Katharina Kohlmeyer
Ich verordne überwiegend über die Hausmedikationsliste. Ich habe mir hier nach Krankheitsbildern sortiert auch einige Filter definiert, die den Ablauf wahnsinnig beschleunigen.
Wenn ich das Medikament direkt aus meiner Liste verordne wird direkt auch der Grund, z.B. Blutdruck oder Zucker, in den Medikamentenplan übernommen und somit die Übersichstlichkeit für den Patienten gewährleistet.
Ich habe aber bisher nicht jede Dosis und auch nicht jede Packungsgröße in der Hausliste hinterlegt, da dies die Ansicht wieder unübersichtlich machen würde.
Daher würde ich mir wünschen ich könnte über meine Hausliste das jeweilie Medikament auswählen und Grund der Verordnung und Einnahme (1-0-0) würden auch übernommen wenn ich die Wirkstärke oder Packungsgröße verändere.
Oder ist das evtl. schon möglich und ich weiß nichts davon?
Vielen Dank!
Annette Milnik
Hallo Frau Kohlmeyer,
wie gehen Sie mit dem Thema krankenkassspezifische Rabattprodukte bei Arzneimitteln in dem Setting um?
Beste Grüße
Annette Milnik
Katharina Kohlmeyer
Im Zuge des Arzneimittelaustausches ist die Apotheke verplichtet immer das Rabattprodukt raus zu geben, egal was auf dem Rezept steht. Außer aut idem ist angekreuzt. Daher schreibe ich immer das gleiche auf.
Annette Milnik
Wie gehen Sie damit um, wenn mehrere Wirkstoffe zur Auswahl stehen (Beispiel NOAK)?
Katharina Kohlmeyer
Gerne würde ich einen Screenshot einfügen, aber das klappt nicht.
Ich liste jeden in Frage kommenden Wirkstoff in der klassischen Dosierung auf. Daraus wähle ich dann den induviduell am besten passenden.
Annette Milnik
Sie müssen den Screenshot erst auswählen und zum Server hochladen, dann ist er eingefügt
Hier im Video habe ich mal das NOAK-Beispiel gezeigt:
https://youtu.be/IAGLwKSai5s
Eigentlich würde ich immer empfehlen, selbst schon rabattierte Medikamente bzw. das günstigste rabattierte Medikament zu verordnen (auch wenn die Apotheken am Ende verpflichtet sind, genau das selbst rauszugeben) - um im Alltag alle dafür zu sensibilisieren, konsequent auf die Kosten und im Speziellen auf rabattierte Arzneimittel zu achten.
=> Nachteil: Damit wird aber dann die Hausapotheke-Nutzung eingeschränkt.
=> Vorteil: Dafür kann man dann auch bei ATC-Gruppen hinweg gezielt nach der günstigsten Alternative einer Gruppe schauen.
Katharina Kohlmeyer
Das ist für uns nicht praktikabel, weil sich das ständig ändert und zu viel Zeit frisst. Wir machen nie aut idem Kreuze sondern verordnen wenn dann nur als Wunschrezept, dann muss die Differenz zum Rabattprodukt vom Patienten getragen werden. Wir hatten damit noch nie Probleme. Wir machen das seit 7 Jahren so und es klappt wunderbar.