Armin Kreutz
Liebe tomedo-Nutzer,
das Früherkennungsmodul von tomedo ist über die automatisierte Erinnerungsfunktion etc. super weiterentwickelt worden. Seit dem nutzen wir das für die Vorsorgeuntersuchungen U2-U9 und J1 sehr aktiv bei gesetztlich versicherten Patienten. Dort ist gerade über die differenzierten EBM Ziffern die Unterscheidbarkeit für das Früherkennungsmodul zumindest bei U2-U9 und J1 gegeben.
Nun möchte ich auch für PKV Patienten das Modul nutzen. Über Aktionsketten und Marker habe ich mir ein Hilfskonstrukt gebaut, um die richtigen Patienten für die automatische Erinnerungsfunktion identifizieren zu können. Im Kriterienbereich der Früherkennungskonfiguration steht derzeit bei jeder U-Untersuchung immer die GoÄ26, es gibt ja keine andere, so dass der Inspektor bei Verwendung dieser Ziffer sofort die U2-U9/J1 einträgt. Jedes Mal. Also bei jeder einzelnen Vorsorge zum Datum X entscheidet der Inspektor, dass alle möglichen Vorsorgen an diesem Tag stattgefunden haben. Das ist nicht hilfreich.
Ich habe mir nun überlegt eine Pseudo GoÄ Ziffer anzulegen. Genannt habe ich sie "ZZ9p", in der Beschreibung habe ich "Früherkennungsuntersuchung Pseudo Code U9 (ohne Abrechnung)" eingetragen und 0€ als einfachen Wert vorgesehen. Die Aktionskette schreibt diese Ziffer zusätzlich zur abrechnungsrelevanten Ziffer 26. Damit funktioniert es, die Früherkennungsuntersuchung wird automatisch generiert. Der Patient wird diese Pseudo Ziffer aber vermutlich auch auf seiner Rechnung sehen, der Betrag von 0€ sollte ihn beruhigen. Wie reagieren die Krankenkassen auf eine selbst ausgedachte Ziffer, selbst wenn dort 0€ steht? Oder gibt es einen Weg, diese Ziffer quasi unsichtbar zu verwenden?
Oder noch viel besser, hat jemand eine andere Idee vielleicht über Pseudo ICD Codes (habe ich nicht hinbekommen). Würde mich über Feedback sehr freuen,
viele Grüße aus Frankfurt,
Armin Kreutz
samuel lippke
Ich möchte diese Thema noch einmal nach oben holen:
Neben dem Problem der automatischen Erinnerung bei Privatpatienten, fehlt auch die Möglichkeit bei der U10/U11 und J2. Wir rechnen hier einige Untersuchungen über Helmsauer ab. Gerade in diesen Altersstufen wäre ein automatischer Recall sinnvoll, da von der Vorsorgebehörde selbst ja keine Einladung erfolgt.
Gäbe es nicht die Möglichkeit über die Terminart eine Vorsorgeuntersuchung als erledigt zu werten? Für die Einladung kann ich ja ebenfalls eintragen, dass keine Mail geschickt wird wenn ein entsprechender Termin bereits vereinbart ist.
Mit Verwendung der Terminart als Marker für eine durchgeführte Vorsorgeuntersuchung hätten wir einen Eintrag egal ob EBM, GOÄ, Selektivvertrag oder IGeL.
Armin Kreutz
Hallo Herr Lippke,
ich habe mittlerweile mit meine Pseudo EBM und GOÄ Ziffern und Markern entsprechendes abgebildet bekommen. Bei der GOÄ war noch ein Hinweis an die Abrechnungsstelle sinnvoll. Die ignorieren nun bei der Rechnungsstellung entsprechende Codes auf den Patientenrechnungen. Zusätzlich setze ich über die jeweilige Aktionskette Marker, da ich nur so die Vergangenheit über Statistik mit einbeziehen konnte. Ich habe z.B. alle Patienten, die die U8 hatten, privat versichert sind, über Termine/Kartei etc. rausgesucht und dieser Menge einmalig den Marker U8 verpasst. So konnte ich in dem Patientenfilter für die Konfiguration der Früherkennungsuntersuchung U8 die privat Versicherten rausfiltern, die dem erforderlichen Alter entsprechen, den Marker U7a bei uns hatten, aber noch nicht den Marker U8. Für die Erkennung einer durchgeführten U8-Untersuchung hält dann meine selbst gebaute GOÄ Ziffer ZZ8p als Kriterium her. Bei GKV-Patienten erfolgt die Filterung über die entsprechenden Leistungen, da sind Marker nicht notwendig.
So mache ich das auch bei U10/U11/J2, nur dass dort eben auch bei GKV-Patienten mit Markern gearbeitet werden muss, weil die Leistung nicht abgreifbar ist. Natürlich, wenn ich jetzt ein paar Jahre vorausdenke, würden sich meine PseudoCodes in der dann aktivien Patientengruppe durchziehen, so dass ich auf die Marker langsam aber sicher verzichten könnte und die Filterung auch auf die Pseudocodes umstellen könnte.
Nun ist das Früherkennungsmodul seit ein paar Wochen noch mächtiger geworden, mag sein, dass es mittlerweile noch andere Wege gibt und es funktioniert aus meiner Sicht auch noch nicht alles, aber es sieht schon sehr gut aus und ich bin wie immer zuversichtlich, dass es bald für unsere Praxis rund laufen wird.
Viele Grüße, schönen Restsonntag.
Armin Kreutz
samuel lippke
Meine Idee war es den Custom Filter wie folgt zu setzen:
Typ: Karteieintrag
Karteieintragstyp: DIA
Karteieintraxtext: enthält nicht U10
Da wir die Vorsorgeuntersuchungen mit diesen Diagnosetexten speichern hätte es eigentlich funktionieren sollen, es führt jedoch beim Testen der Konfiguration zum Abbruch: ein Custom Filter trift nicht zu (auch wenn kein Eintrag vorhanden ist)
Armin Kreutz
Guten Morgen,
das war auch tatsächlich mein Ansatz am Anfang. Die "enthält nicht" Funktion auf der Kartei war aber fehlerhaft, funktionierte nicht, wie es sollte. Mittlerweile müsste dafür aber ein Bugfix in Produktion sein.
Ich bin damals von dem Karteieintragstext weggegangen hin zu Markern.
VG Armin Kreutz