Hallo zusammen,
dem kann man aus fachärztlicher Sicht nur bedingt zustimmen. Zum einen wird die Erstellung von eMPs unter bestimmten Umständen extra-be budgetär vergütet und zum anderen ist der Aufwand, den Medikamentenplan bei Neupatienten nach Krankenhausaufenthalt oder generell bei Änderungen zu erstellen/editieren schon sehr hoch. Wir haben hier Patienten mit 10-20 Medikamenten. Ein Scan eines evtl. vorhandenen BMPs funktioniert auf Grund von sehr gering auflösenden Druckausgaben in den meisten Fällen auch nicht. Den Medikamenten-Plan bereits elektr. über die eGK zu bekommen und nicht mühselig einpflegen zu müssen, stellt aus unserer Sicht einen erheblichen Vorteil dar! Aber auch für hausärztliche Kollegen sollte das von Vorteil sein. Anstelle mühselig aus diversen Befundberichten die Mediks "herauszulesen" und dann entsprechend einzupflegen - einfach die Karte am Empfang stecken, evtl. Pin eingeben und fertig ist ...
Ich muss in der Tat zugeben, dass die von der Gematik beschriebenen Abläufe doch etwas einfacher hätten sein können. Insbesondere - wie bereits kritisch angemerkt - dass man entweder in jedem Behandlungszimmer ein eigenes Terminal braucht oder das der Patient nochmals am Tresen vorsprechen muss, um den Plan auf die eGK zu schreiben, ist in der Tat "fragwürdig". Wenn man dann aber die gesparte Arbeitszeit dagegen rechnet, überwiegen IMHO die Vorteile.
Laut Ärzteblatt (https://www.aerzteblatt.de/ehba) haben die Versicherten im Übrigen einen gesetzlichen Anspruch auf die Erstellung und Aktualisierung von elektronischen Medikationsplänen. Da stellt sich mir die Frage, wie gehen wir damit um, wenn ein Patient auf dem eMP besteht?
Liebe Grüße
Volker Pauli