Moin,
ja, das geht. Erfordert aber einen gewissen Aufwand. Ob sich der für Sie lohnt, hängt hautpsächlich davon ab, wieviele verschiedene ICD-Codes sie finden wollen und wie gut der Text des auszuwertenden Karteieintrags geeignet ist, daraus die Texte zu extrahieren (KHK kann ja in sehr vielen verschiedenen Varianten vorkommen: KHK, Koronare Herzkrankheig, 2-Gefäßkrankheit...).
Wenn Sie z.B. die 20 gängisten Diagnosen (art. Hypertonie, DM, RA, KHK, VHF...), die z.B. in einem Anamneseformular (tomedo-Patientenformulare, idana, etc.) vom Patienten per Auswahl (nicht als Freitext!) angegeben wurden, erfassen wollen und mit einer Reduktion ihrer eigenen Dokumentierleistung von 90% zufrieden sind, wäre folgender Ablauf sinnvoll:
Sie benötigen eine Sammel-AK, Diagnose-bezogene AK-Bedingungen und Diagnose-bezogene AK zum Setzen des ICD-Codes.
In der Sammel-AK sind alle AK aufgelistet, die jeweils genau eine Diagnose setzen (z.B. I.10 / arterielle Hypertonie). Der Aufruf der jeweiligen AK soll nur dann erfolgen, wenn eine bestimmte AK-Bedingung erfüllt ist (z.B. Text "arterielle Hypertonie" ist im letzten Karteieintrag ANA enthalten).
Per AK kann man nur diejenigen Diagnosen setzen, die schon als Favoriten angelegt sind...

Mit KI, also z.B. Ausleiten des Textblocks per AppleScript zu ChatGPT & Co und Verwendung eines geeigneten Prompts, wäre das Erstellen einer ICD-Code-Liste möglich. Von dieser Liste müsste dann per AK-Bedingung (wenn Liste enhält "X00.0", schlage Diagnose "XYZ" vor. Hier müssten Sie sich für jede mögliche Diagnose eine AK-Bedingung und eine AK, die die gewünschte Diagnose enhält, erstellen. Bei sehr vielen verschiedenen (und ggf. noch stark zu differenzierden) Diagnosen, ist der Aufwand unrealistisch.