Stefan Enzensberger
Liebe KuK und Liebes Tomedoteam,
ich vergesse immer wieder den Haken für E-Rezept wegzuklicken, wenn ich einem Kassenpatienten ein Privatrezept oder ein grünes Rezept mitgeben will. Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden den Druck von diesen Rezepten zu automatisieren. Noch schlimmer ist, dass ich dann das erstellte E-Rezept stornieren muss und das Rezept nochmals erstellen muss.
Vielen Dank für Ihre Tips.
Dr. Uta Enzensberger - Mering
Tim Blessing
Einen schönen guten Morgen!
Warum belassen Sie das E-Rezept nicht einfach? Bei gesetzlich Versicherten Patienten können wir alle blauen oder grünen Rezepte auch als eRezept ausstellen. Ein Ausdruck ist hier nicht notwendig!
Liebe Grüße aus Würzburg
Stefan Enzensberger
Guten Morgen Herr Blessing,
ich habe folgende Gründe die blauen und grünen Rezepte auszudrucken, den Patienten mitzugeben und nicht den elektronischen Weg zu wählen:
- ich bin Kinderärztin. Meine Patienten haben in den ersten Lebenswochen keine Versichertenkarte. Daher können die Eltern auch nicht mit der GSK in der Apotheke ein eRezept einlösen. Also muss ich ein blaues Rezept physikalisch erstellen und mitgeben. Diesen Fall habe ich fast täglich. Eine Abrechnung auf die GSK der Mutter ist nicht möglich, auch wenn immer wieder anders diskutiert wird.
- analog verhält es sich, wenn ein Asylbewerber von der Versicherung über den Landkreis in die GKV wechselt. Auch dann haben die Eltern zunächst keine GSK.
- will ich den Eltern ein nicht verschreibungsfähiges Medikament mitgeben, drucke ich ein grünes Rezept. Damit haben die Eltern schwarz auf weiß was sie benötigen und können dieses Rezept in der Apotheke, Drogerie, Online-Apotheke ihrer Wahl einfach einlösen.
- kurze Atteste drucke ich auf das blaue Rezept. Die Drucker in meinen Sprechzimmern haben nur 4 Schächte und diese sind mit den roten, blauen, grünen Rezepten und dem Blankoformular belegt. So optimiere ich meine Praxisabläufe, da der Drucker in der Anmeldung und die Anmeldung nicht involviert werden.
- Aus Datensparsamkeit (DSGVO) will ich auch gar nicht, dass die GKV des Patienten erfährt welche Medikamente ich auf grünen Rezepten empfehle. Ebenso will ich nicht, dass bei Fehlbedienung Atteste an die GKV überspielt werden.
Daher erachte ich es als sinnvoll, den Druck von blauen und grünen Rezepten in Tomedo einstellbar zu machen.
Liebe Grüße aus Mering
Nora Schock
Ideal wäre auch die Option, bei bestimmten Patienten einstellen zu können, dass KEIN Rezept (egal, welche Farbe) als eRezept gedruckt wird.
Das sind bei uns (Allgemeinmedizin) alle Pflegeheimpatienten.
Und einige demente / sehr alte Patienten bzw. Patienten, die aus sprachlichen oder kognitiven Gründen mit dem eRezept nicht umgehen können.
Björn Wellegehausen
Guten Tag Frau Enzensberger,
ich habe das als Wunsch mal mit aufgenommen, grüne und blaue Rezepte standardmässig als Papierrezept konfigurieren zu können.
Viele Grüße,
Björn Wellegehausen
Björn Wellegehausen
Guten Tag Frau Schock,
warum reicht es nicht diesen Patienten einen Ausdruck des E-Rezeptes zu geben?
Bei Pflegeheimen gibt es ausserdem die Möglichkeit, die E-Rezepte via KIM gesammelt an eine Apotheke zu schicken.
