Hier schreibt eine Kokurrenzsoftware schon 2016 also vor fünf Jahren über genau dieses Thema und beschreibt genau das Problem, das Tomedo hat. Die Software ist in iheren Funktionen allein schon durch die Architektur unterlegen, eine rein Online-Software bietet Vorteile aber auch gravierende Nachteile, die Revisionssicherheit garantiert sie jedoch.
https://www.redmedical.de/2016/09/20/revisionssichere-archivierung-der-patientenakte
Zitat https://www.redmedical.de/2016/09/20/revisionssichere-archivierung-der-patientenakte/ 1.10.2021
Um die Anforderungen des Patientenrechtegesetzes umzusetzen, haben viele Systeme ein „Logbuch“ eingeführt, in dem alle Änderungen protokolliert werden. Über die Einträge in diesen sogenannten Transaktionslogs lässt sich dann nachvollziehen, ob und wann und von wem ein Datensatz erzeugt, verändert oder gelöscht wurde. Um einen Datensatz verschwinden zu lassen, muss hier nicht nur der eigentliche Eintrag aus der Datenbank gelöscht werden, sondern auch der Logbucheintrag, der dieses Löschen protokolliert. Mit etwas Erfahrung ist das aber nicht schwer, insbesondere dann, wenn die Logbücher auf dem gleichen Server gespeichert werden wie die eigentlichen Daten.
Zitat https://www.redmedical.de/2016/09/20/revisionssichere-archivierung-der-patientenakte/ 1.10.2021
Einem niedergelassenen Arzt wurde kürzlich in einem Beratungsgespräch mit einem Vertreter für Praxissoftware empfohlen, eine separate Archivierungssoftware zu erwerben. Begründet wurde diese Empfehlung damit, dass die normale elektronische Akte in der eigenen Praxissoftware nicht sicher sei
Nun, uns bleibt eigentlich nichts anderes übrig als genau das zu machen, die Patientenkartei revisionssicher in einem anderen Programm zu archivieren. Das würde ich auch gerne tun. Dafür müsste ich alle unsere Patienten einmal über die Kartei unter aktionen exportieren und zumindest wöchentlich um "zeitnah" zu erfüllen, diejenigen Karteien exportieren die während der Woche geändert wurden und also die letzten 7 Tage.
Ich habe das mal mit der Statistik angesehen. Im Gegensatz zu einer Allgemeinmedizinischen Praxis oder einer Dermatologie haben wir verhältnismässig wenige Patienten und grosse Operationen. Trotzdem zähle ich in den letzten 7 Tagen 140 Karteien die ich exportieren müsste. Neben dem einmaligen Export aller Patienten, wir sind bei Patient 10262, ich denke da ist eine volle Woche nicht zu wenig angesetzte Arbeitszeit, bräuchten wir wöchentlich sicher 2 Stunden um die letzten 7 Tage von 140 Kerteien zu exportieren. Hoffentlich Vollständig bei so einer Liste. Für eine Hausarztpraxis ist das manuell praktisch unmöglich bei sicher 10x so vielen Patienten. Der Arbeitsaufwand ist hoch und die Arbeit ist höchst stupide, bei der selbst Azubi überlegen würde zu kündigen um sich ene neue Praxis zur Ausbildung zu suchen.
Zollsoft gibt also aktuell keine Möglichkeit zum Export in die Revisionssicherheit, selbst garantiert es diese nicht.
Das Thema lässt sich leider nicht totschweigen. Es führt um zumindest einen programmierbaren Export über die Aktionsketten in eine Ordner unserer Wahl kein Weg vorbei bis Zollsoft einen eigenen Weg findet die Revisionssicherheit zu garantieren oder abzuwarten bis ein Amt sie zwingt.
Brauchen wir Revisionssicherheit? Auf jeden Fall ja, eine Diskussion um unsere Karteieinträge darf gar nicht erst aufkommen.
Muss Zollsoft aktell revisionssicher sein? Nein, die KBV fühlt sich nicht zuständig, die Kammer scheinbar auch nicht.
Muss Zollsoft uns einen Weg bieten Revisionssicherheit extern, ausserhalb Tomedo erreichen zu können? Ganz klar Ja.