Leider funktioniert KIM äußerst unzuverlässig. Das ist lästig, weil wir das immer erst feststellen, wenn die Patienten bereits die Praxis verlassen haben. So müssen wir die Briefe kostenpflichtig per Post versenden. Wir könnten stattdessen ohne größeren Aufwand jeden Brief ausdrucken und unseren Patienten direkt mitgeben, mittlerweile gehe ich auch dazu über.
Das allergrößte Problem sind aber die KIM Briefe, die ich während meines SMC-B Ausfalls erhalten habe. Die erscheinen beim Absender als zugestellt, können bei mir aber nicht mehr geöffnet werden.
Hat da jemand eine Idee, wie ich an die Informationen der alten KIM komme?
Ncht nur weil mein SMC-B ausgefallen war und die Lieferung der Ersatzkarte 7 Wochen gedauert hat, mußte ich zwangsläufig vor allem auf KIM verzichten. Kosten wurden trotzdem munter abgebucht. Meine KV ist dankbar, wenn ich denen eine detaillierte Beschreibung gebe, auch was die unzumutbare Inbetriebnahme und den Bestellvorgang angeht. Die sind alles Andere als begeistert von der TI. Wäre das eine Technolgie, die uns Ärzten die Arbeit tatsächlich erleichtert, wäre jeder freiwillig bereit, auch dafür zu bezahlen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
E-Rezepte und e AU spielen bei mir zum Glück nur eine untergeordnete Rolle. Aber seit letzter Woche sollte es bei mir funktionieren tut es aber nicht. Ich werde deshalb zukünftig konsequent das alte Verfahren nutzen - das ist nicht verboten. Ich bin es Leid, Rückmeldungen der Apotheken zu bekommen, wenn mal wieder irgendwas nicht funktioniert um dann alles noch mal zu machen. Seitdem ich so verfahre, spüre ich eine Entlastung. Das sollten eigentlich alle Ärzte bundesweit so machen und in den Streik treten und erst wieder anfassen, wenn wir dafür bezahlt werden, dass wir beta-Tester für ein verkorkstes Verfahren sind.
Wenn das so weiter geht, wird die ePA ein totaler Rohrkrepierer. Solange nicht geregelt ist, wo welche Daten wie verarbeitet werden wird die ePA ein Datenfriedhof und weil niemand die Daten korrekt pflegen wird auch gefährlich in der Anwendung. Bereits jetzt stimmen die Angaben bei den an mich ausgestellten Überweisungen zu mehr als 80% nicht, wie soll es sich dann mit den Daten auf der ePA verhalten.