Hallo zusammen,
ich möchte hier einmal ein Thema bündeln, das bei uns in der Praxis seit Januar 2026 spürbar eskaliert ist: deutliche Performance- und Zuverlässigkeitsprobleme rund um die Videosprechstunde (Arzt Direkt / OTK / Login).
Kurzfassung: Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Videosprechstunde bei uns seit Jahresbeginn merklich unzuverlässiger geworden – mit Situationen, in denen Patient:innen zwar „im Online-Wartezimmer“ sitzen, wir aber weder stabil starten noch sinnvoll reagieren können, weil Login/VS/OTK zeitweise nicht oder nur sehr träge funktionieren.
Warum das für Praxen ein echtes Problem ist (und nicht nur “kurz nervig”)
Wenn die VS auf Anbieterseite hängt, passiert Folgendes:
Patient:innen warten im Online-Wartezimmer – ohne zu wissen, dass das Problem nicht in der Praxis liegt.
Wir können das von Praxisseite nicht aktiv lösen.
Der Frust wächst und landet am Ende am Tresen („Technik ist Schrott“, „Praxis kriegt das nicht hin“).
Das ist zusätzlicher Stress fürs Team, zerstört Vertrauen und macht digitale Prozesse insgesamt schwerer vermittelbar.
Und ja: Wir zahlen für das System. Deshalb ist „ist halt mal down“ als Kommunikationsstrategie zu wenig.
Konkretes Beispiel: Statuspage vs. Realität:
Bei einer Störung war auf der Statuspage für ca. 5 Minuten „OTK down“ zu sehen – die tatsächliche Auswirkung (Videosprechstunde / Login in Arzt Direkt) war bei uns aber deutlich länger betroffen (Größenordnung: ~2 Stunden).
Das ist nicht nur ärgerlich, sondern führt direkt zu falscher Erwartungssteuerung – bei Praxis und Patient.
Vorschlag (eigentlich naheliegend): Störungsmeldung direkt im Online-Wartezimmer
Was m. E. dringend fehlt und längst Standard sein sollte:
Sobald tomedo/Arzt Direkt eine relevante Störung erkennt (Login, VS, OTK), sollte im Online-Wartezimmer automatisch und prominent eine Meldung erscheinen, z. B.:
„Aktuell liegt eine Störung beim Anbieter vor. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung.“
Optional mit kurzer Einordnung („Login/Video betroffen“) und ggf. Alternativen („Bitte telefonisch melden“ / „Termin neu buchen“).
Das würde die Situation sofort entschärfen, weil die Patient:innen sehen:
Das Problem liegt beim Anbieter, nicht bei der Praxis:
Ehrlich gesagt ist das auch schlicht an der Zeit, weil sich die Störungen und Performance-Probleme seit Jahresbeginn bei uns häufen.
Kommunikation:
Ich habe das Thema bereits per E-Mail an Herrn Fronober adressiert (inkl. obiger Punkte), bisher aber keine Rückmeldung erhalten. Daher jetzt hier öffentlich im Forum – weil ich stark vermute, dass wir nicht die einzigen sind.
Aufruf: Bitte meldet euch, wenn ihr ähnliche Probleme habt
Wenn ihr seit Januar 2026 ebenfalls
beobachtet: Bitte schreibt hier kurz dazu (gerne mit grober Region/Zeitslot/typischen Symptomen – ohne Patientendaten).
Je mehr Praxen das hier sauber dokumentieren, desto eher entsteht der nötige Druck, damit das Thema priorisiert wird. Am Ende zahlen wir alle dafür – und es betrifft unmittelbar die Versorgungsqualität und die Akzeptanz digitaler Prozesse.
Viele Grüße
Mathias Juraschek
Zusammengelegt aus dem anderen Thread - Die Antworten von Herrn Fronober per Mail sind leider bagatellisierend und oberflächlich und gehen nicht auf den Inhalt meiner Mails ein.
Werdet laut. Wir zahlen für die Leistung, die für uns derzeit Imageverlust bedeutet und nicht zuverlässig erbracht wird.