Guten Tag Miteinander!
Zuerst einmal möchte ich darum bitten, dass der freundschaftliche und kollegiale Ton beibehalten wird, der sich hier eigentlich bewährt hat. Gilt für alle und hilft allen. Denke ich mal.
Ich möchte versuchen, mich in konstruktiver Weise der Kritik anzuschließen. Auch in der Praxis meiner Frau haben nicht erwartete "Verbesserungen" dazu geführt, dass erst einmal gar nichts ging und sich der Support damit beschäftigen musste, um bestimmte Dinge wieder 'zurückzudrehen'.
Herr Balogh hatte bereits darauf hingewiesen, dass man Ideen vielleicht erst mit den Nutzern ventiliert, um Irritationen zu vermeiden und Entwicklungskosten zu sparen.
Ich komme aus der IT-Welt und arbeite als Projekt- und IT-Service-Manager in verschiedenen Projekten.
Die aktuelle Situation von Tomedo und Zollsoft habe ich bereits mehrfach gesehen. Es ist eine Art kritischer Masse erreicht, die im Wachstum zu Problemen führt. Anders ausgedrückt: Für kleine(re) Firmen und Strukturen kann Erfolg gefährlich werden, wenn man sich nicht anpasst.
Frage: wie läuft der Entwicklungsprozess? Wer generiert die Ideen, die zur Umsetzung gelangen? Wer verantwortet die Features? Wer kanalisiert die Anforderungen der Stakeholder?
Wird Agil gearbeitet? Wenn ja, wer ist der Product Owner? Eines der Grundprinzipien agiler Entwicklung ist die Transparenz und Offenheit.
Das Product Backlog, in dem Features, die zur Entwicklung anstehen erfasst werden, sollte den Stakeholdern zur Verfügung stehen, damit diese sich einbringen können um die User Stories zu entwickeln. Stichwort: Refinement.
Das man dieses wegen der Konkurrenzsituation nicht komplett öffentlich machen will, kann ich verstehen.
Aber wenn man schon Ressourcen und Stakeholder wie Herrn Balogh hat, der sich neben seiner eigentlichen Arbeit intensiv versucht einzubringen, dann sollte man das nutzen.
Sollten Sie nicht agil arbeiten, rate ich dringend dazu. Es ist sonst nicht mehr handhabbar!
Der Release-Prozess bedarf einer Anpassung. Wenn sich Bedienungen oder Features ohne Ankündigung/Vorwarnung signifikant ändern, bekommen die Arbeitsabläufe ein den Praxen einen Schluckauf! Ich denke nicht, dass es hier ärztliche Kollegen gibt, die sich dies leisten wollen oder können.
Ich stecke gerade zwischen zwei Projekten (eines abgeschlossen, das nächste noch nicht begonnen...) und kann mich gerne beratend einbringen, sofern das gewünscht ist.
Ich sehe einfach die Gefahr, dass ein gutes Produkt mit einem tollen Service unter Friktionsverlusten leidet, die unnötig und vermeidbar sind.
So short,
Sascha Zumbusch
Sascha Guido Zumbusch