Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nachdem ich bereits ein Formular zur strukturierten TI-Störungsmeldung entwickelt und zur Verfügung gestellt habe, möchte ich die Diskussion erneut erweitern – denn die Problematik ist größer, als viele vielleicht denken.
Natürlich hören wir die immergleichen Gegenargumente:
- “Komplexe Systeme sind nie fehlerfrei.”
- “Die Verantwortung liegt doch beim Konnektoranbieter.”
- “Ersatzverfahren gibt es doch.”
Aber: Das greift viel zu kurz.
Wir sind gesetzlich zur TI-Nutzung verpflichtet – ohne Einfluss auf deren Komponenten, Zertifikate oder Sicherheit. Wenn etwas ausfällt, tragen wir alle Konsequenzen – ökonomisch und organisatorisch.
Was oft übersehen wird: Auch Tomedo wird durch die ständigen TI-Ausfälle belastet.
Tomedo stellt Ressourcen zur Fehleranalyse, Hotline-Unterstützung und technischen Workarounds bereit– für Probleme, die nicht in deren Verantwortungsbereich fallen. Und diese Kosten und Verzögerungen landen am Ende wieder bei uns – in Form von Gebühren oder Entwicklungsengpässen.
Deshalb muss es eine klare strukturelle Trennung geben:
Die TI ist eine eigenständige Infrastruktur – gesetzlich vorgeschrieben und zentral organisiert.
Ihre Funktion darf nicht auf Kosten der PVS-Anbieter oder der Praxen gehen.
Wir bezahlen die TI über laufende Betriebskosten, Konnektoren, VPN-Zugänge, Serviceverträge usw. – also muss sie auch unabhängig und zuverlässig funktionieren.
Die TI darf nicht länger eine Dauerbaustelle bleiben.
Wir brauchen Haftung, klare Zuständigkeiten – und Entlastung für Praxen und Softwareanbieter.
Bleibt dran, meldet Störungen konsequent und lasst uns den Druck gemeinsam erhöhen.