JA Wessig
Guten Tag zusammen,
Ich habe heute bzw. gerade mitten in meinen Urlaub hinein eine Rechnung von Zollsoft über 767,31 € erhalten, da eine automatisierte Überprüfung ergeben hat, dass ich im letzten Tertial 2024 26 Clients mehr genutzt haben soll als angegeben. Das Besondere: auf
September entfallen 3, auf
Oktober 7, auf
November 5 und auf
Dezember 11.
Wie soll man sich das vorstellen? Keine vergessene Tomedo-Installation auf alten iPads, keine Übergangs-Doppeltinstallation bei Neuanschaffung eines Macs und auch keine plausible Praxisentwicklung vermag solche Zahlensprünge zu erklären.
In den Tomedo Servertools taucht ein und der selbe Computer hingegen mit unterschiedlichen (ich glaube es sind IPV6) Kennungen und mit der Nummerierung des hostnamen (wer kennt nicht die Fehlermeldung, dass ein Computer mit dem eigenen hostnamen im Netzwerk bereits verwendet wird) variierende MAC-Adressen.
Was jetzt bitte nicht passieren darf sind Beiträge wie "wir konnten das Problem nicht repruduzieren" oder "wir haben damit keine Probleme", denn die Existenz eines Problems ist vollkommn davon unabhängig, wieviele davon betroffen sind.
Ich würde mir - wie schon an manch anderer Stelle - eine gehobener Unternehmenskultur von Zollsoft wünschen. Immerhin gehen die Zollsoft-MitarbeiterInnenen mit häufig promovierten, häufig intelligenten, häufig altruistischen und häufig menschenfreundlichen Kunden um.
Konkret: automatisierte Überprüfung der Client-Anzahl sind automatisierte Misstrauensvota und Ausdruck eines latenten Gefühls, betrogen zu werden, zu kurz zu kommen, nicht die angemessene Wertchätzung zu erfahren.
Leider sind wir Ärzte selber Weltmeister darin, uns ausgebeutet, nicht wertgeschätzt, in unliebsame Strukturen gezwängt zu fühlen und die Umgangsformen zwischen sogenannten Kolleginnen und Kollegen spotten vielerorts jeder Beschreibung.
Einer muss nun mit den guten Manieren anfangen, ansonsten dreht sich die Abwärtsspirale eine Runde weiter.
Daher: ich erlebe es anhand von Berichten und Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen oder Kundenbetreuern assoziierter Systeme (Labor, Doctolib) und Pharmareferenten, dass die Mglichkeiten, die Tomedo uns Ärzten bietet, weit, weit über dem Standard liegen. Wahrscheinlich schreibt man den gebührenden Dank dafür zu selten in dieses Forum. Daher nochmal laut: Danke.
Aber: sich ständig still mit meines Server zu verbinden, zuletzt am 21.08.2025 um 9:31h ist mir ein Stück zuviel das Leben der Anderen.
Wenn es normal läuft, fällt jetzt eine Klappe und ich bin der Böse mit dem Stasi-Vergleich. Aber auch hier gilt: die Tat macht die Tat zur Tat, nicht das Spiegelbild.
Immerhin findet Duckduckgo keine Tracker mehr auf dieser Website (oder hat nextDNS die alle herausgefiltert?), was ich mal als Schritt in die richtige Richtung werte. Weiter so, Zollsoft.
Viele Grüße
JA Wessig
Friedemann Klemenz
Ich gerade auch so eine "nette" Mail bekommen - ich verstehe auch nicht so recht, wie plötzlich mehr Arbeitsplätze zustande kommen, auch an unterschiedlichen Monaten unterschiedlich viel....
Frank Kubiak
bei mir das gleiche für letztes Jahr.
Ich vermute, dass es daran liegt, dass ich meinen MacMini mit nach Hause ins Homeoffice genommen habe.
Andreas Zollmann
Hallo zusammen,
ich kann das absolut nachvollziehen, dass das so rüberkommt, als würden wir Ihnen nicht vertrauen, und das tut mir wirklich leid, denn so ist es nicht gemeint. Es kann in der automatisierten Abrechnung temporäre Diskrepanzen geben, wenn z.B. ein Rechner umgezogen ist wie oben von Herrn Kubiak angemerkt. Wenn Sie uns nach Prüfung der Nachberechnung zurückmelden, dass kein Arbeitsplatz hinzugekommen ist, glauben wir Ihnen das - da ist auch kein Nachweis auf Ihrer Seite erforderlich, Ihr Wort genügt uns vollkommen!
