Hans Jörg Baumann
Moin,
bei allem Verständnis für Preisanpassungen (wobei fast 10% angesichts der Honorarkürzung in 2027 ein echter Stimmungskiller sind...) wundere ich mich gerade über die bei mir angesetzten 9,5%, wohingegen eine mir gut bekannte Praxis eine Preisanpassung von 9,0% bekommt, teils höre ich von 6%. Wie ist sowas zu erklären? Gute Kunden bekommen mehr Prozente? 😉
David Stenger
bei mir sind es auch 9,5% ... wie zuletzt im Januar 2025...
...und ich rufe wirklich nur ganz selten den Support an, nur wenn wirklich gar nichts mehr geht und ich nicht weiterkomme. Die telefonische Reaktionszeit mag sich verkürzt haben, die Qualität hat sich aber leider in den 6 Jahren, in denen ich tomedo habe, verschlechtert und es dauert deutlich länger und mehrere Mitarbeiter, bis das Problem gelöst ist.
Johannes Reichelt
aus der Erfahrung meide ich den Support so gut ich kann. Man bedenke, dass zusätzlich zu den aufgerufenen Kosten man selbst nicht arbeiten (Sprechstunde/Behandlung anbieten) kann. Ein doppeltes Minusgeschäft. Nur wenn es nicht anders geht rufe ich an, warte, lasse mich vertrösten und habe nach viel Zeit wiederholt keine Lösung erhalten. Für "ein Ticket" o.ä. rufe ich nicht mehr an. Als ich zu tomedo kam, gab es im Support noch verlässlich Lösungen.
Dr.Christoph Hainich
Moin, es sind überwiegend die erzwungenen "angestrickten" Lösungen, besonders die TI mit KIM, die das Produkt so komplex, machen, dass es ein einzelner nicht mehr überblickt und ad hoc-Lösungen bereitstellen kann.
Danke, dass die Umstellung der praxisinternen Kommunikation/Datentransfers von Http auf Https ohne Ticket und ohne Störung des Praxisbetriebs ging. Jetzt kann der böswillige Angreifer von außen nicht mehr meinen Server übernehmen und das TI-Netzwerk kompromittieren.
Ich fühle mich jetzt besser und zahle den Mehrpreis für die Softwaremiete von 9,5% gern, auch wenn die Begründung sich schwerpunktmäßig auf die TI/KIM-Quirks bezog. Die Diskrepanz der Prozente erkläre ich mir aus den monatlichen Gesamtüberweisungen an Zollsoft, die neben der Servermiete ja auch noch das TI-Gateway-Paket umfassen.
Leicht sarkastische Grüße aus dem wilden Harz
Martin Steinkamp
Bei mir sind es auch 9,5 %, damit durchbricht man dann die 1000 EUR im Monat Schallmauer, was für eine hausärztliche Einzelpraxis auch die Motivation zum Wechsel steigert. Wenn zur Begründung angeführt wird, man mache ja keine Gewinne, dann stimmt irgendwas mit dem Geschäftsmodell nicht. Ich gehe aber davon aus, dass wir mit unseren im Markt am höchsten angesiedelten Kosten die ganzen Nebenschauplätze und weitere Produkte finanzieren, die mit dem Kernthema Tomedo gar nichts zu tun haben. Oder wie erklärt es sich, dass andere Anbieter wie T2Med z.B. mit erheblich geringeren Kosten Gewinne machen?
Bis zu einem gewissen Grad hatte ich noch Verständnis für die vergangenen Preissteigerungen, aber jetzt empfinde ich dies als absolut unverschämt, und ich rechne in einem Jahr mit den nächsten 10 %, oder einem Modul welches nicht mehr weiter verfolgt wird, dann in Version 2 viel teurer ist und auch dann noch per LANR zu bezahlen ist, so dass man Umsätze schnell und locker multiplizieren kann. Es muss irgendwann mal Schluss sein mit der Preiseskalation, die auch nichts mehr mit einem Gegenwert zu tun hat. Wenn man seine Kunden in den Ruin treiben will, kann man hier lernen wie es geht. Das einzige, was einem als (bislang noch treuen) Kunden bleibt, ist sich nach einer Alternative umzusehen. Ich bin jedenfalls nicht mehr bereit, diese C...Group Methoden weiter zu tragen und kann es mir auch einfach nicht mehr leisten.
