Patienten können sich doch online für einen Termin in der offenen Sprechstunde eintragen. Das hat den Vorteil, dass man kalkulieren kann, ob 5, 10 oder 20 Leute in der Stunde zu erwarten sind. Man kann in der offenen Sprechstunde keine spezifischen Untersuchungen erwarten. Dafür gibt es spezifische Termine. Es ist eben nur eine Sprechstunde, keine OP Stunde oder Therapiestunde. Entsprechend des zu erwartenden Ansturms kann man dann Personal vohalten.
Dabei muss man nur jedem klarmachen, dass er beispielsweise keine Audiometrie bekommen kann, wenn er gerade akut eine Hörgeräteverordung braucht, aber nicht daran denkt, dass allein jede Untersuchung 30 Minuten dauert.
Wer mit so einem Ansinnen in die offene Sprechstunde kommt, der erhält wie jeder andere auch einen Termin für die Audionmetrie, wenn das Gerät, das Personal und die Zeit verfügbar sind - also erst in 6 oder 9 Monaten und eben nicht in der offenen Sprechstunde. Früher war es egal, da waren es Neupatienten, die fallen jetzt weg und müssen im bereinigten Budget untergebracht werden. Wir sind also gezwungen, in der offenen Sprechstunde Patienten zu sichten und die notwendigen Schritte in geeignete Bahnen zu lenken. Wer das nicht tut, der arbeitet dann für umsonst.
Wir werden schließlich dazu gezwungen eine offene Sprechstunde anzubieten. Ausgedacht haben sich die Spielregeln Leute die dafür mehr Geld erhalten, als wir mit unserer Arbeit damit verdienen. Ein kompletter Untersuchungsgang dauert bei mir im Schnitt 30 Minuten.
Wer in dieser offenen Stunde als Erstkontakt kommt, wird deshalb wie von der Spielregel verlangt, für die offene Sprechstunde gebucht. Reguläre Termine fallen da nicht rein. Deshalb wäre es schön, wenn auch mit Organisation einer offenen Sprechstunde, die Vorauswahl der Terminart über die Vorauswahl ermöglicht würde.