Dr. Marks
Sehr geehrter Herr Thierfelder, aus der Praxis kann ich dazu nur bemerken, dass es sehr wohl Sinn macht zu bestimmten ( nicht allen) Patienten ihre Wunschapotheke einzupflegen - zumindest in einer Hausarztpraxis: Beispiel: ein pflegebedürftiger bettlägriger Patient der beliefert werden muss mit sagen wir 10 Dauermedikamenten ....jedes Quartal das selbe Spiel: Rezept ( eRp-Ausdruck ) per Mail an seine Apotheke schicken - ansonsten bekommt er diese nicht - auch wenn es nicht ganz DGSVO konform ist ... das ist die Realitaet. Also jedes Quartal mehrmals die Apotheke suchen...Bei einer großen Praxis mit mehreren MFAs die nicht alle diesen Pat. kennen wäre das schon ein großer orgaisatorischer Vorteil....
Sie müssen bitte immer die verschiedenen Fachrichtungen bedenken ... bei einem Facharzt für HNO oder Chirurgie gebe ich Ihnen völlig Recht...Hausärzte werden da ganz andere in Anspruch genommen
Andreas Cepin
Sehr geehrter Kollege Deile!
Ihnen ist aber schon klar, dass das direkte Versenden an die Apotheke, mit Ausnahme von Zytostatika-Rp, nicht legal ist?
Ich bezweifele daher, dass Zollsoft eine entsprechende Lösung anbieten kann.
Klaus Völker
Hallo Herr Deile,
mit einer ähnlichen Fragestellung (als inoffizielle Lösung) bin ich in der vergangenen Woche über eine PM an Herrn Kansy herangetreten:
eRezept + in den Patientendaten hinterlegte Apotheken-KIM-Adresse + z.B. bestimmter Marker -> "automatisches" Versenden der Verordnung an die hinterlegte Apotheke
Dies könnte bis zu einer offiziellen und damit rechtssicheren Lösung ein Interims-Workaround werden...
Herr Kansy wollte dies in die Entwickler-Gespräche mitnehmen und dann berichten...
Ich persönlich hoffe auf diese Möglichkeit!
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Völker
Martin Deile
Danke für den Beitrag.
Ja natürlich haben Sie Recht. Ich meinte natürlich die Möglichkeit ein eRezept direkt mit dem KIM Verzeichnis/Ausgang zu verknüpfen.
.....damit die Arztpraxis die Rezepte per KIM an das Pflegeheim und das Pflegeheim diese dann an die entprechend vertraglich kooperierende Apotheke weiterleiten kann...
Wie wäre es denn rein rechtlich, wenn man die entsprechende Apotheke nur als Kopie/CC Empfänger in der KIM Mail an das Heim mit den eRezepten einfügt? Weis das jemand?
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2023/11/03/e-rezepte-fuers-heim-nicht-mehr-direkt-vom-arzt-zur-apotheke
VG
Martin Deile
Jan Erich
Bei uns sind es keine Heime, sondern eher die Pflegedienste, die sich um die Medikamente von pflegebedürftigen kümmern. Diese werden dann von sämtlichen Hausärzten der Gegend zu einer Apotheke der Wahl geschickt (bzw die Apotheken holen sie bei uns ab) - und das mindestens, seit mein Vorgänger vor 50 Jahren hier angefangen hat. Das Makelverbot gab es schon damals, interessiert hat es - im Sinne der Patientenversorgung - nie jemanden. Bin gespannt ob das eRezept jetzt etwas ändert, ich glaube aber nicht. Solange man da nicht wirklich Schindluder mit treibt, sind die doch froh über uns wenige Hausärzte, die es hier noch gibt... und natürlich wird bei uns keine Apotheke übervorteilt, und darum geht es doch bei diesem Verbot eigentlich!
Simone Zinnbauer
Hallo,
gibt es hierzu denn mittlerweile eine Neuerung?
Wofür gibt es die Zuweisungsmöglichkeit in den Stammdaten für Apotheken, wenn ich Sie nicht nutzen darf?
Außerdem wollte ich die anderen Praxen fragen, wie der Workflow ist, dass die Rezepte automatisch per KIM versendet werden, z.B. an den Pflegedienst.
VG