Lieber Herr Kollege Starke,
hier doch noch mal kurz, wie wir es machen. Vielleicht können ja andere profitieren.
Wir sind ein Ehepaar und eine hausärztlich-internistische (meine Frau) + psychiatrische (ich) Praxisgemeinschaft. Bei gemeinsamen Patienten nutzen wir gemeinsame Kassenfälle. Tomedo löst die bei Abrechnung in zwei Originalfälle auf. Zumindest bei der KV Thüringen geht das problemlos.
Wir haben das patientenbezogene Ja-Nein-Feld 1 als Indikator für gemeinsame Patienten genutzt. Das muß natürlich regelmäßig aktualisiert werden für hinzukommende und wegfallende gemeinsame Behandlungen.
Wir nutzen dann folgende Abfragetechnik:
Primärabfrage nach Kassenfällen des aktuellen Quartals ohne weitere Einschränkung.
Primärabfrage nach Patienten mit Ja-Nein-Feld 1.
Schnittmengenbildung. Muß man von dem Ergebnisfenster mit den Kassenfällen aus machen, damit das Ergenbnis wieder eine Liste von Kassenfällen ist.
Sekundärfilter: Alle der folgenden Bedingungen treffen zu: a) abrechnender_arzt enthält meine Frau, b) abrechnender_arzt enthält nicht mich (bzw. umgekehrt).
So erhalten wir letzten Endes alle Scheine gemeinsamer Kassenpatienten, die genau bei einem von uns noch keinen Leistungseintrag hatten. Wenn der Schein noch völlig nackt ist, geht es ja einfacher.
Wir haben eine Weile lang getrennte Kassenfälle erwogen. Das war wegen der fehlenden expliziten Behandlerzuordnung aber ein noch größerer Krampf. Immer wieder gerieten Leistungen versehentlich auf den falschen Schein. Zudem war es zum Schluß des Quartals mit der Statistik noch schlimmer, denn das System kann nicht vernünftig unterscheiden, warum ein Schein noch keine Leistungen von mir hat (ob vergessen oder wirklich nicht mein Schein).
Freundliche Grüße,
Mike Prater