Unseren Lizenzserver gibt es schon fast solange wie tomedo. Die Kommunikation findet zwischen tomedo-Server und unserem Server statt sowohl zum Nachschauen, ob Updates verfügbar sind als auch bzgl. des Lizenzstatus (z.B. ob tomedo im Nur-Lese-Modus ist für Ärzte im Ruhestand, die dann bei uns keine tomedo-Miete mehr zahlen müssen aber trotzdem noch Patientenkarteien etc. anschauen können). Bisher hat unsere Buchhaltung dann immer manuell sich die Fälle angeschaut, in der mehr Arbeitsplätze in Benutzung waren als aktuell auf der Rechnung standen, und dann die Praxen hierzu kontaktiert. Der Grund für die Abweichung ist typischerweise, dass ein Nutzer oder Vertriebspartner - oder auch sehr häufig wir selbst! - einen zusätzlichen Arbeitsplatz eingerichtet haben und vergessen haben, es unserer Buchhaltung zu melden. Oft war auch die Annahme, dass das dann automatisch in der nächsten Rechnung mit berücksichtigt ist und daher keine manuelle Benachrichtigung nötig ist. So weit sind wir aber technisch leider noch nicht. Da unsere Buchhaltung aber mit dem manuellen Abgleich nicht mehr hinterherkommt, haben wir die Nachberechnung automatisiert.
Martin Berthold
Heute auch zwei E-Mails in kurzem Abstand bekommen mit völlig unnachvollziehbarer Nachberechnung der Arbeitsplatzanzahl seit Juli 2024. Pro Monat werden jeweils zwischen einem und drei Arbeitsplätzen nachberechnet, obwohl wir an unserer Konfiguration und der Arbeitsplatzanzahl bis auf einen Servertausch nie was verändert haben. Vielleicht wäre es in so einem Fall angebracht mal freundlich im Vorfeld vonseiten der Buchhaltung 1.) nachzuhaken wieviel Arbeitsplätze aktuell vorhanden sind und 2.) eine Ankündigung der rückwirkenden Überprüfung (die offensichtlich fehlerbehaftet ist) vor Rechnungsstellung vorauszuschicken. So bleibt ein sehr fader Beigeschmack und jetzt die mutmaßlich zeit- und nervenaufraubende Notwendigkeit der Angelegenheit telefonisch hinterherzulaufen.
Martin Berthold
Zwei Fragen diesbezüglich: 1.) Wird die (nicht genutzte, aber installierte) tomedo-Version auf dem Server abgerechnet? 2.) Ich nutze in der Praxis einen macMini und zuhause ein MacBook mit demselben Benutzer, zusammen eingeloggt sind beide nie. Bedeutet das für die Buchhaltung 1 oder 2 Arbeitsplätze?
Dirk Küpper
Tipps: Kein DHCP verwenden im Praxisnetzzwerk. Kein WLAN für Desktop Rechner verwenden. Arbeitsplätze im Praxisnetzwerk eindeutig und sauber (vor allem ohne Sonderzeichen!) benennen. Das erschlägt schon eine ganze Menge Herausforderungen.
Script für die Namensvergabe im Terminal:
scutil --set HostName HierNameneinfuegen
scutil --set LocalHostName HierNameneinfuegen
scutil --set ComputerName HierNameneinfuegen
Andreas Zollmann
1: nein
2: ja - Home-AP zählt als zusätzlicher AP, auch wenn er nur abends nach der Praxiszeit genutzt wird
David Schneider
Die auf dem Server installierte Tomedo Client Version zählt nicht als Arbeitsplatz?
Michael Hofdmann
Ich bin einigermaßen erstaunt über die automatisierte Client-Zählung mit anschließender automatisierter Rechnungsstellung.
Ich spreche mal für einen kleinen Praxisinhaber. Ich tue mich etwas schwer mit dem Umstand, dass alle Praxen gleich sind und alles durch einen Client-Zählungsfilter gegeben wird und ungefiltert weiterverarbeitet wird. Ich administriere mein System zu 90% selbst. Sprich: jedes neue Formular, jede Aktionkette, jede Resource im Online-Kalender, jedes Update, jede Störung, jede Veränderung in meinem EDV-System habe ich selbst angefaßt und gewartet. Ich habe keine EDV-Firma, die mir diese Probleme abnimmt. Tomedo wird bei mir immer wieder verändert, verbessert und anders organisiert. Und das alles ist ein fortlaufender Prozeß. Aber: ich habe nur ein Medizinstudium abgeschlossen. Meine EDV-Ausbildung begrenzt sich auf abgeschlossene Volkshochschulkurse in Word, Excel und Access. Alles andere war bisher learning by doing.
