Dirk Schemmann
Funktioniert das auch bei längeren Passagen, also z.B. freien Gutachten?
Vielen Dank und Gruß
DS
Neuropraxis
Die Software war ursprünglich für Transkriptionen von Podcasts gedacht und eignet sich deshalb auch für längere Textpassagen. Wie bei jeder KI Spracherkennung, gibt es natürlich teilweise Fehler, die halten sich aber in Grenzen und im Vergleich zur alten tomedo Spracherkennung ist es um Welten besser, auch wenn es nicht auf Medizinbegriffe optimiert ist. Was die neue Spracherkennung von tomedo anbelangt, kann ich keine Aussage machen. Einfach ausprobieren, es gibt auch eine kostenlose Version.
Dirk Schemmann
Ich kann tatsächlich ausgesprochen positive Rückmeldungen geben. Vielen Dank für die Anregung. Ich habe jetzt die ersten 60 Seiten mit Whisper diktiert. Das ist natürlich nicht komplett fehlerfrei. Allerdings war das Dragon auch nie und die Erkennungsrate ist, selbst bei komplexen orthopädischen Zusammenhängen wie Pseudarthrosen, Endoprothesenrevisionen oder ähnlichem, ausgesprochen hoch. Tatsächlich sehe ich außer der Integration ins Tomedo kaum Vorteile der Tomedo eigenen Installation. Deswegen überlege ich auf sämtliche Arbeitsplatzrechner Whisper zu installieren.
Die einzige Umgewöhnung ist, dass man keinerlei Satzzeichen oder ähnliches diktiert. Das macht tatsächlich alles das System. Das hat mich am Anfang einige Korrekturen gekostet.
Dazu noch als kleiner Tipp: Ich nutze die Hollyland VLOG-Funkmikrofone, die ich für andere Zwecke hier sowieso habe und trage die am Hemdkragen. Damit gelingt das Diktieren völlig problemlos und tatsächlich auch drahtlos, Laufzeit ist lt. Hersteller 30h, reicht jedenfalls selbst für einen orthopädischen Arbeitstag. Wir werden versuchen, damit eine Workflow für mehrere Sprechzimmer zu basteln ...
Neuropraxis
Freut mich, dass es bei Ihnen auch so gut funktioniert. Das Programm bietet eine Menge weiterer Möglichkeiten. Die Sprachmodelle sind sicherlich nicht so gut auf medizinische Sachverhalte trainiert wie das von Tomedo, dafür ist es aber auch um Längen billiger und man erwirbt in der Regel Lifetime-Lizenzen und keine Mietsoftware. Wenn man sich ein bisschen mit der Software beschäftigt, kann man durch gezieltes Prompting, durch Wortersetzungen etc. noch eine deutlich bessere Performance erreichen.
LG aus Bayern!.
Peter Kuehnelt
Also ganz so fein ist die tomedo Sprachwelt nicht, ich nutze das jetzt seit 12 Monaten und es ist etwas besser geworden, aber es vergeht kein Tag an dem ich nicht einen erheblichen Anteil des Diktierten nachkorrigieren muss. Und es nervt auch erheblich, immer wieder bei den gleichen Begriffen die Schreibweise anlernen müssen. Der Lerneffekt des Programm scheint eher begrenzt zu sein. Ich habe die neueste Version auf M-Mac und dennoch werden immer wieder zum Beispiel diktierte Medikamenten Einträge zum Teil geschluckt oder etwas inhaltlich völlig anderes oder sinnentleertes geschrieben, selbst bei bewusst langsamen und konzentrierten Sprechen. Aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf seitens tomedo angesichts der recht hohen Kosten.
Dirk Schemmann
Prompting habe ich mir erstmal gespart, habe zwar auch mein OpenAI Basisabo, aber aus Datenschutzgründen erstmal alles on premise gelassen ...
Nochmal vielen Dank für den Tip!
Benjamin Heichel
Gibt es hier Neuigkeiten in Bezug auf die Spracherkennung seit Januar? Falls ja, würde ich mich freuen, wenn jemand seine Erfahrungen in Bezug auf Verbesserungen seitdem teilen könnte.
Matthias Patti
Hallo aus der Schweiz!
Ich bin zwar neu bei tomedo (seit ½ Jahr), habe aber lange Erfahrung mit Spracherkennung. Als es noch Dragon for Mac gab, war das eine ganz gute Sache. Läuft aber mittlerweile nicht mehr.
VoicePoint Helium (gewissermassen das Nachfolge-Produkt) funktioniert sagenhaft!
- Ich finde es unschlagbar beim Vokabular – es gibt fast keine medizinischen Ausdrücke, welche es nicht kennt
- Die Spracherkennung über die Cloud läuft schneller als diejenige von tomedo auf dem lokalen Server (mit M4 Prozessor), und vor allem flüssiger
- Es erkennt sämtliche Eigennamen der Medikamente (gemäss Schweizer Schreibweise)
Man kann theoretisch direkt in sämtliche Applikationen diktieren. Ich bevorzuge es jedoch, in ein separates Diktatfenster zu sprechen. Anschliessend irgendwohin Einfügen mit Tasten-Kürzel. Hat den Vorteil, dass ich während dem Diktieren nötigenfalls Informationen in verschiedenen tomedo-Fenstern oder anderswo nachschlagen kann und gleichzeitig weiter spreche.
Das Hinzufügen von neuen Wörtern ist sehr einfach. Die Korrekturfunktion (gesprochen) funktioniert meist gut – was es nicht gibt, ist eine Auswahl-Liste von alternativen Erkennungen.
Einziger Wermutstropfen: der Preis … In der Schweizer Variante sind es gut und gerne Fr. 2200 pro Jahr, die deutsche Version scheint mir etwas günstiger zu sein.
Übrigens: bei diesem Text musste ich von Hand lediglich etwa 4 oder 5 Korrekturen anbringen!
Dr. Marcus Oechslen
Ich diktiere diesen Kommentar gerade Dragon Medical one auf eine MacBook AIR mit Parallels als und Windows 11.
Einfacher Textbefehle können direkt in Tomedo ausgeführt werden, die Übertragung von Autotexten mit variablen (also Änderbaren Textanteilen) funktioniert noch nicht so einwandfrei, weil die einzelnen Variablen von Dragon nicht angesprungen werden können, wenn nicht der Umweg über das Diktierfenster gemacht wird.
Inzwischen hat Dragon allerdings die text Übertragung automatisiert, sodass auf Befehl an der Cursorposition im host System der im Diktierfenster eingetragen der Text direkt übertragen wird. Dies funktioniert einwandfrei erfordert nur einen Sprachbefehl mehr.
Als Eingabegerät verwende ich mein-iPhone mit der PowerMic mobile App von Nuance.
Funktioniert super, mit einer unvergleichlichen Erkennungsgenauigkeit und minimalem Ressourcenverbrauch, da die App in der Cloud gehostet wird, und nur eine minimale Kommunikation auf Senderseite erforderlich ist.
Durch das oben beschriebene Setting kann ich in jedem Zimmer diktieren, die Zeitersparnis bei Befunden ist immens – Textbausteine und vorgefertigte Befunde sind vor allem bei der Erstellung eine Epikrise meines Erachtens in der Inneren/Nephrologie/Diabetologie nur selten passend, sodass dies für mich die beste Lösung darstellt. Kosten: 900 € brutto p.a. für die DMO App und knapp 80 € brutto p.a. für die Mikrofon App. Bezogen und betreut von Meyer IT Thüringen.