären, aber bei einer sich über die letzten 10 Jahre erstreckenden Prüfung, wird das schwierig. Bei einer aktuell betreuten Betriebsprüfung war dieser Vorgang Anlass für das FA, einen Schätzungszuschlag zu fordern, weil sich die Praxis diesen "Schnitzer" jeden Monat einmal erlaubt hatte.
Die finanziellen Vorstellungen von Zollsoft für die Zertifizeirung des Kassenbuches sind anspruchsvoll. Schaut man sich aber nach Alternativen um, sieht man ähnliche Vorstellungen bspw. bei der Bundesdruckerei mit einem geringeren Service. Ein alternatives elektronisches Kassenbuch kann zwar preiswerter sein, aber dann müssen auch alle Leistungen und Leistungsempfänger redundant gepflegt werden. Und das kostet auch Zeit und Geld.
Eine Nachfrist zur Zertifizierung bis zm 31.03.2012 gibt es nicht von allen Bundesländern, sondern nur in BW, Hessen, NRW, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Eine Verfristung in den anderen Ländern sehe ich aber nicht als wirklich kritisch an, weil die Umsetzung bundesweit "hängt".
Die sogenannte Fiskalisierung kostet den Steuerzahler viel Geld. Demgegenüber gibt es mögliche Einsparungen im Bereich der Digitalisierung der Finanzbuchhaltung, - und es gibt hier auch noch Baustellen für Praxen, bspw. die GOBD-konforme Datenspeicherung. Ich habe Zollsoft gebeten, sich mit entsprechenden Anbietern kurzzuschliessen, um den Weg zu diesen Einsparpotentialen (im wesenlichen Entfall der FiBu-Kosten des Steuerberaters) zu öffnen.
Gruß aus Lippstadt vom Arztgatten (Rechtsanwalt J. Frotscher)
Klaus Lorenzen
Ich verwende das Kassenbuch von Zollsoft erst seit diesem Jahr, um endlich die zeitraubende manuelle Erfassung der Barkasse in meiner Hausarztpraxis auf ein zeitgemäßeres Format umzustellen. Für einen Kleinunternehmer fallen vielleicht 6-10 Posten pro Monat (!) an, die ich lediglich als digitale Auzeichnung (statt analog) an meine Steuerberatungskanzlei übermittele. Hier können die Daten auch problemlos gelesen werden und ich habe keine Information erhalten, daß diese Methode nicht rechtens sein sollte.
Ich habe daher KEINERLEI INTERESSE an diesem sündhaft teuren Abo-Modell, welches in meinen Augen in keinster Weise für eine Hausarztpraxis gerechtfertigt ist.
Grüße aus dem fast stillgelegten Osten
Klaus Lorenzen
Johannes Müller
Ich denke, dass der Preis für den Aufwand gerechtfertigt ist und bei entsprechenden Einnahmen (igel, Botox etc.) spätestens ab der ersten Kontrolle durch das Finanzamt ohnehin angeordnet wird.
Für eine Hausarztpraxis mit durchschnittlich 200€/Monat Einnahmen (Atteste, Führerscheinuntersuchung etc..) ist das klassische Kassenbuch sicherlich (noch) ausreichend.
Mich würde interessieren ob man mit dem Modul dann auch gleich ein EC-Karten-Terminal ans tomedo anschließen und z.B. eine Privatrechnung sofort liquidieren kann?
VG
JM
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Frau Nicksch, zeigen sie doch bitte mal was sie da gebastelt haben. Kurzes Screen video auf Youtube oder soetwas. Buchen sie doch bitte mal eine Rechnung aus Tomedo, buchen sie einen Tankschein, eine Privatentnahme und in einem zweiten Kassenbuch eine EC-Einnahme, EC Kassenschnitt, und in in einer dritten eine Einnahme als Durchlaufposten für den Chefanästhesisten bei einer Selbtszahleroperation der nicht jede Woche da ist zur Aufbewahrung. Dann bitte noch einen täglichen Kassenschnitt. Zuletzt noch einen Export für den Steuerberater mit den Files die da rübergehen sollen oder wird es ein Datevexport oder was geht da raus? Featureliste, roadmap? Komplett neues app oder das Kassenbuch von Tomedo aufgebohrt?
Ich meine wir zahlen ca 40-50 Euro im Monat für unser EC Gerät einschliesslich Buchungen. Mich stört der vorauseilende Gehorsam wieder aber mit dem Finanzamt tanzen macht keinen Spass. Wenn der Arztgatte sagt wir brauchen das besser, dann würde ich es machen wenn Zollsoft etwas weniger zulangt, 20 Euro im Monat und langfristiger rechnet.
Ich habe mal nachgesehen wir haben 63 EC Kassenbewegungen im November und 11 Kassenbucheinträge.
Das sind bei 29,90 40cent pro Kassenbucheintrag. Ist ja echt teuer so ein Eintrag.
