Jan Erich
Bin ich im wesentlichen ja bei Ihnen, und nicht ganz gegenteiliges schreibt auch Herr Tubbesing: jeder muss für sich allein entscheiden, was ihn das wert ist. Eine Kollegin aus meiner Balintgruppe ist sein einen halben Jahr glücklich und tiefenentspannt, weil sie einen Wartungsvertrag für viel Geld hat: sie hat es gehasst, sich selber um die EDV zu kümmern und diese letztendlich auch nur rudimentär am laufen gehalten. Jetzt läuft es, Produktivität steigt, Lebensqualität auch... für sie ist es sicher die richtige Entscheidung. Und wegen der Tatsache, dass KV und GOÄ einen frusten, kann ich vom Dienstleister nicht verlangen, dass er seine Preise senkt oder sein Angebot eindampft.
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Natürlich ist individuell und auch wie viel Zeit man hat durch Patientenzahl, Ort und Fach. Die Grosstadt zwingt der Chirurgie ganz andere Dinge auf als das Land der allgemeinärzlichen Dorfpraxis. Das "divide et impera" der KV-Kassen-Bande lässt einige Fachgruppen auch schulterzuckend fragen "was habt ihr denn, ist doch alles super", zumindest bis sie wieder abgewertet werden. Arzt ist nicht gleich Arzt und Praxis nicht gleich Praxis.
Jan Erich
Das ist so die klassische Vorstellung der Fachärzte von uns Hausärzten, oder? Wir hutzeln so ein bisschen herum und haben eigentlich nichts auszuhalten im Gegensatz zu den gestressten Fachärzten...
Meine letzte KV Abrechnung von III/21 hat mir durchaus auch mal wieder die Zornesröte ins Gesicht getrieben und unter der GOÄ von vor 25 Jahren leiden wir mindestens so wie ein Facharzt, zumal unsere Gesprächs- und Untersuchungsziffern kein bisschen weniger Aufwand als 1996 machen, im Gegensatz zu manchen Medizintechnikanwendungen; nicht zuetzt deshalb wird ja gerade von Laborärzten und Radiologen eine neue GOÄ torpediert. Und da unsere Dorfpraxis in Hamburg ist leiden wir unter den hausärztlichen Fallwerten, die hier zu den niedrigsten der Republik gehören.
Aber dafür kann der IT-Dienstleister ja nichts...
mir steht es dann frei wie intensiv ich den nutze, und dabei sollte man bei den schwarzen Schafen der Branche auch aufpassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden ("mehrere Tausend im Monat" kliingt für mich danach) oder ich mache es halt alles selber. Deswegen Herrn Tubbesing die Seriösität abzusprechen finde ich allerdings ziemlich unberechtigt.
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Das ist so die klassische Vorstellung der Fachärzte von uns Hausärzten, oder? Wir hutzeln so ein bisschen herum und haben eigentlich nichts auszuhalten im Gegensatz zu den gestressten Fachärzten...
Jaaa habe da komplette Vorurteile hahaha. Da unterhalten wir uns mal bei einem Bier, geht tasächlich am Thema vorbei.
Hautärztin Lippstadt
In der Tat gibt es IT-Dienstleister, die Ihre Kunden abzocken. Da werden Updates aufgespielt, aber nicht an allen Rechnern gleichzeitig, nein, das geht nur einer nach dem anderen und vor allem Samstags und Sonntags, um den Betrieb nicht zu stören. Undas kostet dann richtig.
Insbesondere Tomedo erlaubt mit einem Basis-Wissen an IT, den weitestegehenden Verzicht auf IT-Dienstleister (Sorry, Jungs..). Wer einen Dienstleister braucht, um einen Drucker oder neuen PC zu installieren, der ist mit seinem notwendigen Fachwissen nicht auf der Höhe. Als Anwalt bin ich auch gezwungen auf eine ähnliche Arcihtektur wie die der Ärzteschaft zuzugreifen. Das Wissen dafür sich anzueignen ist schlicht Voraussetzung für den Büro- oder Praxisbetrieb. Der Betrieb medizinischer Geräte ist auch nicht immer ganz einfach - und wird auch geschafft.
Es gibt aber einen Grund, wo ich meiner Frau empfohlen habe, auf ein IT-Systemhaus zurückzugreifen. Das war die Installation des Firewall-Routers, den ich aus Haftungsgründen beauftragt und nicht selbst installiert habe. Wenn hier etwas schief geht, haben Sie einen Dritten, der dafür haftet. Machen Sie es selbst, haften Sie selbst. Die Servicekosten dafür belaufen sich auf unter 500 Euro/ Jahr. Und diese Kosten entstehen, weil bewusst Änderungen vorgenommen werden sollen, die so ein Kasten nicht selbst erledigt.