Frustrierte Grüße eines ehemals zufriedenen Kunden,
M. Steinkamp
Clemens Siebolds
Ich bin seit 2 Jahren Kunde. Soweit ich weiß wurde das Procedere schonmal an anderer Stelle erörtert: Neukunden zahlen von Anfang an "mehr", Altkunden müssen nach und nach nachziehen. Daher wohl auch die unterschiedlichen % (soweit ich weiß).
Wenn man Tomedo nutzt, wie man T2-Med oder damals Turbomed nutzt kann ich den Frust verstehen, man fährt einen Ferrari und ärgert sich über den Spritpreis. Wenn Sie allerdings reihenweise Automatismen nutzen, diese "Programmierung/Anwendung" auf Redundanz ausgerichtet haben (tatsächlich gar kein gutes Image hat der Komplettausfall mit dem Früherkennungsmodul nach sich gezogen), dann sind die 2100€ (700€ pro Monat x 3 fürs Quartal) schneller wieder drin, weil Sie einfach mehr Patienten mit weniger Aufwand in weniger Zeit abgearbeitet bekommen.
Was in der Tat dringlichst wieder Einzug in Tomedo/ZOllsoft finden sollte scheint der SUpport zu sein (ich habe bislang wohl immer Glück gehabt ohne viel Support zurecht zu kommen). Es führt kein weg vorbei, wenn die Firma sich in 3 Jahren verdreifacht muss der Support entsprechend skaliert werden, nicht nur Masse sondern auch Klasse.
Kollegen von Tomedo hier im Forum, die auch gratis(!) Hilfe anbieten, haben auch nur endliche Ressourcen. Sehr oft folgt auch "bitte erstmal Update machen, Schwups Problem behoben".
Es ist das Problem, dass auch sehr IT erfahrene Kollegen hier den lvl 1 Support bekommen...da fühlt man sich natürlich verarscht - insb. wenn das Ticketsystem auch de facto ein Totalausfall (zu sein scheint).
Daher - wer so wechselwillig ist - viel Spass bei T2med, Medatix (scheint ein Schimpfwort zu sein das Produkt Me da tix) und Co - Automatismen sehen anders aus.
VG aus einer gott sei dank gerade leeren Sprechstunde
Jonas Verbüchels
Uns hats leider auch erwischt mit 9,5% und mich ärgert das schon!
Nicht, weil ich grundsätzlich erwarte, dass ein PVS über Jahre zum gleichen Preis angeboten wird. Kosten steigen, regulatorische Anforderungen steigen, TI, ePA, KIM, Zertifizierungen usw. verursachen Aufwand – das ist mir durchaus bewusst.
Aber 9,5 % sind Wahnsinn. Und als Anwender habe ich nicht den Eindruck, dass mein persönlicher Nutzen von tomedo im gleichen Maße gestiegen ist. Im Gegenteil: tomedo ist bereits heute kein günstiges PVS.
Für mich stellt sich deshalb zunehmend eine grundsätzlichere Frage:
Was erwarte ich in Zukunft eigentlich noch von einem PVS?
Ich glaube, wir brauchen künftig weniger ein PVS, das versucht, selbst 500 verschiedene Funktionen, Speziallösungen, Statistiken, Automatisierungen und KI-Features zu entwickeln.
Was ich vielmehr brauche, ist ein stabiles, schnelles PVS (also quasi tomedo Stand heute abzgl. ein paar Bugs/Missings) – und dazu eine wirklich offene, dokumentierte und lokal nutzbare Read-/Write-API. Denn die eigentliche Intelligenz und Automatisierung kann zunehmend außerhalb des PVS stattfinden..
Eine offene lokale API würde tomedo für mich momentan sogar deutlich attraktiver machen als irgendein weiteres KI-Modul oder die nächste Spezialfunktion.
Vielleicht wäre das ja eine Variante für Zollsoft...so oder so ähnlich: 1) tomedo Standard = tomedo zu irgendeinem Stand einfrieren, API bereitstellen und nur noch die regulatorisch geforderten Features umsetzen und Bugs beheben 2) Tomedo Premium = kontinuierliche Weiterentwicklung in allen Richtungen und Varianten...
Gerade vor dem Hintergrund einer Preiserhöhung von 9,5 % würde ich mir deshalb von zollsoft nochmal eine klare Perspektive MIT ZEITHORIZINT wünschen:
Wann wird es für uns Anwender eine umfassende, gut dokumentierte lokale Read-/Write-API geben?
Stefan Reschke
Wann kam denn die Nachricht? Ich hab aktuell noch nicht.
Dr.Christoph Hainich
Es war buchhaltung@tomedo.de am Montag gegen 13:05 Uhr.