Nora Schock
Hallo Herr Wellegehausen,
der KIM-Versand an die Apotheke ist neu, oder? Ich habe mich damit noch nicht befasst. Ist das kompliziert? Ich meine: komplizierter als daran zu denken, den Haken beim eRezept wegzuklicken? Das "dran Denken" ist das Problem, nicht der Klick auf den Haken. Wenn ich den Apotheken-KIM-Versand nicht fix bei Patient XY hinterlegen kann, nützt es mir nichts.
Tokens drucke ich nicht aus. Erstens aus Prinzip und zweitens wegen der Druckerfächer. Da bräuchte ich ja ein extra Frach für.
Björn Wellegehausen
Nicht so neu. Der einfachste Weg ist über die E-Rezept-Verwaltung, dann brauchen Sie in der Medikamentenverordnung selbst an nichts zu denken.
In den Patienten-Stammdaten können Sie zu jedem Patienten eine Standard-Apotheke hinterlegen und sich ausserdem eine Patientenliste 'Pflegeheim A' anlegen.
In der E-Rezept-Verwaltung kann dann nach dieser Liste gefiltert werden.
Sie können dann, wenn die Rezepte noch nicht versendet wurden, auf Versenden+KIM klicken. Wenn Sie schon versendet wurden geht das auch nachträglich mit Klick auf KIM.
Viele Grüße,
Björn Wellegehausen
Nora Schock
Ich habe mir das angeschaut, stoße jedoch auf diesen Warnhinweis. Wie ist das zu werten?

Björn Wellegehausen
Ab v1.152 gibt es jetzt eine Praxis-Einstellung um grüne und blaue Rezepte nicht als E-Rezept auszustellen.
Frage: Brauchen Sie noch eine Möglichkeit um ausnahmsweise abweichend von der Standard-Einstellung dennoch ein E-Rezept auszustellen?
Erlbeck
Unter den Tomedoeinstellung ist nach dem neuen Update die Auswahl möglich, blaues Rezept nicht als eRezept. Obwohl der Haken angekreuzt ist, wird es trotzdem als eRezept ausgedruckt.
Walter Mildenberger
Legaljuristisch ist ds nötig, denn: es besteht weiterhin ein Direktzuweisungsverbot: wir Ärzte dürfen keine Rezepte an Leistungserbringer direkt versewnden (nicht an Apotheke und nicht an Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Podologen usw.). Es muss immer der Patient die letzliche Verfügungsgewalt haben. Und darauf darf er auch nicht verzichten, also auch wenn der Patient einwilligt, dürfen wir nicht. - die meisten machen es trotzdem, aber es muss eben jedem klar sein, dass er damit Gesetze und Regeln übertritt und ggf. (kostenpflichtig) abgemahnt werden kann. Tip: Ich lasse die Rezepte von einem Boten des Heims abholen, der die dann zur Apotheke weiterträgt, denn das Heim darf von den Bewohnern beauftragt werden, ich nicht. Und ich habe keine Lust, wahlweise von einer streitlustigen Apotheke oder von einem streitlustigen Kollegen abgemahnt zu werden...
Ähnliches gilt übrigens auch für den Ausdruck der Rezepte: Muster 6 ist ausschließlich erlaubt: a) für Rezepte, bei denen keine eRezepte erlaubt ist (z.B. Hilfsmittel), b) es technisch nicht möglich ist (handschriftliche Rezepte im Hausbesuch) oder c) wegen einer technischen Störung der TI. Wenn ein Ausdruck nötig ist, dann muss ein eRezept ausgedruck werden (also ein Token auf DIN A5-blanko, nicht Text auf Muster 6). Das bedeutet mehr Toner und mehr Papierverbrauch, ich weiss. Aber eine Auswahl, was wir besser finden, ist nicht vorgesehen. Auch hier: wer es macht, macht es auf eigene Verantwortung und geht ein kleines, aber vorhandenes Risiko auf Ärger ein.