Ihr schafft das! Herzliche Grüße aus Lippstadt vom Arztgatten RA J. Frotscher
tubbeTEC GmbH
Lieber Herr Frotscher,
das ist ja das verbindende Element zwischen unseren Berufsgruppen: So wie es IT-Dienstleister gibt, die Ihre Kunden abzocken, so soll das auch bei den Rechtsanwälten vorkommen. Zum Glück bestätigen diese Ausnahmen nur die Regel oder?
Ich finde es voll klasse, dass Ihre Frau allein alle Drucker bei Ihnen einrichtet. Denn das ist ja der Inhalt Ihrer Nachricht:
Geht alles ganz easy, kann die Frau im Haus locker flockig so wegarbeiten. Das werde ich mal der Zollsoft Hotline berichten, wenn da wieder mal eine Praxis anruft und um Support bei den Druckern bittet. Und da Sie ja neben dem Datenschutz auch fit im Medizinproduktegesetz (MPG) sind, klappts auch mit der Diagnostik. Das finde ich persönlich super, dass Sie dann, wenn etwas bei der Diagnostik schief geht, in die Haftung treten.
Zum Glück habe ich ein globales und breites Wissen, damit kann ich weitestgehend auf Rechtsanwälte verzichten. Und zum Glück ist seit gestern die heisse Phase im Karneval, sonst müsste ich auch noch alles hier echt ernst nehmen.
Helau und einen herzlichen Gruß an das Forum und natürlich nach Lippstadt,
Axel Tubbesing, der von der tubbe, TubbeTech
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Ganz aktueller Fall bei uns und ein Klassiker bei IT-Betreung: "Bezahlung der Ausbildung"
Es ging um die Einrichtung von einem Zweitinternet über UMTS und ich hatte wenig Lust tief in die Materie einzusteigen. Das habe ich mitlerweile bereut . Techniker bekommt es nicht hin, ist nonstop in Lancom Hilfedateien und liest nach. Wäre sehr speziell die Sache. Das ich mal nicht lache. Nach einer Diskussion, dass ich nicht die volle Zeit zahlen werde wurden die Kosten reduziert: 450 Euro Brutto und das Zweitunternet läuft noch nicht mal, habe pdf bekommen "um die Kosten niedrig zu halten".
Ich meine, ich lerne daraus, dass ich den Laden vergesse und alles selbst machen muss. Kann ich es nicht, lerne ich es. Die Kassenabrechnung und auch die Privatliquidation geben solche Summen einfach nicht her.
PS: nicht Tubbesing
A. Hoffmann
Dies ist ein schönes Beispiel, warum ich zollsoft so schätze: in derartigen Fällen wurde der Support bisher stets äußerst fair abgerechnet!
M-C Thode
Also liebe Kollegen, prinzipiell finde ich ja auch dass man vieles selbst machen kann. Ein Beispiel wann es aber nicht mehr geht: wir haben ca 40 macs an 3 Standorten, und NACH FAST JEDEM tomedo- oder mac-update funktionieren ca. 5-6 unserer 20 Drucker nicht mehr. Unser IT-Dienstleister (der 3. in 5 Jahren) kommt damit nocht klar, und ein engagierter Kollege von Tomedo kann sie das auch nicht erklören. Wir haben zwischenzeitlich versucht einen ITler in Teilzeit einzustellen der alle 2 Wochen alles durcjprüft und "repariert", aber dazu hat ja keiner Bock. Und unseren jetzigen Dienstleister werden wir auch kündigen, jedesmal wenn der seine Finger im Spiel hatte ist es schlimmer. Und nebenbei, unser wlan funktioniert auch nicht optimal, keiner der Fachkräfte kann es sich erklären.
Wenn ich das jetzt übernehmen sollte (die Drucker mache ich schon oft selbst), dann kann ich gleich meine Sprechstundnezeiten reduzieren weil es zu viel Zeit kostet.
Also ich wäre sehr dankbar für einen kompetenten Menschen der das hinbekommt. Vom Durchschnitts-ITler halte ich aber aktuell nicht mehr sehr viel. Schade.
Vg Thode
M-C Thode
Ja, genau das ist leider auch unsere Erfahrung... Stundensatz von 120,- und am Ende läuft es nicht
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Zweitinternet einrichten Lancom UMTS 100.- Euro netto, so müsste das lauten. As long as it takes. Ist bei uns Ärzten meist auch nicht anders. Bezahlung an Zeit koppeln werde ich nicht mehr machen. Ich werde fragen was das pauschal kostet und dann zu- oder absagen.