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Der Frage schliesse ich mich an, aktuell snannen wir die EC Kartenbelege und am Ende des Tages den EC Kassenschnitt ein. Hat der Anbieter die Möglichkeit EC abzuwickeln? Wenn ja, was kostet das? Wer ist der Anbieter?
Oliver Hanemann
Ich kann mich der Argumentation nur anschließen: für die geringe Menge an Barzahlungsvorgängen ist das angebotene Modell nicht mehr verhältnismäßig für mich als Hausarzt.
Daher: Daumen runter.
Grüße, O. Hanemann
Juliane Wacker
Guten Morgen,
ich benötige das Kassenbuch ebenso wie die Kollegin aus Lippstadt. Aktuell zahle ich allerdings bereits ca. 50€ monatlich an iZettle und buche hier auch meine Rechnungen ein, da ich dadurch gleichzeitig in einer kleinen iPad-Lösung das EC-Gerät sowie die Kassenschublade mit Quittungsdruck habe. Das Kassenbuch in tomedo führen wir quasi doppelt. Wenn tomedo "nur" ein Kassenbuch anbieten will ohne EC-Lesegerät und Kassenschubladenanbindung werde ich weiterhin bei der bereits bestehenden GOBD-konformen Lösung bleiben. Denn auf ec-Zahlungen in der Praxis möchte ich nicht vertzichten.
Gruß aus Heidelberg, Juliane Wacker (Hautarztpraxis)
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Ich habe noch mal mit dem Steuerberater gesprochen und wir werden das TSE von Tomedo installieren lassen. Mein Stb empfiehlt es dringend . Wir werden auch den Ablauf des Geldeingänge dokumentieren lassen. Herr Frotscher kennt den Fachausdruck sicher dazu. :)
Ich schreibe den Support an.
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Ich würde hier empfehlen, dass sich jeder kurz bei seinem Steuerberater anruft und das TSE Thema bespricht. Ich denke wir sind hier auf Zollsoft angewiesen uns eine Lösung zu basteln. Zollsoft wird Kunden brauchen um das TSE überhaupt anzupacken.
Wichtig wäre auch eine Bestellung eines Systems in der Hand zu haben um abgesichert zu sein. Und Zollsoft sollte die Preisschraube so weit wie nur irgend möglich aus den Daumen drehen.
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https://www.youtube.com/watch?v=_ZMquDRjruk
Hautärztin Lippstadt
GOBD Verfahrensbeschreibung: Ich habe da mal einen Link mit Erläuterung angefügt. Ich gehe davon aus, dass kaum eine Praxis etwas derartiges hat, fehlen in den meisten Praxen doch schon die Verfahrensbeschreibungen zur DS-GVO (mit Ausnahme von 181 Praxen mit Tomedo-System).
Ich kann mir vorstellen, zu ähnlichem Honorar diese Verfahrensbeschreibungen zu erstellen, basierend auf den 2-3 Alternativen, die Tomedo als Buchführungsmodalitäten bietet. Wenn daran Interesse besteht, mache ich mir mal Gedanken.
Gruß aus Lippstadt vom Arztgatten, Rechtsanwalt und Datenschutzbeauftragtem
www.hartriegel-healthcare.de/downloadcenter
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Die Verfahrensbeshreibung ist das was ich oben meinte Herr Frotscher. Ich hatte schon eine angefordert, aber wenn ich mir das überlege, macht es erst Sinn wenn ein TSE Kassenbuch in der Praxis läuft. Sehr Schade, dass Zollsoft so spät, erst ein Jahr später, auf die TSE Anfrage reagiert aber andererseits gut, dass Zollsoft überhaupt reagiert. Vielleicht sind die Zollsoft Praxen drauf gekommen, dass sie es auch brauchen.
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DRINGEND!
So Kollegen, bitte aufwachen und bitte noch in diesem Jahr kurz mit dem Steuerberater telefonieren um sich abzusichern. Gerne Rückmeldung wie es der Stb sieht. Die meisten von uns werden ein TSE Modul und Verfahrensbeschreibung brauchen. Soweit ich verstanden habe braucht das jeder der Igel Leistungen abrechnet und nicht ausschliesslich auf Rechnung arbeitet. EC-Karteneinnahmen gelten als Bargeldeinnahmen, das befreit also nicht vom TSE-Zwang. Das alles ohne Gewähr, deshalb bitte Anruf beim Stb.
Wenn Zollsoft nicht genug Interessenten findet und uns mit dem TSE im Stich lässt wird es unangenehm und wird viel Arbeitszeit kosten. Doppelte Kassenführung wie im Faden schon beschrieben ist noch das kleinste Problem. Wir sind viel zu spät dran.
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Das ist ja gruselig ruhig in einem sehr wichtigen Thema. Naja, frohe Weihnachten schon mal.
Felix van Wasen
Wir führen das Kassenbuch für unsere Bargeldkasse jetzt wie gesagt handschriftl. und nutzen das tomedo Kassenbuch nicht mehr.
Bzgl. der EC Zahlungen: Sind sie der Meinung, dass wir hier bei Bezahlung einer Rechnung per EC trotzdem das TSE Modul nutzen müssten?