Katrin Groß
Auch mir persönlich fehlt das Verständnis für eine Preiserhöhung in diesem Umfang und in dieser schnellen Abfolge (vor nichtmal 2 Jahren ging es schonmal um 15% rauf, jetzt 9,5%, wir sind jetzt seit 5 Jahren dabei). Nicht jede Praxis benötigt Thieme-Aufklärungsbögen, will dann aber auch nicht für deren Entwicklung mitbezahlen - warum nicht diese speziellen Anwendungen outsourcen und den Praxen in Rechnung stellen, die diese auch wirklich wollen.
Ich schätze viele Möglichkeiten, die Tomedo bietet und bin auch bereit und verständig, das bis zu einem gewissen Punkt finanziell zu honorieren, aber: wir sind eine kleine augenärztliche Einzelpraxis und zahlen nach der Erhöhung knapp 900€/ Monat! Hier sind Grenzen erreicht, wo man langsam ins Grübeln bzw. an den Rand der Wirtschaftlichkeit kommt und dann wird zwangsläufig auch ein Wechsel erwogen werden. Zollsoft lebt aber auch und sicher auch v.a. von diesen vielen, mitunter vergleichsweise auch kleinen Praxen. Auf Dauer wird die Geschwindigkeit, mit der Zollsoft die Preise anhebt, von uns Nutzern nicht getragen werden (können und wollen).
Nicht zuletzt in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Lage der Praxen in einem ungeahnten Ausmaß schlechter werden wird, empfinde ich die Höhe und Geschwindigkeit der Preiserhöhungen der letzten 2 Jahre und den jetzigen von Zollsoft gewählten Zeitpunkt auch alles andere als angemessen.
Und, liebe Zollsoft: Wenn die Entwicklung der TI so teuer ist: dann, bitte, bilden Sie dies in der TI-Pauschale ab, nicht in den Monatsmieten des PVS. Dann lässt sich zumindest im Bereich der Gesundheitspolitik nachweisen, dass die Kosten für TI aus dem Ruder laufen und die Ärzteschaft kann an diesem Hebel ansetzen, z.B. höhere TI-Pauschalen verhandeln.
Christian Klaproth
Ich schließe mich den Argumenten von Frau Groß ausdrücklich an. Nach meiner Erfahrung muss sich Tomedo wieder stärker auf den Kern des Geschäfts konzentrieren: eine stabile, zuverlässige und bedienbare Praxissoftware.
Was gut läuft In den sechs Jahren, in denen ich Tomedo einsetze, ist enorm viel passiert. Viele Funktionen wurden deutlich verbessert, das sollte ausdrücklich anerkannt werden. Weiter so!
Wo es hakt Trotzdem sind zahlreiche Bereiche noch immer extrem komplex und teilweise umständlich in der Bedienung. Hier liegt noch viel Potenzial, um den Arbeitsalltag in der Praxis spürbar zu vereinfachen.
Meine konkreten Wünsche zur Preisgestaltung:
TI / Gematik als separates Modul Der Aufwand für Telematikinfrastruktur und Gematik-Anbindung sollte gesondert ausgewiesen werden. Auch die Kosten für die Entwicklung sollten in die Pauschale fließen und den Aufwand dort abbilden wo der entsteht, sonst entstehen Zwangsbeiträge für diejenigen die sich von der TI/Gematik komplett lösen und ich denke das könnten bald sehr viele werden. Eine privatpraxis braucht das nicht und Kassenärzte wirde es bald keine mehr geben wenn die Einkünfte nicht mehr auskömmlich sind. Da entlasse ich lieber 2 Helferinnen und biete nur noch Privatmedizin an. Demnächst arbeite ich auch nur noch 25 h für die KV.
Wer das braucht, kann es dann bewusst buchen – wer nicht, zahlt nicht monatlich für etwas, das er nicht nutzt. Es gibt durchaus DSGVO-konforme Alternativen zur Kommunikation, für die keine Gematik nötig ist.
Thieme-Kooperation nur für Nutzer Die Entwicklung und Zusammenarbeit mit Thieme ist grundsätzlich sinnvoll, sollte aber kostenmäßig auf diejenigen umgelegt werden, die diese Funktion tatsächlich benötigen. Also Entwicklungskosten nicht in Tomedo unterbringen.
Auch der Support dürfte sich zu einem beträchtlichen teil mit Problemen rund um die TI beschäftigen, allein bei mir sind das ausschließlich solche probleme und nur slten werden dafür Kosten in rechnung gesstellt, weil Zollsoft so fair ist das nicht abzurechnen, weil es nicht von mir verursacht ist. Dennoch wird Personal benötigt was auch kostet. Diese Kosten zahlen wir alle indirekt über die Monatsmiete. Besser wäre es diese Kosten in dei TI Pauschale unterzubringen. Dann sehen wir alle auch dutlich dass die deutlich mehr kostet als derzeit erstattet wird.
