Ich habe hier mal ein paar Gedanken nachdem ich mich im Urlaub etwas intensiver mit Docker-Containern beschäftigt habe und sich zwischen den Zeilen ja ein Docker-Server ankündigt:

Wird es ausser dem Docker-Container eine native Linux-Lösung geben? Docker ist sehr Versionsabhängig und bei Containern die nicht 100%ig funktionieren sehr schwer zu warten. Daher fände ich eine Lösung mit einer VM viel angenehmer. VmWare-Fusion steht mittlerweile kostenlos für Mac zur Verfügung und ein solcher Server liesse sich damit problemlos auf jedem Mac weiter betreiben. Wer VmWare nicht mag dem stehen viele weitere Virtualisierungslösungen wie z.B. Parallels zur Verfügung. Die Vorteile bereits bestehender Backup-Lösungen wie Veeam (auch kostenlos) sind natürlich auch nicht zu verachten. Einen Kubernetes-Server zu betreiben ist dagegen ein administrativer overkill...

VG

JM

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1 Antwort

Sehr geehrter Herr Müller,

 

vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Thema und die Informationen! Unser tomedo Linux-Server ist momentan und vorerst nur als Komplettlösung in einem Debian Linux-Server umgesetzt. D.h. gerade die Virtualisierung ist überhaupt kein Problem und in ersten Praxen testweise mit VMWare ESXi im Einsatz. Die Virtualisierung mit VMWare wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die von uns unterstütze Variante sein. Die Containerisierung via docker wäre eine Option, bei der wir aber noch keine Roadmap oder ähnliches haben - dies also höchstens als zusätzliches Extra. Wir haben bereits wertvolle Erfahrungen in ersten Testpraxen mit dem Linux-Server sammeln können und werden dazu im nächsten Quartal weitere Informationen bereitstellen. Bleiben Sie also gespannt.

 

Viele Grüße, Martin Liebeskind (Projektverwantwortlicher Linux-Server)
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Hi,

da unser Mojave-Server ja auch auf VmWare virtualisiert läuft wäre ich sehr daran interessiert diesen Test mitzufahen. Vor allem da MacOs selbst ziemlich viele sinnlose Ressourcen bindet und bei einem ESXi-VersionsUpdate immer erst wieder freigescriptet werden muss.

Meine meisten Zusatzanwendungen sind mit DietPi virtualisiert, da diese (Debian)-Distribution bisher den geringsten Updateaufwand, das kleinste Footprint und die höchste Sicherheit bietet (nur so als Denkanstoß falls sie noch nach einer guten Disto als Unterbau suchen).

Wie haben Sie die Anbindung an das HÄVG-Rechenzentrum gelöst?

Viele Grüße

JM
Hallo,

 

wir haben Debian 10 (Buster) als Unterbau. Das HÄVG-Prüfmodul gibt es bereits als Linux-Variante, welche sich über die Tools automatisch installieren lassen (quasi ein Knopfdruck). Wegen der Möglichkeit eines Tests melde ich mich bei Ihnen.

 

VG, ML

Ich möchte ihnen dieses Script: https://github.com/MichaIng/DietPi/issues/1285 mal ans Herz legen. Damit können Sie jede Debian  Version in eine DietPi-Distro verwandeln.

DietPi ist auch für Linux-Newbies sehr einfach zu verwalten (Obwohl auch Debian natürlich auch nicht so kompliziert ist).

Die Server Tools wären dann als Web-App natürlich am elegantesten zu bedienen...einen X-Server nur dafür am Leben zu erhalten ist hoffentlich nicht ihr Plan :P

VG

JM

Vielen Dank für das Skript, ich werde es mir bei Gelegenheit auf jeden Fall anschauen. Momentan wollen und werden wir aber beim "normalen" Debian-System bleiben. Dies kann jeder - auf eigene Verantwortung - natürlich anpassen, es ist aber auf unsere Hardware zugeschnitten (v.a. RAID/Datensicherheit).

Unser Linux-Server wird auf verschiedenen Wegen zugänglich sein, auch komfortabel über eine Web-App.
Ich habe noch einige generelle Fragen:

1.) Gibt es den tomedo-Server dann als "normales debian Paket"?

2.) Ist der Postgres Server jetzt getrennt und das standard update/upgrade-fähige Debianpaket wird benutzt?

3.) Wieviel Java-VM ist erforderlich, wird diese mit tomedo geliefert oder als Debian-Paket?

4.) Läuft der Server rein von der Konsole?

5.) Ich hatte ja nach einer Webapp gefragt (Server-Tools). Enthält das tomdedo-paket dann einen eigenen http-Server oder braucht man einen LAMP-Stack o.ä.? Und auf welchem http-port läuft die Webapp?

VG

JM
1.) Es gibt zwar ein eigenes APT-Repository, allerdings können wir für solche Fälle kein Support leisten und raten davon ab, da der Linux-Server und die Pakete als "ein System" konfiguriert sind.

2.) Der PostgreSQL-Server kann leider nicht aus den Standard-Paketquellen verwendet werden - es handelt sich also um eine auf unseren Anwendungsfall optimierte Version (Plugins, Konfiguration etc.). Man könnte diesen auch auf einem getrennten System betreiben, was neben Vorteilen aber Nachteile bietet (Steuerung über Server-Tools, Zweitsystem muss gewartet werden).

3.) Mit "JAVA-VM" meinen Sie welche Version? Unsere JAVA-Version wird mitgeliefert und ist als spezielles Debian-Paket verfügbar. Wir testen gerade, ob wir in Zukunft auf OpenJDK umsteigen können (wegen des geänderten Lizenz-Modells von Oracle).

4.) Der Server verfügt neben SSH auch über VNC und Admin-Panel im Browser.

5.) Ein extra LAMP-Stack ist nicht nötig. Alles notwendige ist dabei und kann über den Browser abgerufen werden, d.h. die Server-Tools sind komplett über den Browser bedienbar (Details siehe Anleitung Mail).

 

VG, ML
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