Carsten_Wach
Hans Jörg Baumann
Da habe ich auch sehr herzlich drüber "gelacht". Traurig, was als essentiell wichtige Informationsinfrastruktur auf die Menschheit losgelassen wird: ePA-Zugriff als neues Glücksspiel in der Praxis...
Christian Klaproth
Das wollen die Verantwortlichen als Erfolgsstory verkaufen. Momentan werden alle mit der Ersteinstellerprämie gelockt. Scheißergal was da hochgeladen wird.
Der absolute Knaller ist ein eingescannter handschriftlicher Zettel mit dem Vermerk, das wäre die Erstbefüllumng Daten folgen später.
Ende des Jahres werden wir alle erfahren was für einen tollen Start die ePA hatte.
Sobald genügend Müll reingestellt wurde wird sich keiner mehr da durch wühlen wollen. Schon jetzt sprengen mande Datensätze der DAK den Rahmen obwohl die Informationen gerade bei der DAK sehr gut strukturiert sind. Aber den Müll, den manche Kollegen hochladen wird die ePA zum Scheitern verurteilen es sein denn wir finden eine Lösung, die Daten für uns Anwender nutzbar zu machen.
Johannes Stößel
eingescannter Zettel ist ja mal kreativ...
Hans Jörg Baumann
Schön fand ich auch die Erstbefüllung durch den Hausarzt mit meinem pneumologischen Brief unter der Rubrik "Arztbericht", Fachrichtung "Allgemeinmedizin". Den kann man später perfekt gut finden...
Gibt es eigentlich überhaupt irgendeine offizielle Empfehlung, wie die Kategorien/-Typen gewählt werden sollen? Obiges Beispiel ist ja offensichtlich Quatsch. Mir kam die Frage unter, ob ein Arztbrief aus der Strahlentherapie als "onkologisches Dokument" abgelegt werden soll. Mangels allseits verfügbarer Regeln muss man sich über das Chaos auch nicht wirklich wundern.
Christian Klaproth
Deswegen habe ich auch mit einem sehr versierten Mitarbeiter der KV gesprochen, der hat mich in all meinen Befürchtungen bestätigt. Im Grunde genommen ist die ePA ein Armutszeugnis, die Grundidee ist gut und ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ein paar Mal habe ich tatsächlich wertvolle Informationen darauas gewinnen könne, meist durch gut strukturierte Daten der Krankenkassen, manches mal auch durch hochgeladene Arztberichte. Nur wundert es mich dass mancher hausarzt in Ermangeung eigener verwertbarer Befunde Fremdbefunde hochlädt, wahrscheinlich ohne die gelesen zu haben.
Carsten Wendt
#Facharztberichte vom Hausarzt hochgeladen:
Wir arbeiten in einem Urlaubsort und es würde uns oft helfen, wenn Vorbefunde in der ePA stehen würden. Die Patienten kommen mit diversen Beschwerden in unsere Praxis und können häufig selbst keine sinnvollen Auskünfte geben. Für unsere Patienten laden wir darum auch relevante Krankenhausberichte und Facharztberichte der Vergangenheit in die ePA, damit ein Kollege, bei dem unsere Patrienten vielleicht einmal im Urlaub oder auf Reisen vorstellig werden, nicht beim Urschleim anfangen muß und bestehende Beschwerden mit Vorbefunden vergleichen und einordnen kann (Bestand die EKG Veränderung schon immer? Hat der Patient vielleicht doch kein Asthma, sondern eine COPD? "Eine Darmspiegelung hatte ich bereits, ob ich Divertikel habe, weiß ich nicht."). Selbst die eML ist für uns hilfreich ("Ich habe die kleinen roten Tabletten mit der Kerbe vergessen.").
Uneingeschränkt unterstützen kann ich den Wunsch nach der Einführung einer verbindlichen Nomenklatur, damit die eingestellten Informationen auch gefunden werden können.
Christian Klaproth
Genau so sollte es sein. Das hat mir in den letzten Wochen bereits selbst weiter geholfen. Perfekt wäre es, wenn das alles im Hintergrund läuft und wir die Informationen aufbereitet bekommen. Möglich ist das, von der gematik aber bestimmt nicht mal angedacht.
Hans Jörg Baumann
Ich wollte auch (ausdrücklich) nicht das Hochladen von Arztberichten anderer Disziplinen durch die Hausärzte kritisieren, ganz im Gegenteil ist das ja vorbildliche Arbeit. Nur sollte dies so passieren, dass die "Beschriftung" in der "PDF-Plastiktüte" ein Auffinden möglich macht, wenn es bald dann mal >100 PDF in der ePA sind. So wie es gerade aussieht, wird die Fachrichtung von den hochladenden Praxen nicht geändert. Ergebnis: s.o.
>Christian:
Das automatische "Vorverdauen" der ePA-Inhalte im Hintergrund ("Suche mir alle Arztberichte der Disziplinen A, D, E und G heraus und liste sie mit Datum und Kurzzusammenfassung in zwei Zeilen auf") wäre natürlich traumhaft.
Christian Klaproth
Genau daran arbeite ich.
Habe Programmierer an der hand und hoffe mit Zollsoft da auch die richtigen Partner zu haben die ePA aufzubohren
Andreas Cepin
@ Herrn Baumann
Ich lade (als Augenarzt) gelengentlich auch Frembfeunde hoch. Die sind aber automatisch mit der richtigen Fachrichtung getagt. Das macht tomedo irgendwie selber :-)
Hans Jörg Baumann
Echt? Wie geht das denn? Bei mir wird immer die zuletzt eingestellte Fachrichtung (bei mir also Pneumologie) als default gesetzt. Wenn ich z.B. einen Radiologie-Befund einstelle und die Fachrichtung dann entsprechend dafür ändere, muss ich bei meinem nächsten Brief wieder dran denken, meine Pneumologie anzuwählen, sonst würde ich auch unter "Radiologie" segeln.
Christian Klaproth
In der Karteintragsverwaltung

Hans Jörg Baumann
ja, das weiß ich auch: bei mir ist Pneumologie als Standard dort hinterlegt. Wenn ich jetzt aber (fachfremd) einen CT-Befund ablege, muss ich ja selbst "Radiologie" im Upload-Menu anwählen. Und dies bleibt dann auch bestehen, bis ich es wieder ändere bei der nächsten Befüllung.
Christian Klaproth
Dann würde ich dafür einen Karteiintragstypen anlegen mit entsprechender Vorbefüllung, ansonsten müssen wir hoffen dass man das mit AK Bedingungen steuern kann. Ich verzichte ganz darauf solche Fremdbefunde hoczuladen.
Die Einstellung und die Sucherei nach dem richtigen Eintragstyp im Menu ist schon ziemlich nervig. Bei uns stellen die Radiologen übrigens jeden Befund automatisch über deren RIS in die ePA. Leider ist da noch ein BUG, weil zwar angezeigt wird, dass etwas hochgeladen wurde aber dahinter liegt kein Dokument. Diese Kinderkrankheiten werden irgendwann mal beseitigt sein.
Andreas Cepin
@ Bauman
ähm... hüstel... vielleicht haben Sie recht mit der Fachrichtung. Ist so selten, muß da nochmal drauf achten.