Kernprodukt zusammenhalten Tomedo muss nicht jedes Feature selbst anbieten. Das Kernprodukt sollte nicht weiter auseinanderdriften, sondern stabil und fokussiert bleiben.
Support auf das Kernthema bündeln. Service und Support sollten sich auf den eigentlichen Praxisbetrieb konzentrieren. Dann klappt es auch wieder mit der qualitativ guten Bearbeitung von Supportanfragen - aktuell kann kein Mitarbeiter mehr alles abdecken und zu allen Themen kompetent Auskunft geben.
Bitte an Zollsoft: verbessern Sie das starke Kernprodukt weiter, aber optionale Bereiche wie TI/Gematik und Spezialkooperationen entkoppeln. So kann jeder Praxisinhaber selbst entscheiden, wofür er Geld und Aufwand investiert.
Oliver Hanemann
bei mir auch 9,5%
Ich werde dies jetzt nochmal zähneknirschend mitmachen. Das Zeitintervall für diese Sprünge ist schlichtweg zu kurz und nicht tragbar.
Als hausärztliche Einzelpraxis werde ich das nicht weiter mitmachen können, vor allem nicht vor dem Hintergrund des bevorstehenden Spargesetzes. Ich kündige jetzt schon an, dass ich definitiv wechseln werde, sollte in den nächsten 3 Jahren eine ähnliche Steigerung nochmal passieren. Das wäre schade, aber ich werde dann downgraden.
Bei allem Verständnis - das geht so nicht.
Grüße, O. Hanemann
Andreas Zollmann
Die Preiserhöhung richtet sich danach, wie lange Sie schon Kunde bei uns sind - um die deutlich niedrigeren Preise für Altkunden etwas an die unserer neueren Kunden anzunähern. Das letzte Mal haben wir die Preise im Januar 2025 erhöht. Wer weniger als ein Jahr bei uns ist, erhält keine Preiserhöhung.
tomedo ist ein Premium-Produkt, und wir scheuen keine Kosten, Sie mit schnellen Programmierungen und gutem Service so zu unterstützen, dass wir Ihnen so viel Bürokratie wie möglich abnehmen und die Abrechnung weitgehend automatisieren, damit Sie einfach Ärztinnen und Ärzte sein und Menschen helfen können. Diesem Anspruch werden wir noch nicht immer gerecht, aber dieses Ziel treibt jeden in unserer Firma an. T2med versucht, mit sehr geringen Kosten und somit einem sehr niedrigen Personal-Budget das beste Produkt und den besten Service zu bieten, der damit möglich ist. Das ist ebenfalls ein völlig legitimer Ansatz, den ich total respektiere. Aber unserem obigen Anspruch kann man mit diesem Budget m.M.n. nicht gerecht werden. Ich bin überzeugt davon, dass Sie und Ihre Angestellten mit tomedo mehr Zeit und damit Geld sparen als mit jedem anderen System, auch wenn das schwer mit konkreten Zahlen nachweisbar ist.
Zu Ihrer Frage nach einer offenen API: Ja, da sitzt ein Entwickler-Team dran, Stammdaten und Kalender sind bereits in der API drin, und wir binden jeden Monat weitere Partner an - z.B. verschiedene KI-Telefon-Assistenten und Online-Rezeptionen. Unser langfristiges Ziel ist eine offene API, über die Sie als Kunde selbst bestimmen. Wir müssen hier jedoch sehr vorsichtig sein, damit Kunden ihre Patientendaten nicht versehentlich nach außen exponieren.
Christian Schacht
Der Kommentar wurde wieder zurückgenommen, ich war zum Zeitpunkt der Erfassung wohl etwas verwirrt. Entschuldigung!
Beste Grüße aus Augsburg
Christian Schacht
Sascha Kummer
Hallo Herr Schacht,
beim Lesen bin ich irritiert: Wenn Sie am 24.03.2025 unterzeichnet haben und am 31.08.2026 eine Info zur Preiserhöhung bekommen haben, dann sind da doch schon 1 Jahr und 5 Monate vergangen, oder?
Christian Schacht
Herr Kummer,
Sie haben natürlich Recht, mein Fehler!
Ich werde den Kommentar entsprechend korrigieren.
Beste Grüße aus Augsburg
Christian Schacht