Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir möchten hiermit auf ein Problem aufmerksam machen, das in unserer Praxis zunehmend eskaliert: Die zweckentfremdete Nutzung der Videosprechstunde durch einzelne Patient:innen.
Trotz mehrfacher Hinweise und klarer Kommunikation melden sich einige Patient:innen weiterhin regelmäßig mit Anliegen per Video an, die eindeutig nicht für diesen Rahmen geeignet sind – etwa administrative Fragen, Anliegen ohne ärztlichen Bezug oder bereits abgelehnte Anliegen, die wiederholt „durch die Hintertür“ eingereicht werden.
In einem konkreten Fall sprechen wir mittlerweile sogar von einem gefühlten digitalen Stalking: tägliche Anmeldungen, teils unter verschiedenen Vorwänden, ohne dass eine medizinische Indikation vorliegt oder eine Behandlung über diesen Kanal rechtlich und fachlich vertretbar wäre.
Wir stoßen hier an Grenzen – sowohl organisatorisch als auch psychisch. Die Videosprechstunde ist ein wertvolles Instrument, das durch Missbrauch ad absurdum geführt wird.
Unsere Fragen ans Forum:
Wie geht Ihr mit solchen Fällen um?
Gibt es eine technische Möglichkeit, einzelne Patient:innen temporär für die Videosprechstunde zu sperren oder gezielt zu blockieren?
Welche rechtlichen Schritte sind denkbar, wenn die Zumutbarkeit überschritten ist?
Wir freuen uns über Austausch und Tipps.