Ondrej Vorisek
Ich habe seit 2014 ein Pegasus Raid laufen. Auf meine Anfrage zur Steigerung der Performans wurde ein Wechsel des Raids zu Arteca vorgeschlagen. Nun meine Frage. Kann das Pegasus nicht einfach auf SSD-Festplatten umgerüstet werden, wie bereits auf meinen Clients geschehen? Die Einsparung beträgt immerhin mehr als 1000 EUR.
Andreas Cepin
Warum soll Arteca denn schneller sein?
PS: Meinen Sie Areca?
Johannes Müller
Klar können Sie SSD's einsetzen.. da kommts aber drauf an wie der Cache angehangen ist wenn der Controller keine BBU hat. Ansonsten sind die Daten futsch bei der kleinsten Stromunterbrechung.
Enterprise-SSD's die einen non-volatilen Cache haben kosten dann dementsprechend.
Das kommt jetzt halt drauf an ob der Controller (Acrea, Pegasus, LSi, Whatever..) im Write-Back oder Write-Trough Modus betrieben wird bzw. eine Absicherung gegen Stromausfälle hat (BBU = Battery Backup Unit).
[gelöscht]
Wenn es um Performace geht, Imac mit interner SSD und von dort fahren, schneller geht nicht, mache ich auch so nur noch keine SSD. Backups vom verschlüsselten OSX mache ich täglich mit CCC auf verschiedene verschlüsselte Platten. Das auch wöchentlich, monatlich, 3,6,9 monatlich und jährlich falls der Sperrtrojaner zuschlägt und man gezwungen ist Marty McFly zu spielen. Fällt die SSD aus kann ich sofort vom gestrigen Backup booten weiterarbeiten. Der Tag wird dann nachgetragen, nicht schlimm. Den Zustand der Platten überwache ich mit DriveDX und bekomme eine Mail wenn sich der Zustand der Platten verschlechtert, geht auch mit SSD Platten. Ist mir deutlich lieber als das externe Firewire Raid Zeug bei dem auch mal nur eine Platte ausfällt und trotzdem nichts mehr geht.
Ondrej Vorisek
Vielen Dank für die Infos! Die Lösung ohne RAID klingt gut. Backup Festplatten habe ich mehr als genug. Lieber schaffe ich noch einen schnellen iMac an.
[gelöscht]
Die Lösung wird von Zollsoft nicht empfohlen. Das Argument ist wohl null Datenverlust wenn das Raid mal so funktioniert wie es soll.
Johannes Müller
Gescheite SSD's fallen praktisch nicht aus, die Laufzeiten sind jenseits dessen was so ein imac je erreichen wird :)
Wenn mans wirklich schnell haben will kann man eine interne SSD mit Raid1 durch USB 3.0 nach aussen auf eine identische SSD spiegeln...damit ist eine ordentliche Übertragungsrate von 300mb/s möglich.
[gelöscht]
Wusste ich nicht, wie macht man das? Gibt’s ein tutorial?
Johannes Müller
Im Endeffekt ist das die Lösung die tomedo vorschlägt:
https://www.macwelt.de/ratgeber/macOS-Sierra-Software-RAID-mit-Festplattendienstprogramm-10057836.html
Ist im Moment für Macs (die keinen PCIe-Slot frei haben) die beste Lösung.
[gelöscht]
Empfiehlt Zollsoft das? Von einer Kopplung intern/extern höre ich zum ersten mal. Hat jemand schon den Umstieg auf Raid 1 intern+extern gemacht? Läuft das problemlos ab?
Welche externe SSD ist denn empfehlenswert? Da gibt es so schlechte controller in den extermnen Laufwerksgehäusen, dass die SSD gar nicht mehr bringt.
Mario Zerbaum
...und die entsprechend gespiegelte externe SSD kann man dann, für den Fall, dass der Serverrechner mal den Geist aufgibt, einfach an einen anderen Mac in der Praxis hängen und über diesen weiter arbeiten?
Wolfgang Krause
Achtung: in dem vom Kollegen Müller zitierten Artikel wird für "kritische Anwendungen - etwa in Unternehmen" immer noch eine komplett externe Lösung vorgeschlagen!
[gelöscht]
Leider ist ein externes Raid nicht eindeutig die beste Lösung da es trotz maximaler Geschwindigkeiten bei viel Filedurchsatz ausgesprochen langsam ist, und schon viele Kollegen trotz Ausfall nur eines Laufwerks nicht einfach weiterarbeiten konnten.
Johannes Müller
:) Das kommt nur auf den USB 3.0 Controller an...weil eigentlich hängt USB 3.0 direkt am PCI-Bus...kann natürlich sein, dass Apple da mal wieder mistig implementierte Hardware für viel Geld liefert....in dem Fall dann Thunderbolt benutzen. Da rast das Raid1 mit 2 SSD‘s dann...
[gelöscht]
Was ich noch gehört habe, ist dass über das interne+externe RAID1 updates wie High Sierra auf Mohave nicht ohne weiteres möglich sind. Kann das aber nicht bestätigen.
Johannes Müller
Das wäre aber ganz schön heftig... normalerweise ist da ja auch nur ein mdadm oder lvm oder sowas drunter, da bastelt sich Apple nichts eigenes sondern klaut bei Linux :P
[gelöscht]
Fände gut wenn Zollsoft da mal Tests fährt gerade jetzt da Mohave vor der Tür steht. Das Interne+externe Raid1 würde mir gut taugen.
Johannes Müller
Du hast recht. Ich habs mal gegoogelt.. das liegt daran, dass APFS nicht mit Raid1 bzw. generell nicht mit Raid geht. Soll wohl irgend wann mal nachgeholt werden.
Mojave wird aber wahrscheinlich keine HFS+ Volumes als Bootplatten mehr zulassen. Da hat sich Apple mal wieder was richtig feines ausgedacht....
Also ist mit (Software-) Raid momentan High Sierra das Ende der Fahnenstange
[gelöscht]
Im Auge behalten bitte Zollsoft. Interne Platte und Raid wäre cool.
Johannes Müller
Ich wollte aber mal auf die "Performancesteigerung" zurück kommen.
Die gibt es nicht - egal welche Hardware Sie verwenden. Mein Server läuft innerhalb einer VM auf nem Xeon Octacore mit 64Gb Ram und einer Samsung 970Pro (mit 10 Gigabit am Switch). Der ist wriklich rasend schnell ...und doch genau so "lahm" wie mein alter MacMini...
Das Bottleneck von tomedo ist nicht der Server, sondern die lokale MacOs-interne "Apple-Datenbank". Da kann der Server noch so schnell sein...Tomedo wird und wird nicht schneller.... meine Clients sind auch allesamt recht hochgezüchtet...dennoch dreht sich der bunte Ball des Schicksals viel zu häufig...