Eine Nachforderung in dieser Höhe wäre für meine kleine Einheit eine echte Sonderbelastung. Ich hatte tomedo bisher so verstanden, dass produktive Clients in jedem Fall und ohne Diskussionen kostenpflichtig sind. Dafür gibt es eine Preisliste. Ich hatte tomedo bisher auch so empfunden, dass das probeweise Starten eines Clients zum Testen bestimmter Dinge toleriert werden, wenn nicht sogar unterstützt werden. Nun ist `Tolerieren`wohl eine Sache der Auslegung. Der Computerautomatik toleriert jeden Client-Tag als Rechnungstag. Das muss ich wohl tolerieren. Ich empfinde es diese Auslegung aber als Foulspiel. Nachforderungen in solcher Höhe und Art und Weise sind in meiner Wahrnehmung von guter Zusammenarbeit manuell aufzuarbeiten. Ergeben sich Abweichungen von Lizenznehmer und Lizenzgeber kann man in Kontakt treten, die Situation aufarbeiten und eine Lösung finden. Wenn die Lösung dann Geld kostet, dann ist das so.
Ich kann sagen wieviele produktive Clients angemeldet sind und gebraucht werden. Ich sehe es aber nicht als meine Aufgabe in den Logs zu stöbern und nachzuschauen wieviele Clients angemeldet sind/ waren. Den Hinweis das System mit technischen Dingen wie das Nichtverwenden von DHCP-Server `abrechnungssicher`zu machen, ist technisch sicher richtig. Jedoch geht der eigentliche Aspekt verloren: Wie wollen wir zusammenarbeiten? Ich möchte jedenfalls nicht ein dreiviertel Jahr später eine technisch generierte Nachberechnung aus heiterem Himmel bekommen. Ich möchte Planungssicherheit und Kostenkontrolle. Ich möchte an meinem System arbeiten und verändern können und ohne Angst zu haben, dass mir das noch nach Monaten finanziell um die Ohren fliegt.
Sollte die automatisierte Zählung mit automatisierter Rechnungsstellung fortgeführt werden, plädiere ich sehr dafür in den Servertools einen Echtzeit-Button einzurichten, der anzeigt wie die Client-Lage im aktuellen Abrechnungsmonat ist.
Dirk Küpper
So steht es geschrieben.
Andreas Zollmann
Unser Lizenzserver zählt die Client-Version auf dem Server nur dann, wenn sie aktiv genutzt wird. Wenn sie nur passiv für die Übertragung von Medizingeräte-Dateien oder Labordaten läuft, oder nur gelegentlich vom Admin zu Testzwecken genutzt wird (der Cut-off liegt glaube ich bei 10h pro Quartal), dann schlägt der Lizenzserver nicht an.
Andreas Zollmann
Da haben Sie Recht, danke für das Feedback. Wir werden das jetzt angehen und eine transparentere Lösung schaffen, so dass Sie jederzeit sehen können, wie viele Arbeitsplätze und welche abgerechnet werden.
Bzgl. mal probeweise einen Client starten oder eine Konfiguration austesten: Das wird absolut von uns toleriert und auch unterstützt. Auch hier ist in den automatischen Lizenzserver eine Toleranz eingebaut, so dass diese Arbeitsplätze nicht auf der Abrechnung auftauchen sollten. Wenn doch, bitte einfach auf die Abrechnungs-Mail entsprechend antworten und wir korrigieren das unbürokratisch und adaptieren wenn möglich das Lizenzsystem, so dass der Fall beim nächsten Mal automatisch erfasst wird.
David Schneider
Herzlichen Dank für die Klarstellung Hr Zollmann! Wir haben einen Client, der nur sporadisch genutzt wird, den ich gerne auf ein anderes Gerät umziehen würde, aber für ggfs spätere Nutzung installiert lassen würde... Kann ich irgendwo sehen, ob dieser Client aktuell noch über diesem Cutoff liegt oder kann ich bedenkenlos umziehen? Einfach den einen Client "brach legen" und den neuen in Betrieb nehmen? Oder muss ich dann bis zum Quartalsende warten?
Andreas Zollmann
Momentan kann man den Cutoff noch nicht einsehen, aber die Zählung beginnt jeden Monat von vorn - also am besten diesen Freitag, Wochenende oder am Montag umziehen, dann haut es mit dem Cutoff auf jeden Fall hin.
David Schneider
Super, mache ich so - vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!